Alinghi

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Geschrieben von robby 16/03/2009 @ 09:10

Tags : alinghi, segelsportler, segelsport, wassersport, sport

Neueste Nachrichten
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Americas Cup: Neue Forderung von Alinghi - Erfassung und Verbreitung von Pressemitteilungen aus allen Branchen (Pressemitteilung)
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Alinghi

Alinghi (links) und Konkurrent Emirates Team New Zealand im 1. Rennen des 32. America’s Cups 2007

Alinghi ist der Name einer Schweizer Yacht, die im Jahr 2003 als erstes europäisches Schiff den renommierten America’s Cup gewann. Im Jahre 2007 wurde die Trophäe erfolgreich verteidigt. Alinghi ist ein selbst kreierter Name seines Gründers und Besitzers Ernesto Bertarelli und seiner Schwester, als sie noch Kinder waren. Alle Boote, die Bertarelli seither besass, trugen diesen Namen. Er ist ein Schweizer Unternehmer der Biotechnologiebranche aus Genf mit italienischen Wurzeln.

Vor dem America’s Cup hat Ernesto Bertarelli mit kleineren Yachten an Regatten teilgenommen.

Alinghi hat seine Heimbasis in der Schweiz und segelt unter der Flagge der Société Nautique de Genève. Die Hauptsponsoren sind die UBS und BT Infonet. Co-Sponsoren sind Audemars Piguet, SGS, Nespresso, MSC Cruises und North Sails.

Die Yacht von 2003 wurde in Zusammenarbeit mit der EPF Lausanne entworfen. Diese Zusammenarbeit wurde auch auf den America’s Cup von 2007 ausgedehnt. Nach eigenen Angaben gewann das Alinghi-Team auch dank des äußerst leichten Spinnakerstoffes, welcher in Neu St. Johann von der Firma Meyer-Mayor entwickelt und hergestellt wurde. Das Gewicht des Spinnakers beträgt 27 g/m², was etwa einem Drittel des Gewichtes von Toilettenpapier entspricht.

Bertarelli gelang es, den seinerzeit erfolgreichsten Skipper an Bord zu holen: Russell Coutts, der den America’s Cup schon 1995 und 2000 für Neuseeland gewonnen hatte. Diese Abwerbung rief in Neuseeland Unmut hervor. Zusammen mit Russell Coutts kamen weitere wichtige neuseeländische Segler zum Alinghi-Team wie z. B. der Taktiker Brad Butterworth. Bertarelli selbst war in allen Rennen als Navigator tätig. Sportdirektor war der deutsche Olympiasieger Jochen Schümann.

In der Schweiz führte der Sieg der Alinghi zu einem verbreiteten Publikumsinteresse für den Segelsport, der bis dahin neben anderen Sportarten ein Stiefmütterchendasein fristete. Das Team Alinghi wurde 2003 mit dem Preis für das Team des Jahres ausgezeichnet.

Als Titelverteidiger konnte das Team Alinghi den Austragungsort bestimmen. Normalerweise findet das Rennen im Land des Siegers statt, da die Schweiz aber ein Binnenstaat ist, musste sich ein Komitee der Alinghi für einen geeigneten Standort entscheiden. Die Wahl fiel auf Valencia. Seit Sommer 2004 war das ganze Team dort stationiert und begann mit den Vorbereitungen für die Titelverteidigung.

Principal Designer des Teams ist der 1946 in Haarlem geborene Holländer Rolf Vrolijk.

Das Team Alinghi entliess am 27. Juli 2004 erzwungenermassen seinen neuseeländischen Skipper Russell Coutts, nachdem kurz zuvor das Reglement des America’s Cup geändert worden war, um ein Antreten von Coutts zu verhindern. Neun Monate später wurde der Streit mit Coutts mit einem kurzen Statement beigelegt.

Dafür wurde das Team später wieder aufgestockt: Am 30. November 2004 konnte die Verpflichtung von Ed Baird als weiterer Steuermann neben Peter Holmberg bekanntgegeben werden. Der Deutsche Jochen Schümann bleibt weiterhin Sportdirektor.

Das Team Alinghi verteidigte 2007 seinen Titel erfolgreich und wurde somit Sieger des 32. America’s Cup. Das letzte Finish wird wohl in die Geschichte des America’s Cup eingehen. Der Sieg zum 5:2 für Alinghi konnte nur von der Jury ermittelt werden.

Im siebten Rennen der Best-Of-Nine-Serie lag die Alinghi 1000 Meter vor dem Ziel mit knapp 100 Metern in Führung, ehe die Brise von 15 auf 4 Knoten zusammenfiel und die Neuseeländer aufgrund besserer Windverhältnisse die Schweizer noch ein- und überholen konnten. Jedoch musste das neuseeländische Team noch den Strafkringel ausführen, den sie sich auf der vorletzten Kreuz eingehandelt hatten. Die Alinghi gewann den Lauf mit einem minimalen Vorsprung von einer Sekunde und errang damit als erstes Team 5 Punkte.

2003 und 2007 wurde das Team Alinghi mit dem Preis Schweizer Sportler des Jahres in der Kategorie „Team des Jahres“ ausgezeichnet. Am 1. Dezember 2004 wurde das Team zudem mit der Olympischen Trophäe ausgezeichnet.

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Ernesto Bertarelli

Ernesto Bertarelli

Ernesto Bertarelli (* 22. September 1965 in Rom) ist ein italienisch-schweizerischer Unternehmer und Milliardär. Nach dem Tode seines Vaters erbte er das Unternehmen im Jahre 1998. Er war zusammen mit seiner Familie ehemaliger Mehrheitsaktionär, CEO und Präsident des Verwaltungsrates von Serono S.A., dem weltweit drittgrössten Biotech-Unternehmen, das seit Januar 2007 zur Merck KGaA gehört; der Übernahmepreis betrug rund 16 Milliarden Franken, umgerechnet zirka 10 Milliarden Euro.

Bertarelli ist italienischer Herkunft und erhielt im Alter von 24 die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er besuchte unter anderem das Babson College in Boston und die Harvard Business School, wo er seinen MBA erhielt. Er lebte bis November 2007 in Genf. Seitdem in Gstaad im Kanton Bern, Schweiz. Er ist verheiratet mit Kirsty und Vater von drei Kindern.

Gemäß dem Wirtschaftsmagazin Bilanz war er 2004 mit zirka 9-10 Mrd. CHF Vermögen die viertreichste in der Schweiz wohnhafte Person. Nach der vom Forbes Magazine jährlich veröffentlichten Liste der reichsten Leute der Welt gilt er (Stand 2008) mit einem Vermögen von 10.3 Milliarden US-Dollar jedoch mit Rang 75 als der reichste Schweizer überhaupt.

Segelbegeistert seit seiner frühesten Kindheit, hat Bertarelli an manchen Wettkämpfen sowohl auf See als auch auf dem Genfersee teilgenommen. Er wuchs mit dem Traum auf, am America’s Cup teilzunehmen und diesen zu gewinnen. Er erreichte sein Ziel im Jahr 2003 und konnte sich diesen Traum im Jahr 2007 nochmals erfüllen – er segelte als Navigator auf der Alinghi in allen Rennen mit.

1998 gewann er den Sardinia Cup, fünfmal den Bol d'Or in den Jahren 1997, 2000, 2001, 2002 und 2003 und beendete das Fastnet Race 1999 als Dritter. Er gewann 2001 die 12M Weltmeisterschaften und den Swedish Match Cup 2002 in Marstrand als Crewmitglied und die Farr 40 Weltmeisterschaften 2001 als Steuermann.

1999 baute er einen der schnellsten und radikalsten Katamarane der Welt für Binnengewässer. Die 12,5 Meter lange Alinghi IV hat eine Segelfläche von 376 Quadratmetern und ein Gesamtgewicht (inklusive Segel und Mannschaftsgewicht) von 1.850 Kilogramm.

Bertarellis Strategien zur Festigung einer Führungsposition stimmen für den Segelsport und die Führung eines Unternehmens bezüglich den Faktoren Geschwindigkeit und Anwendung modernster Technologien überein. „Wenn Sie mein Boot sehen, werden Sie meinen Führungsstil verstehen“, sagt Bertarelli.

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Royal New Zealand Yacht Squadron

Clubstander des RNZYS

Die Royal New Zealand Yacht Squadron (RNZYS) (auf deutsch etwa: Königliche Neuseeländische Yacht-Gruppe) ist ein führender und sehr alter neuseeländischer Yachtclub in Auckland.

International bekannt wurde die RNZYS durch ihre Erfolge beim America’s Cup mit dem Team New Zealand bzw. nach dem derzeitigen Hauptsponsor seit 2006 Emirates Team New Zealand genannt. 1987 nahm der Club mit der ersten 12-m-Fiberglasyacht am Cup-Rennen in Fremantle, Australien, teil (KZ7, New Zealand unter Chris Dickson). Er gewann in diesem Jahr bereits den Admiral’s Cup mit Propaganda, unter Billy Butterworth. 1995 brachte das Team dann die Kanne ohne Boden (AC) auf die Heimatinsel und konnte sie 2000 als erste nicht-amerikanische Mannschaft einmal verteidigen. Teilnahmen am AC: 1987, 1988, 1992, 1995, 2000, 2003, 2007 (zweiter Platz). Nach einem sportlichen und technischen Auseinanderbrechen des Boots in der Kampagne 2002/2003 gelang ein Neuaufbau des Teams. In den mehrjährigen Ausscheidungsrennen des Louis Vuitton Cups qualifizierte sich das Team des Clubs als Herausforderer für 2007.

Neuseeland ist mit seiner über 15 Tausend Kilometer langen Küste eine Seefahrernation. Für den Sport und damit für viele Clubmitglieder heute hat ein Kleinsegelboot große Bedeutung, das P-class-Dinghy, das es so nur in diesem Land gibt. Es wurde 1920 erstmals in Whangarei von Harry Highet gebaut, damit Kinder sicher üben können. Es wird behauptet, dass es in keinem Land mehr Boote pro Kopf der Bevölkerung gibt. Übrigens kämpften im Schweizer Siegerboot Alinghi 2007 auch vier Neuseeländer mit.

Für das Yacht-Design der beiden letzten Boote waren Andy Claughton (GBR), Marcelino Botin (ESP) und Clay Oliver (USA) verantwortlich.

Der Club wurde 1859 unter der Bezeichnung Auckland Yacht Club gegründet. 1887 vereinigt er sich mit dem Hauraki-Club. 1901 ändert er seinen Namen in New Zealand Yacht Squadron. 1902 erhält er vom britischen Monarchen das Recht, sich „Königlicher Club“ zu nennen. Sein Ehrenpräsident ist Prinz Philip Windsor. Seit 1987 gibt es das Offshore-Rennteam (quasi als unternehmerische Abteilung), das die Teilnahme am America’s Cup und anderen Longdistance-Rennen organisiert.

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Ronald Pieper

Ronald Pieper (* 21. März 1948; † 26. August 2007) war ein Schweizer Segelsportler.

Pieper war 1972 Teilnehmer an den Olympischen Sommerspielen in München. Er belegte in der Soling-Klasse den 20. Platz. 1987, 2001 und 2005 gewann er die Goldmedaille bei der Segel-Weltmeisterschaft in der 5.5m-Klasse, zweimal zusammen mit Jochen Schümann.

Neben seiner aktiven Sportlerlaufbahn organisierte Pieper das St. Moritz Match Race und die UBS Alinghi Swiss Tour mit und war Präsident des Swiss Sailing Pool, einer Sponsorenvereinigung.

Er starb am 26. August 2007 an Herzversagen.

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Rolf Vrolijk

Rolf Vrolijk

Rolf Vrolijk (* 25. Dezember 1946 in Holland) ist ein in der Schweiz lebender Yachtkonstrukteur.

In Bremerhaven betreibt er mit seinem Partner Torsten Conradi das Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk & Co. Weiterhin ist Rolf Vrolijk Principle Designer im America’s Cup-Team Alinghi.

Bekannt wurde er mit seinem früheren Partner Friedrich Judel durch seine siegreichen Regattayachten beim Admiral’s Cup und vielen internationalen Regatten. Den Durchbruch schafften sie 1980 mit der Yacht Düsselboot des Hamburger Yachtwerfteigentümers Michael Schmidt.

Später konstruierte er sehr erfolgreiche Regatta-Yachten wie beispielsweise Rubin (Eigner: Hans-Otto Schümann), Outsider (Eigner: Tilmar Hansen), Pinta (Eigner: Willi Illbruck), Bribon (Eigner: König Juan Carlos de Borbon). Daneben entwirft das Büro Judel/Vrolijk auch Segel- und Motoryachten für Jedermann, die sich insbesondere durch eine sportliche Auslegung von anderen Yachten unterschieden.

Seit Beginn der Kampagne im Team Alinghi wurde Rolf Vrolijk als Dritter gleich nach Russell Coutts und Brad Butterworth von Ernesto Bertarelli engagiert.

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Enrico De Maria

Enrico De Maria (* 20. Dezember 1976) ist ein Schweizer Segler. Zusammen mit Flavio Marazzi segelt er als Vorschoter in der Starboot-Klasse.

Seinen ersten internationalen Erfolg feierte De Maria 2001, als er Weltmeister der Bootsklasse Farr 40 wurde. 2003 gehörte er dem Team Alinghi von Ernesto Bertarelli an, das den Louis Vuitton Cup und im selben Jahr den prestigeträchtigen America’s Cup gewann. Danach übernahm er die Aufgabe des Vorschoters in Flavio Marazzis Starboot. Als Zweite der Weltmeisterschaft 2004 qualifizierten sie sich für die Olympischen Sommerspiele 2004. In Athen verpassten sie als Viertplatzierte knapp eine olympische Medaille. 2006 wurden sie Siebte der Weltmeisterschaft, 2007 gewannen sie die Europameisterschafts-Goldmedaille. Bei den olympischen Segelwettbewerben 2008 in Qingdao erreichten sie den fünften Platz.

2007 gehörte De Maria wiederum dem Team Alinghi an und trug dazu bei, den America’s Cup gegen das Team New Zealand zu verteidigen. Darüber hinaus wurde er im Jahr 2004 Weltmeister in der nichtolympischen 5.5-m-Klasse.

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United Internet Team Germany

Das United Internet Team Germany in Kiel

Das United Internet Team Germany ist eine Segelmannschaft, die als erste deutsche Herausfordererkampagne an den Vorläufen und Ausscheidungsregatten für den America’s Cup teilnahm. Boot und Mannschaft werden von der United Internet AG, dessen Vorstandsvorsitzenden Ralph Dommermuth aus Privatvermögen, sowie seit September 2007 auch von Audi gesponsert.

Zum Team gehörten der zweimalige Olympiasieger und erfahrene America’s Cup-Skipper Jesper Bank sowie seine ehemaligen Vorschoter Henrik Blakskjær und Thomas Jacobsen. Zur "A-Mannschaft" gehörten die Deutschen Matti Paschen, Markus Koy, Jan Schoepe, Nicolai Jeschonnek und Michael Müller sowie im Wechsel mit Henning Sohn Kugelstoßer Oliver-Sven Buder, beide Grinder. "Ersatzmannschaft" bilden u.a. Stefan Grossmann, Christian Buck, Jochen Wolfram sowie Alexander Krause. Als Co-Skipper und Taktiker wurde der ehemalige America’s Cup Sieger David Dellenbaugh angeheuert.

Am 29. April 2005 meldete das United Internet Team Germany wenige Stunden vor Ablauf der Meldefrist zum ersten Mal in der 154-jährigen Geschichte des America’s Cup ein deutsches Boot.

Zunächst wurden die Vorregatten - die sogenannten Louis Vuitton Acts - mit dem gebraucht gekauften Boot GER 72 gesegelt, das von Mascalzone Latino unter der Segelnummer ITA 72 schon beim Louis Vuitton Cup 2003 vor Neuseeland eingesetzt wurde. Nach dem Kauf durch das United Internet Team Germany wurde das Boot modifiziert und weiterentwickelt, konnte jedoch selten gute Platzierungen erreichen.

Alle Hoffnungen konzentrierten sich auf das neue Boot, welches das Team in der Kieler Knierim-Werft bauen ließ. Es wurde am 24. April 2006 von der Frau des Bundespräsidenten Eva Luise Köhler mit dem Namen Germany I getauft und trägt die entsprechend dem Zeitpunkt der Vermessung zugewiesene Segelnummer GER 89. Erstmals in einer Regatta gesegelt wurde die Germany I beim Louis Vuitton Act 13 im Frühjahr 2007.

Das United Internet Team Germany beendete seine Teilnahme am Luis Vuitton Cup 2007 (der America’s Cup wird zwischen dem Herausforderer und dem Gewinner des LV Cups ausgetragen) mit einem vorletzten Platz der Gesamtwertung. Mit lediglich zwei Siegen bei 20 gesegelten Wettfahrten in der Hauptrunde des Louis Vuitton Cups wurde es seinen zuvor gesteckten Zielen nicht gerecht.

In der Folge trat kurz nach dem Ausscheiden Jesper Bank von seiner Position zurück.

Nach dem Ausscheiden aus dem Louis Vuitton Cup, noch bevor Alinghi den America’s Cup erfolgreich verteidigt und damit die Fortführung der Veranstaltung in Europa gesichert hatte, vergab das Team bereits den Auftrag für den Bau eines neuen Cuppers. Das Schiff hatte bereits die Segelnummer GER 101 erhalten und sollte als Trainingsboot und Technologieträger für eine neue Kampagne um den nächsten Cup dienen. Mit dem Kauf der SUI 91 von Alinghi, neben SUI 100 einem der schnellsten Schiffe des vergangenen Cups, wurde der Bau von GER 101 jedoch im September 2007 aufgegeben. Durch die neuen Regeln wird ein neuer Bootstyp eingeführt, die alten Boote werden nur noch zu den Vorregatten eingesetzt. Ein Neubau nach altem Reglement lohnte den Aufwand und das damit verbundene Risiko offensichtlich nicht mehr.

Ebenfalls frühzeitig wurde der Deutsch-Pole Karol Jablonski als neuer Skipper und Steuermann verpflichtet. Dieser hatte sich als Steuermann beim spanischen Team Desafío Español mit dem Einzug ins Halbfinale des Louis Vuitton Cups einen Namen gemacht.

Am 5. August 2007 hat Syndikatschef Michael Scheeren die offizielle Herausforderung um den 33. America’s Cup abgegeben, die vom ACM als fünfte Meldung eines Teams am 31. August angenommen wurde.

Am 19. September 2007 gab es schließlich weitreichende Weichenstellungen für die Teilnahme am nächsten Cup 2009 in Valencia zu verkünden : Neuer sportlicher Leiter (Teamchef) der Kampagne wird Jochen Schümann, der erfolgreichste und bekannteste deutsche Segler, der zuvor mit Alinghi den Cup gewonnen und verteidigt hatte. Als zweiter Hauptsponsor neben United Internet konnte Audi gewonnen werden. Außerdem zeichnet künftig der Technologiepartner Porsche Consulting für den Bau der neuen Yachten verantwortlich.

Der Kauf von SUI 91 (künftig also GER 91) und der Baustopp für GER 101 wurden ebenfalls auf dieser Pressekonferenz bekanntgegeben.

Außerdem wurde bekannt, das der Brite Jason Ker, vormals Yacht-Designer für das südafrikanische Team Shosholoza, dem Designteam der deutschen Kampagne beigetreten ist.

Das United Internet Team Germany wurde angesichts der bis in den Frühjahr 2008 bestehenden Unsicherheiten im laufenden 33. Cup-Zyklus mit Entscheidung vom 10. März 2008 - einvernehmlich durch die drei Hauptsponsoren (United Internet, Audi AG und Porsche Consulting) - zum 31. März 2008 aufgelöst.

Die Gründe: Im Ringen um die Macht im America’s Cup zwischen Cup-Verteidiger Alinghi und dem US-Segelrennstall BMW Oracle Racing wird anhaltend im Frühjahr 2008 auf die Entscheidung des Obersten New Yorker Landesgerichts gewartet. Für zusätzliche Komplikationen sorgte eine im gleichen Zeitraum von Team New Zealand gegen Alinghi eingereichte Schadenersatzklage in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Deutsche Challenge AG soll als Projektorganisation zunächst bestehen bleiben. Ein Kernteam um den bisherigen Sportchef Jochen Schümann bemüht sich um Alternativ-Projekte für die bevorstehende Segelsaison 2008. Die Überlegungen und Anstrengungen gehen in Richtung Grand-Prix-Serie auf den bisherigen America’s Cup-Yachten in mehreren europäischen Hafenstädten. Einen ähnlichen Segelevent gab es vor Kiel, namentlich als German Sailing Grand Prix im Jahre 2006 ausgetragen. Interesse soll es seitens von vier europäischen Veranstaltern, darunter wieder Kiel, Triest und Valencia gegeben.

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Source : Wikipedia