Algarve

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Geschrieben von goldorak 12/04/2009 @ 15:10

Tags : algarve, portugal, europa, ausland

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Algarve

Lagekarte Algarve

Die Algarve ist die südlichste Region Portugals. Die Algarve hat eine Fläche von 4.960 km² und rund 400.000 Einwohner. Verwaltungstechnisch bildet die Algarve eine von sieben Regionen Portugals (Região do Algarve). Sie ist außerdem deckungsgleich mit der statistischen Subregion Algarve, der Metropolregion Algarve (Grande Área Metropolitana do Algarve) und dem Distrikt Faro, einem von 18 Distrikten des Landes (Distrito de Faro). Größte Stadt und Verwaltungssitz der Region ist Faro. Vor allem die Südküste der Algarve ist touristisch stark erschlossen.

Auf Deutsch heißt es in der Regel „die Algarve“, im Portugiesischen dagegen ist o Algarve männlich. Wie bei vielen Toponymen auf der Iberischen Halbinsel zeugt auch bei der Algarve der Anlaut auf Al- vom arabischen Ursprung des Namens: الغرب al-gharb bedeutet auf Arabisch „der Westen“.

Die Algarve ist die südwestlichste Region Europas. Am Cabo de São Vicente bei Sagres liegt der südwestlichste Punkt des Kontinents. Begrenzt wird die Algarve im Norden von der Region Alentejo, im Westen und Süden vom Atlantik und im Osten bildet der Rio Guadiana die Grenze zu Spanien. Die Küstenlinie der Algarve erstreckt sich über 155 km von Ost nach West, und nochmals 52 km nach Norden.

Naturräumlich wird die Algarve von Nord nach Süd in drei Bereiche unterteilt: Serra, Barrocal und Litoral. Die Serra ist ein aus Sandstein und Tonschiefer bestehendes und sich auf einer Höhe von ca. 300-500 m hinziehendes Hügelland. Im Nordwesten ragt die Serra de Monchique empor mit dem höchsten Punkt Pico da Foia (902 m). Obwohl die Serra etwa die Hälfte des Gebietes der Algarve ausmacht, ist sie nur dünn besiedelt und mit Ausnahme von Monchique und Umgebung von Touristen kaum besucht. Die Vorgebirgslandschaft des Barrocal schließt sich nach Süden hin an und umfasst etwa ein Viertel der Region. Auf dem bis zu 400 m hohen aus Kalksandstein bestehenden Hügelland wird hauptsächlich Landwirtschaft betrieben. Der dicht besiedelte Küstenstreifen Litoral bildet das touristische Zentrum der Algarve. Dieser lässt sich wiederum in den Sotavento (wörtl. „Lee, windabgewandt“) im östlichen Teil zwischen spanischer Grenze und Faro, den Barlavento („Luv, dem Wind zugewandt“) zwischen Faro und dem Cabo de São Vicente und die Costa Vicentina an der Westküste der Algarve und darüber hinaus des Alentejo gliedern. Der Sotavento wird auch als „Sandalgarve“ bezeichnet, denn das Gebiet ist von langen Sandstränden und Lagunenlandschaften geprägt. Im Osten schließt sich die weite Bucht des Golfes von Cádiz an. Dagegen nennt man den Barlavento „Felsalgarve“, handelt es sich doch um eine zerfurchte 20–50 m hohe Steilküste mit malerischen Formationen aus gelben und rötlich braunen Kalk- und Sandsteinfelsen und kleinen Buchten.

Die Anwesenheit des Menschen ist in Portugal seit dem Homo erectus belegt. Vom Neandertaler sind die Spuren durch einen Lagerplatz bei Vilas Ruivas im Distrikt Castelo Branco bereits deutlicher. Muschelschalenhaufen, von Archäologen Køkkenmøddinger genannt, entstanden vom Mesolithikum bis zum frühen Neolithikum durch den Verzehr von Muscheln an immer derselben Stelle. Aus diesen Muschelhaufen sind auch Bestattungen bekannt. Ab etwa 5000 v. Chr. ist der Ackerbau belegt (Cardial- oder Impressokultur). Später entstanden die zahlreichen Megalithanlagen (Alcalar). Etwa 1000 v. Chr. dringen die Kelten hier ein und vermischen sich mit den Einheimischen zu Keltiberern oder Lusitaniern. Etwa zeitgleich errichteten die Phönizier erste Häfen entlang der Küste der Algarve. Die Karthager gründeten ca. 550 v. Chr. Portimão (lat. Portus Hannibalis). Im zweiten Jahrhundert v. Chr. entstanden im Zuge der römischen Besiedelung der Iberischen Halbinsel zahlreiche Villen, deren Ruinen (Abicada, Boca do Rio, Milreu-Estói, Villamoura) - vornehmlich in der Gegend von Faro und Lagos - besichtigt werden können.

Nach Eroberung durch die Goten im fünften Jahrhundert wurde die Algarve ab 711 von den Mauren eingenommen. Der arabische Name al-gharb (der Westen) erklärt sich aus der geographischen Sicht Andalusiens. Die islamische Herrschaft wurde durch die Rückeroberung durch die Christen (Reconquista) im 13. Jahrhundert beendet.

Von 1595 bis 1808 war die Algarve ein halb-autonomes Gebiet mit eigener Steuerhoheit im portugiesischen Staatsverband. Die portugiesischen Könige führten in dieser Zeit den Titel eines Königs von Portugal und Algarve.

Als 1807 Napoleon in den Norden Portugals einmarschierte, wurde die Algarve von spanischen Truppen besetzt. Diese Besetzung endete durch die Rebellion von Olhão im Jahre 1808.

Die Vegetation entspricht heute nicht mehr den ursprünglichen natürlichen Verhältnissen, denn Portugal war mit Ausnahme der Dünen und Marschen an der Küste mit Wald bedeckt. Die Rodung begann teils schon in der Megalithkultur und erreichte ihren Höhepunkt um 1550, als die Spanier immer mehr Holz für Schiffe und Industrie benötigten.

Heute gibt es größtenteils nur noch Macchie. Ende der siebziger Jahre begann eine große Aufforstungskampagne, in der vor allem Nadel- und Eukalyptussetzlinge gepflanzt wurden. Unter anderem wachsen dort noch winterharte Eichenarten und Korkeichen. Im südlichen Küstenbereich findet man auch Johannisbrot-, Feigen-, Mandel-, Lorbeer-, und Granatbäume. Sie wurden durch die Römer eingeführt, die ebenfalls den für den Mittelmeerraum typischen Ölbaum verbreiteten. Die aus Südamerika stammenden Palisanderholzbäume (Jacaranda mimosifolia) findet man häufig als städtische Straßenbäume, die im Frühjahr durch ihre blau-violette Blüte auffallen.

Die Region Algarve ist zudem auch ein Anbaugebiet von Korkeichen.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 78.7 (EU-25:100) (2003).

Während auf den 4.960 km² nur 395.208 (2001) dauerhafte Einwohner leben, kann diese Zahl in den Sommermonaten auf mehr als das Dreifache ansteigen, wenn die Sommerquartiere gefüllt sind.

Berühmt ist die Algarve für ihre zahlreichen feinsandigen Strände und die teils bizarren und monumentalen Felsformationen im westlichen Teil der Küste. Wegen der vielen Golfplätze, von denen manche bis direkt an die Steilküste hin angelegt sind, ist die Region insbesondere bei Golfern beliebt.

Das südwestlichste Ende Europas am Cabo de São Vicente unweit der Stadt Sagres wurde früher als das Ende der Welt bezeichnet.

Der Tourismus in der Algarve ist die wichtigste Einnahmequelle der ganzen Region.

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Algarve Cup

Algarve-Stadion

Der Algarve Cup ist ein internationales Fußballturnier für Frauenfußballmannschaften. Das Turnier wird jedes Jahr seit 1994 an der Algarve in Portugal ausgetragen und ist neben den Olympischen Spielen und den Welt- und Europameisterschaften das bedeutendste Turnier für Frauenfußballnationalmannschaften.

An dem Turnier, das immer im Frühjahr ausgetragen wird, nehmen zwölf Nationalmannschaften teil. Die US-amerikanische Mannschaft ist mit sechs Siegen der erfolgreichste Teilnehmer. Danach folgen Norwegen mit vier, Schweden mit drei, sowie China mit zwei Siegen. Deutschland hat bisher nur einen Erfolg zu verzeichnen, nahm aber erst seit 2002 teil.

Bei der ersten Ausführung wurde in 2 Gruppen à 3 Teams gespielt, von 1995 bis 2001 wurde in 2 Gruppen à 4 Teams gespielt, die Plätze 1 bis 6 bzw. 8 wurden in den Spielen der jeweils Gleichplatzierten ermittelt. Seit 2002 gilt der derzeitige Modus.

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Universität der Algarve

Logo

Die Universität der Algarve (portugiesisch: Universidade do Algarve) ist eine staatliche Universität und Gesamthochschule in Portugal mit ca. 10.000 Studenten (2005) und Sitz in der Stadt Faro.

Die Universität der Algarve wurde Ende der 70er Jahre durch den Staat gegründet. Mitte der 80er Jahre wurde das Polytechnische Institut Faro (Instituto Politécnico de Faro) in die Universität eingegliedert, wobei dessen volle Autonomie innerhalb der Universität bis heute beibehalten wurde. Die Universität der Algarve ist insofern in zwei intern unabhängige Abteilungen gegliedert, welche Ausbildungswege im Rahmen des Polytechnikums (Fachhochschule) und der Universität anbieten. Die Hochschule gliedert sich folglich auch in zwei getrennten Standorte innerhalb von Faro.

Daneben bestehen noch weitere gemeinsame universitäre Einrichtungen auf den Campen Ciências da Saúde und Portimão. Die Universität der Algarve ist europaweit bekannt für seine Grundstudiumskurse Meeresbiologie, Fischerei und Ozeanografie. Rektor der Universität ist Prof. Dr. Adriano Lopes Gomes Pimpão.

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Lagos (Portugal)

Wappen der Stadt Lagos

Lagos ist eine Hafenstadt an der portugiesischen Algarveküste. Sie liegt etwa 30 km östlich von Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas nahe Sagres. Lagos gehört dem Distrikt Faro an und ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises (Município Lagos).

Bereits die Phönizier und Griechen siedelten an der Bucht von Lagos, weil hier Thunfisch, Sardinen und Krebse gefangen werden konnten. Die Karthager führten im 4. Jahrhundert v. Chr. den Wein- und Olivenanbau ein. Der römische Name Lacobriga ist der erste bekannte Namen der Siedlung und soll kelto-iberischen Ursprungs sein.

Kurz nach ihrer Landung in Gibraltar (711 n. Chr.) breiteten sich die Mauren schnell an der Algarve aus. 716 eroberten sie Lagos, das sie Zawaia („Brunnen“ oder „See“) nannten. Unter ihrer Herrschaft wurde die Stadtmauer im 10. Jahrhundert erneuert. 1189 eroberte Dom Sancho I. Lagos, aber 1192 kehrten die Mauren wieder zurück. Erst 1241 konnte Dom Paio Peres Correia, militärisch unterstützt von deutschen und englischen Ritterorden, die Stadt den Mauren endgültig entreißen.

Lagos' Hafen war im 15. Jahrhundert Ausgangspunkt zahlreicher Afrikaexpeditionen, die Portugal unter Heinrich dem Seefahrer (Dom Henrique o Navegador) unternahm. Am 21. August 1415 startete unter Heinrichs Führung eine Flotte von 232 Schiffen zur Eroberung von Ceuta. Die maurische Festung, Gibraltar auf der afrikanischen Seite der Meerenge gegenüberliegend, war seinerzeit Endpunkt von Saharakarawanen und von erheblicher strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Heinrich erhob Lagos zu einem bedeutenden Stützpunkt seiner Flotte und ließ hier ab etwa 1440 die Karavelle entwickeln und bauen. Dieser neue Schiffstyp nach dem Vorbild der arabischen Dhau war nicht nur seegängig und küstentauglich zugleich, sondern auch in der Lage, hoch am Wind zu segeln und gegen die vorherrschende Windrichtung zu kreuzen.

Ab 1433 stach der Seefahrer Gil Eanes mehrfach von Lagos aus in See, um schließlich erstmals über das Kap Bojador hinaus zu segeln. Das an der Nordwestküste Afrikas liegende Kap, das heute zu Westsahara gehört, galt damals als Grenze der Welt, ein Überschreiten als gefährlich oder gar unmöglich und der zurückzulegende Küstenverlauf Afrikas war überwiegend noch nicht kartographiert. Der Entdecker Gil Eanes, dessen Biographie weitgehend ungeklärt ist, wird heute in Lagos als Kind der Stadt geehrt und ein Platz im Ortszentrum, die Praça Gil Eanes, trägt seinen Namen.

Durch die Afrikafahrten portugiesischer Schiffe gelangten schwarze Sklaven aus Guinea und dem Senegal erstmals in der Neuzeit nach Europa. Lagos erhielt 1444 einen bedeutenden Sklavenmarkt, dessen Gebäude noch heute besteht. Erst 1820 wurde der Menschenhandel verboten. Die ehemalige nigerianische Hauptstadt Lagos, heute die zweitgrößte Stadt Afrikas, wurde nach der portugiesischen Kleinstadt benannt. Sie war Ausgangshafen der Sklaventransporte für den Sklavenmarkt in Lagos/Portugal.

Im Jahr 1476 geriet Christoph Kolumbus vor Lagos bei einem Piratenüberfall in Seenot und gelangte dadurch erstmals nach Portugal.

1573 bekam Lagos das Stadtrecht und 1577 wurde es Hauptstadt der Algarve. Ein Jahr später, 1578, brach Dom Sebastião I (König Sebastian I.) mit 18.000 Soldaten von Lagos aus nach Marokko auf, um dort an der für Portugal verheerenden Schlacht von Alcazarquivir teilzunehmen. Sebastião wurde getötet, sein Leichnam jedoch nie gefunden. Dieser Umstand gab Anlass zur Spekulation, der König sei noch am Leben, und die Hoffnung, er könne Portugals Schicksal wieder wenden. Ein modernes, 1973 von João Cutileiro geschaffenes Denkmal erinnert heute an das Schicksal des „ersehnten Königs Sebastião“ auf der Praça Gil Eanes.

1587 wurde die nun spanisch beherrschte Algarveküste zum Operationsgebiet einer englischen Flotte unter Francis Drake, deren Absicht es war, eine Invasion der britischen Inseln durch die spanische Armada zu verhindern. Drake erzielte hierbei zwar große Erfolge, scheiterte jedoch am Versuch, das stark befestigte Lagos einzunehmen.

Auch in späteren Zeiten wurde die Bucht von Lagos aufgrund ihrer strategisch bedeutenden Lage Austragungsort und Namensgeber von Seeschlachten: in einer ersten Schlacht von Lagos versenkte 1693 die französische Flotte unter Admiral Tourville 80 Schiffe der englisch-holländischen Flotte, die unter dem Kommando des englischen Admirals Rooke stand. In einer zweiten Schlacht von Lagos besiegte im Siebenjährigen Krieg 1759 ein britischer Flottenverband einen französischen.

Nach dem Erdbeben von 1755 verwüstete eine gewaltige Flutwelle mit elf Metern Höhe die Stadt. Anschließend wurde Lagos neu aufgebaut und die Stadtmauer aus jener Zeit umgibt noch heute weite Teile der Altstadt. Die Porta do Postigo und der Rest des Gouverneurspalastes zeugen von der Bedeutung und Wehrhaftigkeit der Hafenstadt. Allerdings zog der Gouverneur als Folge der Katastrophe ins weniger zerstörte Faro um, das Lagos als Hauptstadt des Königreiches Algarve ablöste.

Lagos gut erhaltene Altstadt bietet dem Besucher neben historischen Sehenswürdigkeiten kulturelle Einrichtungen, Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten aller Art. Zu jeder Jahreszeit prägen Touristen das Geschehen und zwischen den einheimischen Geschäften haben sich auch britische Pubs und Diskotheken oder eine deutsche Bäckerei niedergelassen.

Auf der Praça da República (Platz der Republik; auch Praça do Infante Henrique genannt) befand sich der historische Sklavenmarkt (Mercado de Escravos). Unter den Arkaden der Delegação da Alfândega (ehemaliges Gebäude der Zollverwaltung, heute Ausstellungsräume) wurden die Schwarzafrikaner angebunden und zum Verkauf angeboten. Auf dem Platz steht seit 1960 ein Denkmal für Heinrich den Seefahrer (Infante D. Henrique), das anlässlich seines 500. Todestages aufgestellt wurde.

Hinter der schlichten Fassade der Kirche Igreja do Santo António verbirgt sich ein üppig ausgestatteter, barocker Innenraum. Er beherbergt eine Trompe-l’œil-Decke, einen vergoldeten Barockaltar, vergoldete Holzstatuen, Schnitzwerk im Chor sowie Azulejos an den Wänden. Direkt angrenzend stellt das Museu Municipal sakrale Kunst, Münzen, Mosaik-Fragmente und archäologische Funde der Algarve aus.

Durch das Stadttor Porta de São Gonçalo beim ehemaligen Castelo dos Governadores (Gouverneurspalast) erreicht man über eine Holzbrücke das Fort Ponta da Bandeira, das seit dem 17. Jahrhundert den Hafen verteidigte. Von dort begleitet die Avenida dos Descobrimentos (Allee der Entdeckungen) das Flüsschen Bensafrim, das Fischkuttern und Yachten als Zufahrt zum Hafen dient. Viele, zum Teil steile Gassen des historischen Stadtkerns führen zu der palmengeschmückten Promenade hinunter. In der Nähe der Fußgängerbrücke, die hier über den Bensafrim zu den Hafenanlagen führt, befindet sich die sehenswert restaurierte Fischhalle von 1924. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses kann der Nachbau einer historischen Karavelle besichtigt und zu Ausflugstörns genutzt werden kann.

Von der 1995 neu errichteten Marina aus führt eine Anliegerstraße zum 4 km langen Meia Praia, dem Haupt- und Sandstrand von Lagos. Weitere, kleinere Strände zwischen Felsklippen (z. B. Praia Dona Ana, Praia do Estudantes) befinden sich am Südrand der Stadt, deren Abschluss die Ponta da Piedade bildet, eine von bizarren Buchten durchzogene Felsspitze, die einen spektakulären Blick über die Bucht von Lagos erlaubt.

Der Bahnhof der Stadt befindet sich hinter dem Hafengelände und verbindet Lagos über die Linha do Algarve mit Faro. Der Busbahnhof, Ausgangspunkt für Stadt- und Regionallinien, liegt zentral an der Avenida dos Descobrimentos. Einen Posto de Turismo findet man in der Rua Vasco da Gama, am Largo Marquês de Pombal ist die städtische Tourist Information.

Lagos ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises (Município Lagos). Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Monchique, Portimão, Vila do Bispo sowie Aljezur.

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Source : Wikipedia