Alfons Schuhbeck

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Geschrieben von goldorak 10/04/2009 @ 15:10

Tags : alfons schuhbeck, gastronomie, freizeit

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Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbeck (* 2. Mai 1949 als Alfons Karg in Traunstein) ist ein deutscher Koch, Sachbuchautor, Gastwirt, Fernsehkoch und Unternehmer.

Aufgewachsen im oberbayerischen Chiemgau begann er zunächst eine Ausbildung als Fernmeldetechniker. Als er mit seiner Band im bayerischen Ferienort Waging am See unweit von Salzburg Station machte, stieß er auf den Gastwirt Sebastian Schuhbeck, der ihn davon überzeugte, eine Ausbildung zum Koch und Restaurant- und Hotelfachmann zu machen. Schuhbeck adoptierte Alfons, beschäftigte ihn in seinem Lokal und setzte ihn als Erben ein. Nach dem Besuch der Hotelfachschule Bad Reichenhall arbeitete er in Salzburg, Genf, Paris, London und München (u. a. bei Feinkost Käfer, Dallmayr und im Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann).

Im Jahre 1980 übernahm Alfons Schuhbeck schließlich das Kurhausstüberl in Waging. Bald schon wurde Alfons zur treibenden Kraft im Schuhbeck’schen Betrieb und überzeugte die Gäste mit seiner Kochkunst. Das „Kurhausstüberl“ wurde schon bald zum Geheimtip für die Münchner und Salzburger Prominenz und avancierte so vom Dorfgasthaus zum Spitzenrestaurant. Schon damals erwarb er sich einen Ruf als „Prominentenkoch“, bei dem Politiker, Fernsehstars und Führungskräfte ein- und ausgingen.

Schuhbeck sammelte während der 1990er Jahre Gelder (angeblich mehr als 60 Millionen DM) für Kapitalanlagen ein. In Zusammenhang mit dubiosen Anlagepraktiken geriet er unter Betrugsverdacht, wurde jedoch in einem Gerichtsverfahren weitestgehend rehabilitiert.

Seit 1990 betreibt er einen Partyservice, mit dem er viele hochklassige Veranstaltungen wie das Bundeskanzler-Fest, den Ball des Sports oder die Echo-Preisverleihung belieferte. 2003 eröffnete er ein neues Restaurant namens Südtiroler Stuben am Platzl in München.

Schuhbeck gründete Ende der 1990er Jahre das gastronomische Unternehmen Schuhbecks am Platzl GmbH. Dazu gehört das Restaurant Schuhbeck's, ein Weinbistro, ein Partyservice, eine Kochschule, ein Gewürzladen, ein Schokoladenladen und eine Eisdiele. Bis auf den Partyservice in Riem befinden sich alle Einrichtungen in der Münchener Innenstadt am Platzl. Ein weiteres Unternehmen ist die Schuhbeck´s Check Inn GmbH (gegründet 2001) mit dem Restaurant Schuhbeck´s Check Inn und Schuhbeck´s Bar am Flugplatz Egelsbach bei Frankfurt am Main.

Ende 2006 eröffnete er mit Galeria Kaufhof am Marienplatz einen sogenannten „Schuhbecks Schmankerl Shop“ in der Kaufinger Tor Passage in München. Diese Einrichtung bietet Schuhbecks Gewürze, Eissorten, Weine, Senfsorten, Geschenkkörbe und weiteres an.

Zusammen mit dem Team der Eisenbahn- und Sonderwagen-Betriebsgesellschaft realisierte er 2007 das Projekt „Schuhbecks Blue Star Train“. Ein ehemaliger Zug des Trans-Europ-Express, wurde dabei zu einem 204 m langen Restaurant umgebaut. Maximal 155 Gäste können so bewirtet werden. Der nicht fahrfähige Zug steht derzeit am Bahnhof Holzkirchen.

Schuhbeck ist außerdem langjähriger Koch der Fußballmannschaft des FC Bayern München bei Auswärtsspielen in der UEFA-Champions-League und im UEFA-Cup.

1983 erhielt er einen Stern im Guide Michelin, vom Restaurantführer Gault-Millau wurde er mit 17 Punkten und 3 Hauben ausgezeichnet und 1989 zum Koch des Jahres gewählt. Im Dezember 2003 erhielt er abermals einen Stern, im November 2005 wurde ihm der Five Star Diamond Award durch William Hetzler, Board Member of the American Academy of Hospitality Sciences, verliehen.

Neben mittlerweile über 20 veröffentlichten Büchern erreichte er vor allem durch zahlreiche Kochsendungen im Fernsehen große Popularität. Neben seiner regelmäßigen BR-Kochsendung Schuhbecks (seit 1993, früher Genießen erlaubt) ist er Stammgast in vielen Talk- und Fernsehshows.

Alfons Schuhbeck gehört zu den Fernsehköchen, die regelmäßig bei Markus Lanz' Kochsendung Lanz kocht zu Gast sind.

Seit Oktober 2008 präsentiert er zum fünften Mal in Folge zusammen mit dem Urvater der Dinnershows Clemens Zipse ein 4 Gang Menü im „Schuhbecks Teatro“ München.

Schuhbeck ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Heinz Otto Wehmann

Portrait von Heinz O. Wehmann

Heinz Otto Wehmann (* 13. März 1955 in Versmold / Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Sternekoch und Kochbuchautor.

Heinz Wehmann ist 1955 in Versmold (Nordrhein-Westfalen) geboren. Schon von klein auf kam er mit seinem späteren Beruf Koch in Kontakt, da er als Sohn einer Gastwirtsfamilie aufwuchs, in der die Mutter selber Köchin war. Heinz Wehmann ist verheiratet, lebt in Hamburg und hat 2 Kinder.

Zur Zeit kocht Heinz Wehmann in der Kochsendung „Das!kocht“ um 14:00 Uhr beim NDR.

Gleichzeitig mit dem 30-jährigen Jubiläum des Landhauses Scherrer feiert Heinz Wehmann sein 26-jähriges Bestehen in der Spitzengastronomie.

Seit Jahren ist Heinz Wehmann auf dem Schleswig-Holstein-Gourmetfestival vertreten.

Auch beim Köche-Oskar oder beim Großen Gourmet Preis Hamburg/Schleswig Holstein ist Heinz Wehmann regelmäßig unter den Top 5 vertreten.

Auf vielen Events kocht Heinz Wehmann unter anderem mit Jörg Müller, Heinz Winkler, Eckart Witzigmann, Alfons Schuhbeck und Harald Wohlfahrt.

Hier findet man eine kleine Auswahl von Heinz Wehmanns Kreationen, die im Laufe der Jahre an der Spitze der deutschen Gastronomie entstanden sind.

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Brezel

Brezel

Brezel (Althochdeutsch Brezitella), Bretzel, Brezl, auch Breze, in Bayern/Österreich Brezn, im Schwäbischen auch Bretzet oder Bretzga, im Badisch-Alemannischen oft Bretschl genannt, ist ein vor allem in Süddeutschland verbreitetes Laugengebäck.

Idealerweise hat der in sich symmetrisch verschlungene Teigstrang der Laugenbrezel außen eine knusprig-ledrige Salzkruste und innen einen weichen Hefeteigkörper, ist am sanft geschwollenen Bauch etwas aufgesprungen und saftig, in den dünnen Teigarmen kross, aber nicht trocken. Die übliche Größe beträgt etwa 15 cm im Durchmesser des Gebäckteiles, bei einem Durchmesser des Teigstranges von knapp einem bis vier Zentimeter.

Die Brezel ist seit Beginn des 14. Jahrhunderts bis heute das Zunftzeichen der Bäcker.

Die Brezel ist das häufigste Gebildbrot und wie auch andere Gebildbrote mit zahlreichen Sagen und Mythen behaftet. Meist geht es dabei um die Entstehung der Brezelform. Im Mittelalter war die Herstellung von Brezeln zeitlich reglementiert oder nur einem bestimmten Personenkreis vorbehalten.

Eine umgangssprachliche Bedeutung aus dem bayrischen Sprachraum ist: Jemandem eine Brezn geben für jemanden verbal oder körperlich attackieren.

Eine Brezel besteht traditionell aus Weizenmehl, Malz, Salz, Backhefe und Wasser. In manchen Regionen wird auch Fett, meist Schweineschmalz, zugegeben. Varianten sind aus Vollkorn-, Dinkel- oder Mischmehlen erhältlich. Zum Bestreuen des gelaugten Teigkörpers vor dem Backen verwendet der Bäcker grobes Salz oder auch Sesamsaat.

Seltener taucht der Bäcker den Teigrohling in kochende Natronlösung (E 500) (100 g Natron NaHCO3 auf 1 Liter Wasser), zuweilen auch in kochende Sodalösung.

Die Teigführung von Brezelteigen ist, aufgrund der langen Aufarbeitungszeit, im Unterschied zu anderen Hefeteigen meist sehr fest und kühl. Die sogenannte Teigausbeute liegt hierbei bei etwa 140.

Bäcker verwenden zum Schlingen von Brezeln eine spezielle Wurftechnik.

Dieser Vorgang dauert in der Praxis etwa eine Sekunde und bedarf längerer Übung. Es dauert oft Jahre, um eine „perfekte Brezel“ schlingen zu können.

In großen Betrieben werden auch spezielle Brezelschlingmaschinen verwendet.

Vor allem an der Form lassen sich lokale Unterschiede erkennen. Während bei bayrischen, österreichischen oder auch badischen Brezeln der Ansatz der Ärmchen weiter oben liegt, sitzen bei den typischen schwäbischen Brezeln die Ärmchen sehr tief, wobei der obere Bogen, auch Bauch genannt, sehr viel weiter ist. In den meisten schwäbischen und badischen Regionen wird dieser Bauch auch mit einem Schnitt versehen, der beim Backen zu einem klar gezeichneten Ausbund führen soll.

Die verschlungene Form entstand vermutlich aus antiken Kranzbroten. Die Brezel hatte in katholischen Klöstern eine große Bedeutung als Fastenspeise.

Zur Herkunft der Form sowie des Namens gibt es zahlreiche Theorien und Anekdoten. Auf Grund des klösterlichen Ursprungs ist, nach gängigen Erkenntnissen, der lateinische Begriff bracellus oder braciccum (= Ärmchen) namensgebend. Die Form soll angeblich ein Kind mit verschlungenen Armen symbolisieren. Andere Quellen besagen, es stelle einen Mönch beim Gebet dar.

Völlig gesicherte Quellen des Ursprungs gibt es allerdings kaum. Erste bekannte Erwähnung findet die Brezel beim Konzil von Leptinä im Jahre 743 n. Chr.

Einer Sage nach wurde die Brezel von einem Bäcker aus Bad Urach erfunden, der durch einen Frevel bei seinem Landesherrn sein Leben verwirkt hatte. Da der Bäcker jedoch vorher gute Dienste geleistet hatte, sollte ihm noch eine Chance gegeben werden. „Back einen Kuchen lieber Freund, durch den die Sonne dreimal scheint, dann wirst du nicht gehenkt, dein Leben sei dir frei geschenkt.“ Der Bäcker ging ans Werk und erfand dabei die Brezel.

Einer weiteren Sage nach wurde die Laugenbrezel (nicht deren Form) von einem Bäcker erfunden, dem ein Blech ungelaugter „Brezen“ in Natronlauge, welche zum Waschen und Desinfizieren der Gerätschaften diente, gefallen ist. Nachdem der Bäcker diese Brezen trotzdem gebacken hatte, hatten sie ihre bekannte braune Farbe und den heute bekannten Geschmack. Vorstellbar ist diese Theorie, da in manchen Teilen Bayerns, vor allem in Niederbayern auch heute noch ungelaugte, also weiße Brezen gebacken werden, die mit Salz und Kümmel bestreut werden. Sie ähneln den unten aufgeführten Fastenbrezeln, wobei diese jedoch ganzjährig gebacken werden. Im südlichen Oberbayern werden diese Brezeln auf die Palmbuschen gehängt.

Unklar ist auch die Orientierung: in vielen Abbildungen - z.B. im Bäckerzunftfenster im Freiburger Münster - liegt der verdickte Bauch oben, manchmal wird die Brezel aber auch mit den beiden dünnen Armen nach oben abgebildet.

Die Butterbrezel, eine aufgeschnittene und mit Butter bestrichene Brezel, ist vor allem im süddeutschen Raum als Imbiss beliebt.

Besonders zur Wiesnzeit, wenn in München das Oktoberfest gefeiert wird, begegnen einem auch wesentlich größere Wiesnbrezn. Diese Brezel ist im Stil der Münchner Brezn, die im Vergleich zu ihren schwäbisch-alemannischen Nachbarn eine etwas hellere Kruste (hellgelb bis gebräunt statt rotbraun oder dunkelbraun) und eine schon eher in Richtung frischem Weißbrot oder Semmeln gehende Konsistenz aufweisen. Sie eignen sich damit beispielsweise gut zum Auftunken von Bratensaft. Die für das Allgäu typische Bretzga weist dagegen ein lange feucht bleibendes Inneres auf, das am ehesten mit dem einer ähnlich hergestellten Laugensemmel vergleichbar ist.

Die Anisbreze ist ein typisch oberfränkisches Gebäck. Eine Weidenberger Besonderheit sind die Brezenwochen. Der Name kommt daher, dass während der Brezenwochen, in der Faschingszeit, Anisbrezen auf jeden Tisch stehen, bzw. gereicht werden. In diesen Wochen haben die verschiedenen Wirtshäuser wochenweise nacheinander ‚Brezen‘. Damit verbunden sind besondere Gerichte, wie Krenfleisch und verschieden Braten. Es wird eine aufwändigere Küche als sonst betrieben.

Das größte Volksfest am Oberrhein ist das Speyerer Brezelfest im Juli, aber auch auf der Hauptstraße werden wie in Mannheim und Heidelberg Brezeln verkauft.

Eine weitere beliebte Variante ist die Partybrezel. Es handelt sich hier meist um eine große Brezel (Durchmesser von bis zu 50 cm oder mehr), die wie ein belegtes Brötchen befüllt wird. Bei der Bestellung kann man meist die Anzahl der Personen angeben, für die die Brezel bestimmt ist. Dementsprechend wird dann die Größe angepasst. Die größten Brezeln sind für rund 30 Personen bestimmt.

Die Palmbrezel aus süßem Hefeteig wird in Teilen Schwabens am Palmsonntag gebacken.

Beim Konditor findet man auch süße Brezeln, z. B. die oft auch noch gewendelte Blätterteig-Nussbrezel oder die Russenbrezel. Im Großraum Stuttgart und weiten Teilen Württembergs sind diese süßen Brezeln – benannt nach der württembergischen Königin Olga – auch als Olgabrezeln bekannt. Auch Brezeln als Dauergebäck sind beliebt, als Knabbersnack in Größen von wenigen cm bis knapp einem halben Meter.

Im Rheinland sind süße Brezeln, deren beiden Kreise mit Vanillepudding gefüllt sind, eine weitere beliebte Variante. Sie heißen „Puddingbrezel“ oder „Puddingteilchen“ – umgangssprachlich auch „Eiterbrille“.

In der Form kleiner Brezeln wird auch Weihnachtsgebäck aus Mürbeteig gefertigt.

Die in Baden und Schwaben bekannten Neujahrsbrezeln sind ungelaugt. Sie werden meist aus einem Milchteig oder süßen Hefeteig hergestellt und sollen Glück und Wohlergehen verheißen. Sie haben einen Durchmesser von 30 cm bis über einem Meter. Sie wiegen bis zu 2,5 kg und sind meist mit Verzierungen wie etwa einem Zopfmuster und Jahreszahlen, versehen. Dabei gibt es regional den Brauch, dass die Kinder ihre Neujahrsbrezel (zusammen mit einem Spargroschen) bei ihren Paten abholen. Ähnliche Neujahrsbrezel kennt man auch im zentralen Rheinland. Sie ersetzen ein Frühstücksbrot und werden gern der Familiengröße entsprechend beim Bäcker vorbestellt. Sie messen etwa 40 Zentimeter bis einen Meter in der Breite und sind aus einem geflochtenen weichen Weckteig geformt, meist mit etwas Zuckerguß oder grobem Zucker oder Mandelscheiben besteut, manchmal mit Marzipan gefüllt.

In der Kurpfalz und den angrenzenden Gebieten wird im Frühjahr ein Sommertagszug veranstaltet, bei dem die Kinder mit einem geschmückten Stecken durch die Straßen ziehen, auf dessen Spitze eine ungelaugte Brezel aus süßem Hefeteig gesteckt wird, die sogenannte Sommertagsbrezel.

In Biberach an der Riß sind in der Fastenzeit die weißen Fastenbrezeln sehr beliebt. Sie werden vor dem Backen kurz in heißem Wasser gekocht und erst nach dem Backen gesalzen.

Schloss Burg an der Wupper bei Solingen ist für die Burger Brezel bekannt, deren Konsistenz und Geschmack an Zwieback erinnern. Um die Zutaten dieses absolut „staubtrockenen“ Gebäcks, das eigentlich nur mit reichlich Flüssigkeit verzehrt werden kann, machen die örtlichen Bäcker ein Geheimnis. So heißt es im Volksmund, die Burger Brezel seien aus „Wupperwasser und Lehm“. Es gibt sie auch in großer Form; diese Brezel haben ein Bändchen, so dass man sie an den Hals hängen kann. In Unterburg steht ein Denkmal für die Brezelbäcker, die früher ihre Waren in Kiepenkörben ausgeliefert haben.

Von Starkoch Alfons Schuhbeck wurde der Breznknödel „hoffähig“ gemacht, der wie ein Semmelknödel hergestellt wird, nur dass man dazu altbackene Brezen verwendet.

In den USA sind Pretzels vor allem als knuspriger Snack (ähnlich den Salzstangen) aus der Tüte bekannt (Dauerbackware). Die beiden Marktführer sind Rold Gold und Snyder’s of Hanover. In Philadelphia werden sie dagegen weich und frisch gebacken und mit Senf serviert.

In Bayern wird die Bezeichnung Brezn vielerorts synonym für gelaugtes Gebäck gebraucht, also Brezn-Stangerl, Brezn-Semmerl, Brezn-Zopf für gelaugtes Kleingebäck in der jeweiligen Form.

Im süddeutschen Raum wird die Brezel, auf Grund ihrer markanten Form, gerne als Sinnbild im Firmenlogo von Bäckereien verwendet. Wegen ihres hohen Symbolwertes und ihrer Beliebtheit wird der Name der Brezel auch gerne zur Benennung verschiedenster Dinge verwendet. So gibt es wohl nicht nur in München (Brezn) und Neustadt an der Weinstraße (Brezel) gleichnamige Gasthäuser. Für eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Unicef wurden 2004 in München Peace-Brezn in Form des Peace-Zeichens gebacken und verkauft. Auch zur Namensgebung für eine aufblasbare Regenwald-Forschungsstation, die in Form eines verschlungenen Wurms mit Netz als Plattform auf die Baumkronen gelegt wird, diente wegen der ähnlichen Form die Brezel als Namenspatin: Die Station heißt SolVin-Bretzel. Das Bremer Zentrum für Literaturdokumentation in der Germanistik des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Bremen nennt sich abgekürzt ebenfalls BreZeL. Es gibt auch eine Band „Die Brezn“. Für VW Käfer der ersten Bauserien hat sich wegen des senkrecht geteilten Heckfensters der Begriff „Brezelkäfer“ eingebürgert.

In Altbayern und Österreich ist eine Brezn, die man reißt, ein zumindest mittelschwerer Sturz oder Unfall, bei dem es einen zerbrezelt. Dieses Verb bedeutet daher „stürzen, verunfallen, zerstört werden“ (ea hod á Brezn grißn; aufpassn, sonst dabrezlt's di!). Das Verb sich aufbrezeln steht für „gut anziehen, schminken“. Oder man kann auch „eine Brezel haben“ bzw. in Schwaben „A Brezg em Gsicht“ („Eine Brezel im Gesicht haben“), das heißt dann so viel wie betrunken oder angeheitert sein.

Im Bayerischen bezeichnet der Ausdruck Breznsoizer (Brezensalzer) eine Person, die untergeordnete Tätigkeiten ausübt. Der Begriff stammt vermutlich aus der Umgangssprache der Bäcker, die das Salzen der Brezen gerne den Lehrlingen überließen. Zumeist wird der Begriff in der Redewendung „I' bin doch ned Eahna Breznsoizer!“ gebraucht, mit der man jemandem klarmachen möchte, dass man sich nicht von ihm herumkommandieren lässt. Gelegentlich wird der Begriff auch als bloßes Schimpfwort benutzt.

Auch im Brauchtum Norddeutschlands spielt die Brezel eine Rolle. So werden Kinder bei der Kringelhöge, dem Fest der Stecknitzfahrer in der Hansestadt Lübeck, seit dem Mittelalter mit Brezeln beschenkt. Erst seit 1948 besteht in Osnabrück (Niedersachsen) der Brauch, Kinder beim Steckenpferdreiten zur Erinnerung an den Westfälischen Frieden von 1648 mit süßen Brezeln zu beschenken.

Als deutscher Kulturimport ist die Brezel (als Pretzel) auch in den Vereinigten Staaten beliebt, allerdings wird sie dort – dem amerikanischen Geschmack entsprechend – üblicherweise als Weichgebäck und mit deutlich höherem Zuckeranteil als in Deutschland hergestellt. Eine Fastfood-Kette, die sich ganz auf die Herstellung von Brezeln spezialisiert hat und die in den USA Hunderte von Niederlassungen betreibt, ist das 1988 in Lancaster gegründete Unternehmen Auntie Anne's.

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Die Küchenschlacht

Alexander Herrmann und Alfons Schuhbeck nach der Aufzeichnung einer Sendung im Juli 2008

Die Küchenschlacht ist eine etwa 45 Minuten lange Kochshow, die seit dem 14. Januar 2008 von Montag bis Freitag im ZDF ausgestrahlt wird.

In jeder Woche kochen sechs Hobbyköche von Montag bis zum Finale am Freitag gegeneinander. Dabei bekommen sie jede Woche von einem anderen prominenten Kochprofi Unterstützung. Am Ende jeder Sendung entscheidet ein Experte, wer ausscheidet und wer weiterkommt. Derjenige, der das Finale am Freitag gewinnt, darf am gleichen Tag bei der ZDF-Sendung Lanz kocht mitkochen.

Die Kochprofis Horst Lichter, Johann Lafer, Steffen Henssler und Alfons Schuhbeck unterstützten die Kandidaten für je eine Woche. Die zu Beginn eingeplante Sarah Wiener wurde nach nur einer Moderationswoche durch Kolja Kleeberg, Alexander Herrmann und Lea Linster (erstmals ab 26.01.09 im ZDF) ersetzt.

In der Jury sitzen zusätzlich zu den Moderatoren auch Ralf Zacherl, Cornelia Poletto, Mario Kotaska, Frank Rosin, Andreas C. Studer, Stefan Marquard, Kim Sohyi und Martin Baudrexel.

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Alexander Herrmann

Alexander Herrmann während der Aufzeichnung der ZDF-Sendung Die Küchenschlacht im Juli 2008

Alexander Herrmann (* 7. Juni 1971 in Kulmbach) ist ein deutscher Koch, Moderator und Kochbuchautor.

Alexander Herrmann wuchs in einer Hotelierfamilie auf und verlor im Alter von neun Jahren bei einem Autounfall seine Eltern. Die Leitung des familieneigenen Hotels übernahmen daraufhin 1981 sein Onkel und seine Tante.

Herrmann besuchte die Hotelfachschule Bavaria Altötting, gefolgt von einer Kochlehre in Nürnberg und einer Lehrzeit bei Sterneköchen in Belgien und Deutschland, unter anderem bei Alfons Schuhbeck und Karl Ederer. Herrmann absolvierte die Prüfung zum Küchenmeister als Jahrgangsbester mit Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung.

1995 stieg Herrmann als Juniorchef in Herrmann's Romantik Posthotel in Wirsberg im Frankenwald ein, das seit 1869 im Besitz der Familie ist. Er wurde 1997 in den Kreis der Jeunes Restaurateurs d’Europe Sektion Deutschland aufgenommen, deren Präsident er seit Januar 2007 ist. Ende 2007 wurde Herrmann´s Restaurant im Posthotel vom Guide Michelin mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, der Gault Millau 2009 verlieh 17 von 20 Punkten.

Alexander Herrmann ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Trans-Europ-Express

Ein TEE der Baureihe 601 1986 bei München

Trans Europ Express (TEE, häufig falsch als Trans-Europa-Express bezeichnet) waren elegante, komfortable Schnellzüge, die zwischen den Staaten der ehemaligen EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) sowie der Schweiz verkehrten. Sie führten ausschließlich Wagen der ersten Klasse.

1957 wurde der Zugbetrieb aufgenommen. Da die beteiligten Staaten sich nicht auf einheitliche Züge einigen konnten, setzten die Staatsbahnen von Frankreich (SNCF) ihren (X 2700/XRT 7700 (RGP)), Italien (FS) den 442/448, Deutschland (DB) die Triebzüge VT 08.5 und VT 11.5, die Niederlande (NS) zusammen mit der Schweiz (SBB) die Gemeinschaftsentwicklung SBB RAm TEE / NS DE IV eigene moderne Dieseltriebzüge zum Start ein. Die Staatsbahnen Belgiens (NMBS/SNCB) stellten zunächst keine, die Luxemburgs (CFL) gar keine Fahrzeuge.

1961 folgte der erste Elektrotriebzug der Baureihe SBB RAe TEE II, der für die vier im Verkehrsbereich gebräuchlichen Stromsysteme geeignet war.

Um die Züge den Fahrgastzahlen besser anpassen zu können, wurden bei der SNCF ab 1963 und bei der DB ab 1965 in neuen TEE-Verbindungen schnelle moderne Elektrolokomotiven und besonders komfortable Erste-Klasse-Wagen eingesetzt. Für die Verbindungen zwischen den Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland verwendeten die SNCF, SNCB und die DB Mehrsystemlokomotiven. Hingegen wurden regelmäßig, unter anderem in Emmerich am Rhein, Basel, Chiasso und auf dem Brenner, die Lokomotiven gewechselt.

1971 wurden fast alle TEE-Züge in Deutschland in das Zwei-Stunden-Takt-System der damals erstklassigen Intercity-Züge integriert.

1971 entgleiste der TEE Bavaria in Aitrang/Allgäu. Bei dem Zugunglück starben 28 Menschen.

1979 wurden viele TEE in Deutschland durch InterCity-Züge mit zwei Wagenklassen ersetzt.

1982 wurde der Lufthansa-Airport-Express zwischen Düsseldorf-Flughafen und Frankfurt/Main eingerichtet. Er wurde bahnamtlich als TEE geführt (siehe Liste der TEE-Züge).

1987 wurden die letzten „echten“ TEE-Verbindungen eingestellt. Gleichzeitig wurde mit dem EuroCity eine neue europäische Zuggattung für Qualitätszüge mit erster und zweiter Klasse eingeführt.

1993 verkehren die ausschließlich zwischen Brüssel und Paris non-stop eingesetzten EuroCity-Züge (Einsatz von ehemaligem TEE-Inox-Material) nochmals unter der Bezeichnung „TEE“, jedoch mit erster und zweiter Klasse. Zum darauf folgendem Sommerfahrplan verschwand allerdings das Produkt „TEE“ wieder zugunsten des TGV.

1993 wurden mit dem Auslaufen der Lufthansa-Airport-Express-Züge (die betrieblich als TEE eingestuft waren) die letzten TEE-Züge eingestellt.

Bis 1999 wurden in der Schweiz die TGV-Anschlusszüge von Bern über Neuenburg nach Frasne noch durch revidierte SBB RAe TEE II-Kompositionen bedient.

2007 realisierte der Koch Alfons Schuhbeck zusammen mit dem Team der Eisenbahn- und Sonderwagen Betriebsgesellschaft das Projekt „Schuhbeck’s Blue Star Train“. Ein ehemaliger Zug des TEE wurde dabei zu einem 204 Meter langen Restaurant umgebaut. Maximal 155 Gäste können so bewirtet werden. Der nicht fahrfähige Zug steht bis August 2008 im Bahnhof von Holzkirchen.

Ab 2003 verkehrt der farblich in den Ursprungszustand zurückversetzte SBB RAe TEE II für SBB Historic im Charter- und Touristikverkehr.

Ab 2007 verkehrt unter dem Produktnamen TEE Rheingold für das Verkehrsmuseum Nürnberg eine Garnitur TEE-Wagen einschließlich eines Aussichtswagens mit zwei Lokomotiven der Baureihe 103 im Charter- und Touristikverkehr.

In Deutschland wurden die TEE-Züge ursprünglich hauptsächlich von Dieseltriebwagen der Baureihe VT 115 gefahren. Die Züge fielen durch ihre stromlinienförmigen Triebköpfe auf, deren anfänglich 1100 PS starke Dieselmotoren von Maybach eine Reisegeschwindigkeit von 140 km/h ermöglichten. Anfänglich, vor Ablieferung der Baureihe VT 11.5, waren auch Triebwagen der Baureihe VT 085 eingesetzt. In den siebziger Jahren, als die Züge länger wurden, wurden vier Triebköpfe der inzwischen in Baureihe 601 umgezeichneten VT 11.5 mit 2200 PS starken Gasturbinen von Helikoptern ausgerüstet. Diese bewährten sich aber nicht, insbesondere wegen zu hoher Treibstoffkosten.

Ab 1965 kamen Lok-Wagen-Gespanne mit elektrischen Lokomotiven der Baureihen E 03 und E 10 zum Einsatz. Zuerst wurden die bereits seit 1962 verkehrenden Garnituren des Rheingold und Rheinpfeil in die TEE-Farben umlackiert, später ähnliche Fahrzeuge für die anderen TEE-Züge weiterbeschafft. Die Züge bestanden aus klimatisierten Abteilwagen und Großraumwagen erster Klasse, einem Speisewagen und in vielen Fällen einem Aussichtswagen oder Barwagen.

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Source : Wikipedia