Aldenhoven

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Geschrieben von daneel 03/03/2009 @ 08:10

Tags : aldenhoven, nordrhein-westfalen, deutschland

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Aldenhoven

Wappen der Gemeinde Aldenhoven

Aldenhoven ist eine Gemeinde im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Vor dem 1. Januar 1972 gehörte Aldenhoven zum Kreis Jülich.

Der Ort gab der Aldenhovener Platte den Namen. Sie ist ein Teilgebiet der Jülicher Börde und wird begrenzt von den Flußtälern der Rur, der Inde und der Wurm. Fruchtbarer Lößboden liegt auf Schotter der Hauptterasse.

Im Untergrund steht Braunkohle aus dem Tertiär sowie Steinkohle an.

Aldenhoven liegt im Dreieck Aachen, Köln, Düsseldorf, direkt an der A44.

Nachbargemeinden sind, im Uhrzeigersinn und im Norden beginnend: Linnich, Jülich, Inden, Eschweiler, Alsdorf, Baesweiler.

Nach dem Inkrafttreten der kommunalen Neugliederung beschloss der Rat der Gemeinde Aldenhoven am 10. August 1972 die Weiterführung des Wappens des ehemaligen Amtes Aldenhoven als neues Gemeindewappen. Mit Urkunde des Regierungspräsidenten vom 8. Februar 1973 wurde das Wappen der neuen Gemeinde Aldenhoven genehmigt.

Das Wappen ist eine heraldische Komposition aus den Wappen der früheren selbständigen Gemeinden Aldenhoven, Siersdorf und Freialdenhoven. Es zeigt in halbiertem Feld oben in gold eine blaue Gleve aus dem früheren Wappen Aldenhovens. Schon in dem ältesten Schöffensiegel des heutigen Zentralortes stehen zwei Sterne und zwei Gleven (Lilien) als Symbol der Mutter Gottes.

Unten ist in schwarz ein silberner Lorbeerkranz aus dem Wappen der früheren Gemeinde Siersdorf zu swehen, welcher das Emblem der Kommende des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert darstellt.

Das innerhalb des Lorbeerkranzes freischwebende goldene Kreuz ist dem Schöffensiegel des Schöffengerichtes Freialdenhoven entnommen und stellt das Sinnbild der damaligen freien Gerichtsbarkeit dar.

Der Ortsteil Obermerz fiel bereits vor dem Zweiten Weltkrieg dem Bagger zum Opfer. In den 1970er Jahren wurde der Ortsteil Langweiler und in den 1980er Jahren der Ortsteil Pattern wegen des Braunkohletagebaus „Zukunft“ abgebaggert.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Aldenhoven liegen eine Reihe neolithischer Siedlungen, unter anderen die bandkeramischen Siedlungen von Langweiler 2, Langweiler 8 und Langweiler 9.

Aus römischer Zeit sind Überreste einer Wasserleitung erhalten, die aber im Bereich von Aldenhoven unterirdisch geführt wurde und daher nicht sichtbar ist.

Urkundlich nachweisbar ist der Ort Aldenhoven seit dem Jahr 922. In einer Urkunde vom 11. August 922 weist Hermann I. von Köln den Nonnen aus Gerresheim das Kölner Ursulastift zu, hierzu gehörte ein in der Urkunde beschriebenes Gelände im namentlich aufgeführten Aldenhoven.

Im Zentralort erinnert heute noch der „Alte Turm“ an die im 15. Jahrhundert errichteten Festungsanlagen. Aldenhoven ist seit 1654 Marienwallfahrtsort.

Weltgeschichtliche Bedeutung erlangten die beiden Schlachten bei Aldenhoven in den Jahren 1793 und 1794. Aldenhovens Name ist noch heute im Triumphbogen von Paris mit der Jahreszahl 1794 unter den Orten aufgeführt, an denen Napoleons Truppen siegreich blieben.

In Siersdorf, dem zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde, befindet sich die Ruine der ehemaligen Deutschordenskommende Siersdorf des Deutschen Ordens. Der um 1580 errichtete Bau des Haupthauses wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und bisher nicht wieder aufgebaut. Die benachbarte katholische Pfarrkirche St.Johannes der Täufer wurde zwar auch teilweise zerstört, jedoch wieder aufgebaut und durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Sehenswert ist das spätgotische Antwerpener Retabel, das Chorgestühl und der hölzerne Lettnerbogen.

Von 1952 bis 1992 war der Hauptarbeitgeber die Steinkohlezeche „Emil Mayrisch“ in Siersdorf, welche in ihren besten Zeiten mehr als 4000 Beschäftigte hatte. Kurz nach der Zechenstillegung wurde auch das daneben befindliche Steinkohlekraftwerk (150 MW) stillgelegt und abgebrochen. Somit war die Grube eine der letzten des Aachener Steinkohlenreviers.

Nach der Stilllegung der Zeche gibt es nun ein Gewerbe- und Industriegebiet östlich von Aldenhoven entlang der ehemaligen Bundesstraße 1. Auf dem ehemaligen Zechengelände entstand eine Autoteststrecke und ein Stück Autobahn zu Filmzwecken, wo unter anderem für die Serie Cobra11 gedreht wird. Sie ist gleichzeitig Europas größte Filmkulisse, genannt die Film + Test Location (FTL). Die FTL Germany ist ein 2,3 km langer Autobahn-Nachbau, inkl. Seitenstreifen, Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen, Parkplatz und Nothaltebuchten. Die beiden zweispurigen Fahrstreifen sind jeweils 1.000 m lang und durch eine 81 cm hohe Betonleitwand voneinander getrennt. Mit den Wendeschleifen an beiden Enden der Straße beträgt die Gesamtstrecke 2.300 Meter. Das Gelände kann für Filmaufnahmen, Testzwecke und Veranstaltungen von jedermann gemietet werden.

Im Industriegebiet befindet sich die Firma Indeplastik, Deutschlands größter Hersteller von Verpackungen für den Convenience Food - Bereich.

Der Blausteinsee, ein künstlicher See auf dem Gebiet der Nachbarstadt Eschweiler, entstand durch die Auffüllung eines Tagebaurestlochs mit Oberflächenwasser. Heute dient der See als Naherholungsgebiet für die umliegenden Städte. Er wird von einem breiten Grüngürtel umgeben, in dem sich Wanderwege und separate Reitwege befinden.

Aldenhoven liegt an der B 56 sowie der ehemaligen B 1 (heute L136) und verfügt über den Autobahnanschluss "Aldenhoven" auf der A 44.

Aldenhoven gehört zum Aachener Verkehrsverbund. Hauptbusverkehrspunkt ist "Aldenhoven Markt". Die Gemeinde wird per Bus mit allen Nachbargemeinden verbunden: Alsdorf (Linien 90, SB 11), Baesweiler (Linie 71), Eschweiler (Linie 6), Jülich (Linien 6, SB 11), Linnich (Linie 278).

Aldenhoven hatte früher einen Bahnhof (1985 abgerissen), auf dessen Grundstück heute die Feuerwache steht und einen Haltepunkt Aldenhoven-Ost an der ehemaligen B56 (Markfeststraße), direkt vor der Kreuzung mit dem Urweg. Die Bahnstrecke von Aachen-Nord über Würselen, Alsdorf-Mariadorf und Aldenhoven nach Jülich ist stillgelegt, entwidmet und vollständig abgebaut. Die Trasse dient heute als Radweg.

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Schleiden (Aldenhoven)

Schleiden ist seit 1972 ein westlicher Ortsteil von Aldenhoven im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen zwischen Aldenhoven-Mitte und Alsdorf-Hoengen.

Schleiden, das rund 2 km westlich von Aldenhoven entfernt liegt, wurde vor mehr als 1000 Jahren, nämlich 997 erstmals urkundlich unter dem Namen "Leidon" erwähnt. Aus dem Jahr 1836 gibt es eine recht sichere Statistik, dass Schleiden rund 582 Einwohner hatte.

Im Jahr 1862 wurde in Schleiden die Pfarrkirche St. Nikolaus errichtet, die während der Bombennacht vom 30. auf den 31. August 1943 wie auch viele andere Gebäude zerstört wurde. Im Jahr 1952 entstand eine neue Kirche, die abermals dem heiligen Nikolaus geweiht wurde. Zudem verfügt Schleiden über einen Kindergarten, einen Sportplatz, einen Friedhof und eine kleine Kläranlage am „Hoengener Fließ“. Wo dieses Fließ die Hauptstraße „Siersdorfer Straße“ kreuzt, steht ein Denkmal.

Aus Schleiden stammt die Mitgründerin der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut, Schwester Maria Paula Emunds.

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Hilfskrankenhaus Aldenhoven

Das Hilfskrankenhaus Aldenhoven in Aldenhoven im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, war eins von etwa 160 Hilfskrankenhäusern in Deutschland.

Mit einem Aufwand von damals etwa 3,1 Millionen DM hat die Bundesregierung den zusätzlichen Aufwand für die Räume unter der Realschule finanziert. Das Hilfskrankenhaus wurde im Herbst 1976 eingeweiht. In diesem Objekt waren 400 Krankenbetten trümmer- und strahlungssicher untergebracht. Hinzu kamen 84 Betten für das Personal. Operationsräume, ein Ambulanz- und ein Gipsraum sowie Röntgen-, Labor- und Sterilisierungsräume und eine Küche gehörten ebenfalls zum Krankenhaus. Über einen eigenen Brunnen und eine Notstromversorgung war eine autarke Versorgung sichergestellt. Die Grundausstattung war in Aldenhoven vorhanden. Weiteres Sanitätsmaterial lagerte im etwa 40 km entfernten Vossenack in einer besonderen Halle.

Das Hilfskrankenhaus war dem Krankenhaus St. Elisabeth in Jülich als Stammkrankenhaus angegliedert.

Zu Beginn der 1990er Jahre wurden das Hilfskrankenhaus Aldenhoven und die Lagerhalle in Vossenack aufgelöst.

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Schlacht bei Aldenhoven

Während des ersten Koalitionskrieges konnte das Vordringen der französischen Revolutionstruppen zum Rhein im Jahre 1793 zunächst gestoppt werden. In der Schlacht bei Aldenhoven siegten die Österreicher unter Feldmarschall Coburg und konnten die Franzosen weit zurückdrängen.

Beim erneuten Vordringen der Franzosen im Jahre 1794 war von den Österreichern − insbesondere nach ihrer Niederlage bei der Schlacht von Fleurus − das rechte Ufer der Rur von Düren bis nach Roermond als Verteidigungslinie stark befestigt worden; die Rurbrücken hatten sie zerstört. Anfang Oktober 1794 standen den 100.000 Österreichern und Preußen unter General Clairfayt 120.000 französischen Soldaten unter General Jourdan gegenüber. Am Morgen des 2. Oktober kam es zur Schlacht an der Rur, bei der die französischen Truppen an mehreren Stellen den Fluss überqueren konnten. Düren und Jülich fielen, Linnich wurde von den zurückweichenden Österreichern in Brand geschossen.

Die Heerstraße von Maastricht nach Neuß querte die Rur bei Ratheim, daher wurde diesem Punkt eine besondere strategische Bedeutung zugemessen. Im Nordabschnitt der Frontlinie, im Raum Heinsberg−Wassenberg, stand General Kléber mit 18.000 Mann den österreichischen Truppen unter General Clairfayt gegenüber, die sich verbissen verteidigten. Kléber hatte zwischen Ratheim-Krickelberg und Orsbeck-Luchtenberg eine Brücke errichten lassen, entsprechend war dies der am heißesten umkämpfte Bereich. Südöstlich davon erzwang der Anführer seiner Vorhut, der damalige Brigadegeneral und spätere König von Schweden und Norwegen Bernadotte, mit seinen Truppen bei der „Schanz“ in der Nähe von Ratheim den Übergang über die Rur. Obwohl dabei viele Soldaten in dem als reissend beschriebenen Fluss ertranken, konnte Bernadotte danach die Österreicher an ihrer Flanke angreifen und zurückdrängen. Er persönlich trug (nach Klébers Schlachtenbericht) entscheidend dazu bei, dass die französische Armee den Sieg errungen hat.

Nach einer Übernachtung in Wassenberg drang Bernadotte weiter vor und erreichte bereits am 5. Oktober 1794 sein Ziel: den Rhein bei Neuß. Die Fahne, die Bernadottes Truppen während der Überquerung der Rur bei Ratheim mitgeführt hatten, erhielt die Inschrift „Aldenhoven“. Dies ist auch der Name, der als Ort des Sieges der französischen Armee im Arc de Triomphe in Paris eingraviert worden ist. In französischen Quellen wird diese Schlacht auch als die von Jülich (frz. Juliers) bezeichnet.

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Source : Wikipedia