Al Pacino

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Geschrieben von goldorak 23/04/2009 @ 18:10

Tags : al pacino, schauspieler, kultur

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Al Pacino

Al Pacino (2007)

Alfredo James „Al“ Pacino (* 25. April 1940 in New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur, Produzent und Oscar-Preisträger italienischer Abstammung. Er gilt als einer der herausragendsten Charakterdarsteller des zeitgenössischen US-amerikanischen Films und Theaters.

Al Pacino, geboren in Manhattan, ist der Sohn von Salvatore Pacino, geboren in der sizilianischen Stadt Corleone und von Rose Gerard, der Tochter eines italienischen Einwanderers und einer italienisch-amerikanischen Mutter, die in New York geboren wurde. Seine Eltern ließen sich scheiden, als er zwei Jahre alt war. Nach der Scheidung zogen Al und seine Mutter in die Bronx, und Pacino wuchs bei seinen sizilianischen Großeltern, die aus der Heimatstadt seines Vaters eingewandert waren, in der New Yorker South Bronx auf. Sein Vater Salvatore zog nach Covina, Kalifornien, und arbeitete als Versicherungsagent und besaß ein Restaurant mit dem Namen „Pacino’s Lounge“.

Das Pacino’s wurde später in wirtschaftlich schweren Zeiten in den frühen 1990er Jahren geschlossen, heute trägt es den Namen Citrus Grill. Salvatore Pacino starb am 1. Januar 2005 im Alter von 82 Jahren.

Al Pacino ist Stiefsohn der Schauspielerin und Maskenbildnerin Katherin Kovin-Pacino und hat vier Schwestern: Josette, eine Lehrerin, die Zwillinge Roberta und Paula sowie Desiree, die Pacinos Vater in seiner vierten Ehe adoptiert hat.

Mit 17 Jahren wurde er von der Schule verwiesen und ging fortan auf die Manhattan School of Performing Arts. Nebenher arbeitete er als Platzanweiser und Kartenabreißer an kleineren Theatern. Nachdem er seinen Abschluss an dem renommierten Lee Strasberg Theatre and Film Institute unter dem angesehenen Schauspiellehrer Herbert Berghoff gemacht hatte, startete er seine Schauspielkarriere.

Pacino war schon als Kind an der Schauspielerei interessiert und baute sein Talent schließlich in den Studios Herbert Berghoff und dem Actors-Studio, zwei renommierten Schauspielschulen in New York, aus. Dort spielte er in mehreren erfolgreichen Theaterstücken wie in seinem Debütstück The Connection oder The Indian Wants the Bronx, für das er mit dem Obie-Award ausgezeichnet wurde. 1969 wirkte er in seiner ersten Hollywood-Produktion Ich, Natalie (Me, Natalie) mit. 1971 erhielt er eine Rolle im Film Panik im Needle Park (The Panic in Needle Park) neben Kitty Winn, die ihm den Weg für die Darstellung des Michael Corleone in Francis Ford Coppolas Der Pate (1972) ebnete, was ihm 1973 seine erste Oscar-Nominierung einbrachte. Für sein Lebenswerk wurde Al Pacino am 21. Juli 2007 vom American Film Institute (AFI) mit dem Life Achievement Award ausgezeichnet.

Al Pacino wurde insgesamt acht Mal für den Oscar nominiert, wobei er schließlich für seine Rolle als Lt. Colonel Frank Slade in Der Duft der Frauen ausgezeichnet wurde. Die anderen Filme, für die Pacino nominiert wurde, sind ... und Gerechtigkeit für alle, Der Pate, Der Pate – Teil II, Hundstage, Serpico, Dick Tracy und Glengarry Glen Ross. Für seinen Film Asphalt-Blüten erhielt er 1973 bei den Filmfestspielen in Cannes die Auszeichnung als Bester Darsteller.

Nach Hundstage wurde es etwas still um Pacino, erst in den 1980er Jahren brachte er sich durch Filme wie Brian de Palmas Scarface (1983) und Sea of Love – Melodie des Todes (1989) wieder ins Gespräch. Nach einer erneuten Zusammenarbeit mit Coppola in Der Pate III (1990) folgten als Höhepunkte der 1990er Jahre der Thriller Heat (1995) mit Schauspielkollege Robert De Niro und Pacinos erstes eigenständiges Projekt Looking for Richard (1996), bei dem er Regie führte, produzierte und das Drehbuch schrieb.

Weitere Pacino-Filme sind Carlito's Way, Im Auftrag des Teufels, Insider, An jedem verdammten Sonntag und Insomnia - Schlaflos. Die Hauptrolle in dem Film Pretty Woman (Edward Lewis) lehnte er dagegen ab.

Seine Darstellung des AIDS-kranken Schwulenhassers Roy Cohn in der Miniserie Engel in Amerika (2003) brachte ihm zahlreiche Preise ein und wurde von der Kritik hoch gelobt.

Neben seiner Karriere als Filmschauspieler arbeitet er immer noch regelmäßig an verschiedenen Theatern – sowohl als Darsteller als auch als Regisseur und Produzent. Hierfür erhielt er auch im Laufe seiner Karriere zweimal den Tony Award für seine Rollen in den Bühneninszenierungen von The Basic Training Of Pavlo Hummel und Does A Tiger Wear A Necktie?. Als langjähriges Mitglied von David Wheelers Experimental Theatre Company in Boston stand er unter anderem in Richard III. und Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui auf der Bühne. In New York und London spielte Pacino in David Mamets American Buffalo, in New York war er Titelheld in Richard III. und spielte den Mark Anton in Julius Cäsar. Außerdem stand er im Square Theatre in New York in Oscar Wildes Salome auf der Bühne und wirkte in der Uraufführung von Ira Levins Theaterstück Chinese Coffee mit.

Pacino war auch Produzent, Hauptdarsteller und Co-Autor des Independent-Kurzfilms The Local Stigmatic, einer Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks, das sowohl im New Yorker Museum Of Modern Art als auch im Public Theatre aufgeführt wurde. Er war auch mit der Post-Production von Looking For Richard beschäftigt − einer dokumentarischen und künstlerischen Film-Studie über den Charakter von Shakespeares Richard III., in der Al Pacino nicht nur als Darsteller mitwirkte, sondern auch sein Debüt als Regisseur gegeben hatte.

Am 7. Juni 2007 erhielt er im Kodak Theatre in Los Angeles den AFI Life Achievement Award des American Film Institute für sein Lebenswerk.

Al Pacino ist einer der wenigen Film-Stars, die nie verheiratet waren. Er hat drei Kinder, eins mit Jan Tarrant und Zwillinge mit Beverly D’Angelo.

In der deutschen Synchronisation ist Frank Glaubrecht seine Standardstimme. Pacino hatte eigentlich keine Standardstimme sondern wurde, entsprechend seinem Alter, von verschiedenen Sprechern synchronisiert, z.B. in „Der Pate I und II“ wurde er von Lutz Mackensy synchronisiert; in „Der Pate III“ von Gottfried Kramer. Frank Glaubrecht, der auch u. a. Pierce Brosnan und Mel Gibson seine Stimme lieh, synchronisierte Al Pacino u. a. in dem Thriller „Sea of Love - Melodie des Todes“.

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Der Duft der Frauen (1992)

Der Duft der Frauen (1992) ist eine Literaturverfilmung von Regisseur Martin Brest mit Chris O'Donnell und Al Pacino in den Hauptrollen. Er basiert auf der Romanvorlage von Giovanni Arpino und dem darauf basierenden gleichnamigen Film von Dino Risi aus dem Jahr 1974.

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Charlie Simms besucht mithilfe eines Stipendiums ein begehrtes Internat für zukünftige Führungskräfte. Eines Tages wird er zusammen mit Schulkollege George Zeuge der Vorbereitungen eines bösen Streichs gegen den Schuldirektor Trask: Am nächsten Tag wird der Schuldirektor vor der versammelten Schülerschaft als Opportunist gedemütigt und mitsamt seinem teuren Dienstwagen mit weißer Farbe übergossen. Als der Direktor mitbekommt, dass Charlie und George Mitwisser des Streiches sind, stellt er sie kurz darauf zur Rede. George und Charlie schweigen aus Prinzip. Sie wollen keine Verräter sein. Der Direktor stellt sie vor die Wahl, die Täter zu überführen oder von der Schule geworfen zu werden. Sie haben wenige Tage Zeit, sich zu entscheiden, bevor sie bei einer Anhörung dem Schulkomitee Rede und Antwort stehen müssen. Gegenüber Charlie droht Trask außerdem, ihm kein Stipendium für ein Studium an der Universität Harvard zu besorgen, sollte er die Täter verschweigen. Während George, der Sohn reicher Eltern, sorglos nach Vermont fliegt, um über Thanksgiving Ski zu fahren, muss Charlie eine Entscheidung treffen, die sein Leben nachhaltig beeinflussen wird.

Um sich etwas Geld zu verdienen, nimmt Charlie einen Job als Aufpasser für den verbitterten ehemaligen Colonel Frank Slade an. Der vor einigen Jahren Erblindete verschleppt ihn kurzerhand nach New York City, um dort das Thanksgiving-Wochenende zu verbringen, wozu er alleine nicht mehr in der Lage ist. Obwohl Charlie erst Schwierigkeiten hat, dem feindseligen Colonel die Stirn zu bieten, entwickelt sich ein immer größer werdender Respekt zwischen den beiden auf den ersten Blick so gegensätzlichen Männern.

Doch dann muss Charlie feststellen, wozu das abenteuerliche Wochenende in der großen Stadt tatsächlich dient: Frank nennt es eine „Vergnügungstour“: Eine Suite in einem Luxushotel, ein exquisites Abendessen, seinen großen Bruder besuchen, mit einer Frau schlafen - und als Höhepunkt will Colonel Slade sich in voller Paradeuniform erschießen. Sein junger Begleiter gerät in ein zweites Dilemma: Zusätzlich zu seinen Problemen in der Schule hat er nun auch Angst, dass Frank wirklich Suizid begehen wird. Als Charlie ihn mit der geladenen Waffe ertappt, droht Frank, sie beide zu töten. Charlie gelingt es jedoch, Frank zu überzeugen, es nicht zu tun. Die beiden lassen sich schließlich zurück zum Schulort fahren, wo Charlie sich dem Schulkomitee stellen muss.

Gerade als Direktor Trask ihn vor der versammelten Schülerschaft als Unruhestifter brandmarken und hinauswerfen will, während George sich hinter seinem einflussreichen Vater versteckt, tritt plötzlich der Colonel auf den Plan: In einer flammenden Rede beschuldigt er sowohl George, als auch die drei Jungen, die den Streich zu verantworten haben, der Feigheit. Trask, der Charlie von der Schule verweisen will, klagt er an, in seiner Schule eine Elite von Verrätern und rückgratlosen Feiglingen heranzuziehen. Nach dem Ende seiner Rede entscheidet das Komitee über Trasks Kopf hinweg, dass Charlie an der Schule bleiben darf, George weder Lob noch Tadel für sein Verhalten erhält und die drei Freunde (welche als mögliche Täter genannt wurden, ihnen aber nichts nachgewiesen werden konnte) bis auf weiteres die Schule auf Bewährung besuchen dürfen.

Beim Verlassen des Schulgeländes läuft ihm noch die Politiklehrerin Mrs. Downs nach um sich bei ihm für seine mutige Rede zu bedanken. Er beeindruckt sie gleich (wie schon andere Frauen zuvor) indem er ihr die von ihr benutzte Seife nennt, welche er am Duft erkennen kann. Hier lässt der Film einen Wendepunkt in Franks Leben erkennen, da Frank schon immer davon geträumt hat, dass er endlich mal eine Frau kennenlernt, die nicht nur für eine Nacht bei ihm bleibt und die er auch noch am nächsten Morgen spüren und riechen kann. Charlies Wochenendjob ist schließlich zu Ende. Der Colonel geht zurück zum Haus seiner Nichte, wo er in einem Nebenhaus wohnt. Charlie beobachtet ihn am Wagen stehend noch aus der Entfernung, wie er dort auf die im Hof spielenden Kinder trifft und diese (ganz im Gegensatz zu seinem Verhalten vor der Reise) diesmal ausgesprochen freundlich und offenherzig begrüßt.

Der Duft der Frauen startete zu überwiegend positiven Kritiken und noch rechtzeitig, um für die Oscarverleihung 1993 in Betracht gezogen werden zu können. Tatsächlich konnte der Film neben den Einspielergebnissen von weltweit über 130 Millionen Dollar auch vier Oscar-Nominierungen verbuchen. Al Pacino, der zu dieser Zeit schon als einer der besten Schauspieler galt, erhielt für die Darstellung des ruppigen Colonels seinen ersten Oscar.

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Hundstage (1975)

Der Tatort: Die Chase Manhattan Bank im Jahr 1972

Hundstage ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Sidney Lumet aus dem Jahr 1975. Er handelt von einem missglückten Banküberfall und beruht auf einer wahren Geschichte.

Drei Männer dringen kurz vor der Schließung in eine New Yorker Bank ein und ziehen ihre Waffen. Direkt von Anfang an läuft das ganze Unternehmen aus dem Ruder. So bekommt es einer der Männer mit der Angst zu tun und flüchtet. Sonny Wortzig muss ihm hinterherlaufen, um die Autoschlüssel zu bekommen. Im Tresor lagern nur knapp tausend Dollar und als Sonny die Liste mit den Kennungen der Schecks und der Scheine verbrennt, kommt es zu starker Rauchentwicklung.

Daraufhin wird die Polizei verständigt, die kurz darauf das gesamte Gebäude umstellt hat. Schaulustige und das Fernsehen gesellen sich dazu. Sonny und sein Komplize Sal nehmen die Bankangestellten als Geiseln und fordern vom Detective Sergeant Eugene Moretti einen Hubschrauber und ein Flugzeug, um außer Landes zu kommen. Trotz allem ist das Verhältnis zwischen den Geiselnehmern und ihren Geiseln entspannt. Sie teilen alle das gleiche Schicksal, eingeschlossen in einer Bank bei tropischen Temperaturen.

Die Geiselnahme nimmt immer abstrusere Ausmaße an, denn Sonny wird durch seinen Ausruf Attica! Attica!, mit dem er auf die blutige Niederschlagung des Gefängnisaufstandes 1971 im New Yorker Gefängnis Attica anspielt, zum Liebling der Menge. Außerdem möchte Sonny, Vater von zwei Kindern, mit seiner Frau sprechen. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um den transsexuellen Leon, dem Sonny durch den Überfall die genitalangleichende Operation bezahlen will. Sal dagegen möchte mit dem Geld gerne nach Wyoming, das seiner Meinung nach außerhalb der USA liegt.

In einem Telefongespräch mit Leon erfährt Sonny, dass seine Liebe einseitig ist und seine Bemühungen umsonst waren.

Da kein Hubschrauber in der engen Straße landen kann, wird ein Bus zum Flughafen organisiert, der Sonny und Sal mit den Geiseln zum Flughafen bringt. Dort angekommen, wird Sonny überwältigt und Sal erschossen.

Am 22. August 1972 überfielen John Wojtowicz, ein 27-jähriger Vietnamveteran und der 18-jährige Salvatore Sal Naturile die Chase Manhattan Bank in Brooklyn, New York und brachten den Geschäftsführer sowie mehrere Bankangestellte in ihre Gewalt. Die Geiselnahme dauerte über vierzehn Stunden. Wojtowicz trat während dieser Zeit mehrmals auf die Straße, die von Schaulustigen gesäumt wurde, um mit der Polizei zu verhandeln. Er verlangte unter anderem ein Flugzeug, mit dem er und Sal das Land unbehelligt in Richtung Algerien verlassen könnten. Auf der Fahrt vom Tatort zum Kennedy Airport wurde Naturile erschossen und Wojtowicz selbst verhaftet. Der Überfall und die anschließende Geiselnahme waren ein mediales Großereignis und wurde von vielen Menschen live am Fernsehbildschirm mitverfolgt.

Kurze Zeit später erschien unter dem Titel The Boys in the Bank ein Artikel von P.F. Kluge und Thomas Moores im Life Magazine, in dem die Geschehnisse rekonstruiert wurden und mehrere der Geiseln zu Wort kamen. Viele von ihnen beschrieben ihr gutes Verhältnis zu den Geiselnehmern. So sprach beispielsweise der Geschäftsführer Robert Barrett von einer guten Kameradschaft und sagte, er habe an diesem einen Tag mehr gelacht als in einer ganzen Woche.

Vor Gericht sagte Wojtowicz aus, er habe die Bank nur überfallen, um seinem transsexuellen Lebensgefährten Ernest Aron eine Geschlechtsumwandlung ermöglichen zu können. Er wurde am 23. April 1973 zu einer Freiheitsstrafe von zwanzig Jahren verurteilt und nach vierzehn Jahren auf Bewährung entlassen.

Für die Rechte an seiner Geschichte erhielt Wojtowicz von der Produktionsfirma Warner Bros. 7500 Dollar. Außerdem wurde ihm eine Beteiligung von einem Prozent am Nettoumsatz des Films zugesprochen, die er allerdings nie ausgezahlt bekam und später erfolglos einzuklagen versuchte. Mit einem Teil des Geldes (2500 Dollar) finanzierte er die Geschlechtsumwandlung seines Partners, der sich anschließend in Elizabeth Debbie Eden umbenannte und 1987 an Aids starb.

In einem Brief an die New York Times äußerte sich Wojtowicz 1975 kritisch über die Darstellung der Ereignisse in Hundstage und behauptete, diese entspreche nur zu etwa 30 Prozent der Wahrheit. So habe er während der Geiselnahme weder mit seiner Frau noch mit seiner Mutter gesprochen. Zudem erscheine seine Frau Carmen Buffalo in einem völlig falschen Licht. Al Pacinos und Chris Sarandons schauspielerische Leistung dagegen hob Wojtowicz positiv hervor und bezeichnete sie als akkurat.

Im Januar 2006 starb Wojtowicz an Krebs.

Frank Pierson nahm beim Schreiben des Drehbuchs häufig Bezug auf P.F. Kluge und Thomas Moores Artikel The Boys in the Bank. Viele der Details, die in der Reportage erwähnt wurden, fanden Eingang in den Film (so zum Beispiel der dritte Bankräuber, der zu Beginn des Überfalls die Flucht ergriff, der asthmakranke Wachmann oder die Pizza-Lieferung für die Geiselnehmer).

John Wojtowicz wurde in Sonny Wortzik, sein Lebensgefährte Ernest Aron in Leon Shermer umbenannt. Auch viele der anderen Filmfiguren basieren auf realen Personen, so etwa der Bankmanager Mulvaney (in Wirklichkeit hieß er Robert Barrett) oder die FBI-Agenten.

Bei der Auswahl der Darsteller orientierte sich der Casting-Director Michael Chinich ebenfalls teilweise an den realen Vorbildern. John Wojtowicz wurde bereits im Life-Artikel optisch mit Al Pacino und Dustin Hoffman verglichen , was eine Besetzung des erstgenannten nahe legte. Es war Pacinos zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sidney Lumet nach Serpico von 1973.

Für die Rolle des Sal Naturile suchte man zunächst nach einem etwa 18jährigen Schauspieler, da dies dem Alter des Vorbilds entsprochen hätte, entschied sich dann aber doch für den 40jährigen John Cazale, der bereits in den Pate-Filmen neben seinem guten Freund Al Pacino gespielt hatte. Hundstage war Cazales vorletzter Film. Er starb 1978 an Krebs.

Nur zehn Tage vor Drehbeginn erwog Al Pacino, aus dem Projekt auszusteigen, da er Bedenken hatte, einen Homosexuellen darzustellen. Im Drehbuch war ein Kuss zwischen seiner Figur und dem Transsexuellen Leon Shermer vorgesehen. Laut Frank Pierson handelte es sich dabei um eine Schlüsselszene des Films, in der Sonny von seinem Freund Abschied nimmt.

Pacino weigerte sich jedoch, die Szene zu spielen und verlangte, alle sexuellen Bezüge aus dem Skript zu streichen. Frank Pierson, der Pacinos Bedenken schließlich akzeptierte, schrieb das Drehbuch um und fügte das berühmte Telefonat zwischen Leon und Sonny ein, das von Pacino und Chris Sarandon größtenteils improvisiert wurde.

Die Außenaufnahmen wurden an den Originalschauplätzen in Brooklyn gedreht, die Innenräume der Bank ließ der Regisseur Sidney Lumet in einem nahegelegenen Lagerhaus nachbauen. Die minimalistische Handlung, die sich an nur wenigen Orten abspielt sowie die fehlende Musik tragen wesentlich zur bedrückenden und authentischen, manchmal auch grotesk komischen Atmosphäre von Hundstage bei.

Obwohl der Film mitten im Hochsommer angesiedelt ist (auch der Titel Hundstage lässt vermuten, dass es sich um einen sehr heißen Tag handelt), war es zum Zeitpunkt der Dreharbeiten sehr kalt. Bei den Außenaufnahmen mussten die Schauspieler deshalb Eiswürfel in den Mund nehmen, damit man ihren Atem nicht sehen konnte.

Al Pacino litt während der Dreharbeiten häufig an Erschöpfung und brach einmal sogar zusammen. Nach Beendigung des Drehs zog er sich für zwei Jahre aus dem Filmgeschäft zurück und spielte in dieser Zeit ausschließlich Theater.

Sonnys Ausruf "Attica! Attica!" bezieht sich auf einen Gefängnisaufstand im Attica Correctional Facility in Attica, New York am 9. September 1971, bei dem 32 Gefangene und zehn Wärter ums Leben kamen.

Der Titelsong Amoreena stammt von Elton John. Ansonsten verfügt Hundstage über keinerlei musikalische Untermalung.

Das Buch zum Film wurde 1974 von Leslie Waller unter dem Pseudonym Patrick Mann geschrieben.

Hundstage kam am 21. September 1975 in die amerikanischen Kinos.

Die USA hatten sich gerade aus Vietnam zurückgezogen und die Folgen der Watergate-Affäre erschütterten die Nation. In dieser politisch brisanten Zeit erregte Lumets Werk großes Aufsehen. Manche Journalisten sahen in Hundstage einen Film der Gegenkultur und bezeichneten ihn als unangepasst und gegen das Establishment gerichtet. Dies lag vor allem an der Thematisierung von Transsexualität und Homosexualität, der Erwähnung des Attica-Gefängnisaufstandes und der Tatsache, dass der Bankräuber Sonny ein Vietnamveteran ist.

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken, besonders die schauspielerischen Leistungen von Al Pacino und Chris Sarandon wurden anerkennend hervorgehoben. Allein in den USA spielte Hundstage über 46 Millionen Dollar ein. Am 19. März 1976 feierte der Film seine Deutschlandpremiere.

Hundstage gilt heute als ein Klassiker des amerikanischen Films und ein wichtiger Vertreter des New Hollywood-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. Im Jahr 2005 drehte der Dokumentarfilmer Walter Stokman den Film Nach einer wahren Geschichte, der die Geschichte des Bankraubs dokumentiert.

Hundstage gewann 1976 den Oscar für das Beste Originaldrehbuch (Frank Pierson) und war außerdem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Sidney Lumet), Bester Hauptdarsteller (Al Pacino), Bester Nebendarsteller (Chris Sarandon) und Bester Schnitt (Dede Allen) nominiert.

Bei den Golden Globe Awards 1976 erhielt der Film Nominierungen als Bestes Drama, für die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller, den Besten Nebendarsteller (John Cazale und Charles Durning), den Besten Nachwuchsdarsteller (Chris Sarandon) und das Beste Drehbuch.

Hundstage wurde darüber hinaus mit einem National Board of Review-Award für den Besten Nebendarsteller (Charles Durning), einem Writers Guild of America-Award für das Beste Drehbuch und einem Directors Guild of America-Award für die Beste Regie ausgezeichnet.

Auf der Liste der 100 besten amerikanischen Thriller des American Film Institute belegt er den 70. Rang. Die Zeile "Attica! Attica!" kam auf Platz 86 der 100 besten Filmzitate.

Hauptquelle war der Artikel der englischsprachigen Wikipedia.

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Der Pate (Film)

Die Kirche San Nicolò in Savoca, wo die Trauung zwischen Michael und Apollonia gedreht wurde.

Der Pate ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo, der gemeinsam mit Coppola auch das Drehbuch verfasste. Der Spielfilm mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen war für insgesamt elf Oscars nominiert, von denen er drei gewann, und gilt als einer der besten Filme aller Zeiten.

Die Fortsetzungen Der Pate – Teil II und Der Pate III erzählen die Geschichte weiter.

Don Vito Corleone, einer der mächtigsten Mafiabosse von New York City, richtet zur Hochzeit seiner Tochter Connie ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihn um verschiedene Gefälligkeiten bitten. So sucht ihn auch sein Patensohn, der Sänger Johnny Fontane auf, der sich auf dem absteigenden Ast befindet. Er bittet Vito, dafür zu sorgen, dass er eine Hauptrolle in einem Hollywoodfilm des Regisseurs Woltz bekommt. Tom Hagen, Vitos Rechtsanwalt, sorgt dafür, dass Woltz ihm die Rolle gibt, obwohl dieser Fontane zutiefst verabscheut. Hagen erreicht dies, indem er Woltz’ Lieblingspferd umbringen lässt. Als Woltz in der Nacht erwacht, findet er zu seinem Entsetzen den Kopf des Tieres als unmissverständliche Botschaft der Mafia blutüberströmt unter seiner Bettdecke.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Drogenhandel zu einem wichtigen Geschäftszweig der Mafia. Don Vito verweigert sich diesem seiner Meinung nach „schmutzigen“ Geschäft. Weil er sich weigert, mit den anderen Bossen, die in den Rauschgifthandel einsteigen wollen, seine exzellenten Kontakte zu Politik und Wirtschaft zu teilen, wird ein Mordanschlag auf ihn verübt. Die Killer des abgewiesenen Drogenhändlers Virgil „Der Türke“ Sollozzo schießen ihn auf offener Straße nieder. Vito überlebt schwer verletzt. Während der Don sich nur langsam erholt, startet sein ältester Sohn Sonny einen blutigen Rachefeldzug. Michael, Vitos jüngster Sohn, erschießt in letzter Konsequenz den Drogenhändler Sollozzo und den korrupten Polizeioffizier McCluskey und muss daraufhin nach Sizilien fliehen.

In der Stadt Corleone auf Sizilien lernt Michael eine junge Frau kennen und heiratet sie, obwohl zu Hause in New York seine Freundin Kay auf ihn wartet. Michaels Frau wird bald durch eine Autobombe, die eigentlich ihm selbst galt, getötet. Don Vito ist inzwischen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Die Corleones werden von einem Mitglied der Familie verraten: Vitos Sohn Sonny wird in Amerika in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Michael, für den der alte Don eine bürgerliche Laufbahn geplant hatte, kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte. Als Don Vito stirbt, holt Michael mit eiskalter Konsequenz zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus. Er lässt sämtliche Oberhäupter der konkurrierenden Mafia-Familien ermorden und verschont auch abtrünnig gewordene Mitglieder seiner eigenen Familie nicht.

Unter dem Namen Don Vito war der sizilianische Mafiaboss Vito Cascio Ferro bekannt; Corleone ist einer der berüchtigsten Mafia-Orte Siziliens.

Das Vorbild des Attentats auf Don Vito ist die Ermordung von Francesco Scalice, Boss der Gambino-Familie, der am 17. Juni 1957 vor einem Obststand in der 2380 Arthur Avenue in New York City erschossen worden war.

Die Orange tritt, wie in den Fortsetzungen auch, als Bote des Todes auf. So rollen Orangen über die Straße, als Don Vito angeschossen wird und er hat ein Stück im Mund, als er dann endgültig im Garten an einem Herzinfarkt stirbt. Im ersten Teil waren diese Symbole noch unfreiwillig, während sie in den Fortsetzungen bewusst eingesetzt wurden.

Die Verleihfirma Paramount kaufte die Filmrechte an Mario Puzos Roman Der Pate für 7500 US-Dollar. Da zu dieser Zeit die US-amerikanische Filmwelt in einer Krise steckte, musste die Verfilmung des Stoffes zu einem Erfolg werden. Deshalb trat das Studio an möglichst bekannte Regisseure wie Peter Yates, Richard Brooks und Constantin Costa-Gavras heran, die jedoch alle ablehnten. Danach fiel die Wahl auf den damals 31-jährigen Francis Ford Coppola, der zuvor erst drei Filme als alleiniger Regisseur gedreht hatte. Die Vorbereitungen zum Film begannen Anfang der 70er Jahre und waren zuerst von vielen Unstimmigkeiten geprägt. Coppola war zuerst wenig am Film interessiert, da er vorher kleinere Filme nach europäischem Vorbild gedreht hatte, während sich das Studio eine Adaption mit vielen Stars vorstellte, die aus finanziellen Gründen in der Gegenwart spielt. Schließlich wollte der Regisseur eine epische Umsetzung des Werkes, die sich über die gesamte erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckt.

Viele Mafiosi erzählten später jedoch, der Film, welcher die Mafia stark idealisierte, habe ihr Lebensgefühl genau getroffen, und ein Experte für organisiertes Verbrechen bezeichnete Coppolas Werk als „der beste Werbespot für die Mafia, der je gedreht wurde“.

Auch mit Marlon Brando als Vito Corleone war die Studioleitung nicht einverstanden. Als Hauptargumente wurden der geringe Altersunterschied zwischen dem ersten Oberhaupt der Familie Corleone und seinen Filmsöhnen genannt (die Altersdifferenz zwischen Brando zu Al Pacino und James Caan beträgt nur je 16 Jahre). Außerdem erschien er für die Rolle selbst viel zu jung, da er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 47 Jahre alt war, während er im Roman als alter Mann beschrieben wird. Des Weiteren hatte Brando Paramount häufig Probleme verursacht, weil er in früheren Filmen oft zu spät zum Set gekommen war und sich sehr aufmüpfig gab. Schließlich erhielt er doch die Rolle, nachdem der Mitbewerber Laurence Olivier zu krank zum Arbeiten war. Auch Frank Sinatra hatte Vito Corleone spielen wollen, war aber abgelehnt worden.

Die Dreharbeiten begannen am 29. März 1971 und endeten am 6. August desselben Jahres. Das Budget betrug sechs Millionen Dollar. Dieser Etat war das Verdienst Coppolas, dem der Produzent Albert S. Ruddy zuerst nur 2,5 Millionen Dollar zugestehen wollte.

In der ursprünglichen Heimatstadt Vito Corleones, Corleone, konnte nicht gedreht werden, da der zu diesem Zeitpunkt bereits hoch entwickelte Ort nicht der Kleinstadt entsprach, in die der spätere Pate am Anfang des 20. Jahrhunderts hineingeboren wurde. Stattdessen wich man auf die Kleinstädte Forza d’Agrò und Savoca in der sizilianischen Provinz Messina aus. In Savoca befindet sich die Traukirche von Michael und Apollonia und die Bar Vitelli von Michaels Schwiegervater, in der die Hochzeit gefeiert wird.

Der Film wurde in den Vereinigten Staaten und in Europa von der Kritik gut aufgenommen. Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, der Film fessle trotz seiner Länge von fast drei Stunden „so wirksam, dass er sich nie beeilen muss“.

Der Film startete in den USA am 15. März 1972 in sechs Kinos in New York City und spielte bis zum Sonntag, dem 19. März, etwa 416.000 US-Dollar, davon ca. 300.000 am ersten Wochenende. In der Bundesrepublik Deutschland besuchten den Film seit seinem Start am 24. August 1972 ca. 5,2 Millionen Zuschauer. Der Pate spielte insgesamt (mit allen Wiederaufführungen) 245 Millionen Dollar ein, von denen 110 Millionen aus dem Ausland stammen. Der Film war deshalb mit einem ursprünglichen Budget von 6 Millionen Dollar ein großer finanzieller Erfolg und bewahrte Paramount vor dem Ruin.

Der Film wurde 1972 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. Marlon Brando sollte für seine Rolle den Oscar als bester Schauspieler erhalten, verweigerte allerdings dessen Annahme aus Protest gegen die Behandlung der Indianer in den USA. An seiner Stelle verlas eine vermeintliche Indianerin mit dem Namen Sacheen Littlefeather bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung Brandos mit dem American Indian Movement. Jedoch stellte sich im Nachhinein heraus, dass es sich dabei nicht um eine Indianerin, sondern um die Schauspielerin Maria Cruz handelte. Letztlich wird dieser Oscar Brando trotzdem zuerkannt. Der dritte Oscar ging an Mario Puzo und Francis Ford Coppola für das beste adaptierte Drehbuch. Außerdem erhielt der Film acht weitere Nominierungen, die Nominierung von Nino Rota für die beste Filmmusik wurde zurückgezogen, weil das Thema des „Godfather Waltz“ schon bei Fortunella benutzt worden war.

Bei der Verleihung der Golden Globes 1973 war der Film fünf Mal erfolgreich, in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur, Bester Darsteller (Brando), Bestes Drehbuch und Beste Musik.

Der Pate war für fünf BAFTA-Awards nominiert: Bester Hauptdarsteller (Marlon Brando), beste Kostüme (Anna Hill Johnstone), bester Nebendarsteller (Robert Duvall), bester Newcomer (Al Pacino) und beste Filmmusik (Nino Rota). Schließlich wurde nur Nino Rota für die beste Musik ausgezeichnet.

Als besonders erhaltenswerte Produktion wurde der Film im Jahr 1990 in das National Film Registry der USA aufgenommen. Der Film war lange Zeit die Nummer eins auf der von Fans gewählten IMDb-Liste der besten Filme aller Zeiten.

Der erste Teil des Paten erschien am 22. Juli 2004 erstmals auf DVD. Am 5. Juni 2008 veröffentlichte Paramount die gesamte Trilogie mit vollständig restauriertem Bild und Ton und einer neuen deutschen Synchronisation unter dem Titel Der Pate – The Coppola Restoration auf insgesamt 5 DVDs. Zusätzlich zu den Hauptfilmen sind weitere Features zur Entstehung des Films und seiner digitalen Aufbereitung enthalten. Am 6. Oktober 2008 erschien die gesamte Trilogie auch auf Blu-ray Disc.

Der Soundtrack wurde am 26. Juli 2001 vom Label Silva auf CD veröffentlicht. Darauf enthalten sind die Stücke der Komponisten Nino Rota und Carmine Coppola aus allen drei Teilen der Trilogie enthalten, darunter auch „The Godfather Waltz“ und „The Godfather Theme“. Es spielt die Tschechischen Philharmonie aus Prag. filmmusik2000.de meint, Dirigent Nic Raine sei „eine sehr überzeugende Einspielung“ der Musik gelungen und auch heute habe das „melodiös-nostalgische Flair der Musik“ nichts von seiner Wirkung eingebüßt. Allerdings sei die recht kurze Laufzeit von rund 52 Minuten sowie die bescheidene Gestaltung der Edition etwas enttäuschend.

Der Pate wurde erstmals 1972 bei der Berliner Synchron unter der Regie von Ottokar Runze synchronisiert. Im Jahr 2008 wurde für eine restaurierte DVD-Veröffentlichung bei der gleichen Firma eine neue deutsche Fassung in Auftrag gegeben.

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Glengarry Glen Ross

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Glengarry Glen Ross ist ein US-amerikanisches Filmdrama von James Foley aus dem Jahr 1992. Das Drehbuch von David Mamet beruht auf seinem eigenen Theaterstück.

Die Immobilienmakler Ricky Roma, Shelley Levene, Dave Moss und George Aaronow hören von ihrem Chef, dass die Unternehmensleitung einen Verkaufswettbewerb startet. Der aus der Zentrale gekommene Topmanager Blake beschimpft die Verkäufer als Versager und prahlt mit seinem Einkommen. Daraufhin erklärt er die Details: Derjenige, der in den nächsten Tagen die meisten Abschlüsse tätigt, bekommt ein Auto. Der schlechteste wird entlassen.

Levene, der früher ein gefeierter Mitarbeiter war, ist verbittert und beklagt sich bei den Kollegen.

Die Makler stellen fest, dass sie Adressen der Interessenten benötigen. Eine Liste der vielversprechenden Interessenten soll sich im Büro des Managers John Williamson befinden. Aaronow und Moss überlegen, ob sie die Liste stehlen könnten. Levene möchte die Liste lieber kaufen.

Die Liste wird gestohlen. Williamson macht dem Verkäufer Ricky Roma ein Geschäft kaputt, woraufhin es zum Streit zwischen Williamson und Roma kommt. Etwas später macht Levene seinem Chef Vorwürfe, dabei verrät er unabsichtlich, dass er in Williamsons Büro war. Williamson erkennt, dass die Liste von Levene gestohlen wurde.

Desson Howe schrieb in der Washington Post vom 2. Oktober 1992, im Film würden zahlreiche bemerkenswerte Darsteller mitspielen. Sie würden jedoch wie ein Jazzorchester wirken, von dem die Musiker vortreten und nacheinander Solonummer spielen würden. Die „uninspirierte“ Atmosphäre würde die Leistungen der Darsteller zunichte machen; der Film wirke künstlich.

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei „fesselnd und sehenswert“; er sei „eine aktuelle Illustration der Folgen der Reagan-Ideologie vor dem Hintergrund der anhaltenden Rezession in den USA“. Die Leistungen der Darsteller wurden als „furios“ gelobt. Die „Dialoglastigkeit, Rührseligkeit und Überdramatisierung“ wurden wie die „vorgestrige“ Inszenierung kritisiert.

Al Pacino wurde im Jahr 1993 für den Oscar und für den Golden Globe Award nominiert.

Jack Lemmon gewann im Jahr 1992 den Coppa Volpi und den National Board of Review Award. Alan Arkin, Alec Baldwin, Ed Harris, Jack Lemmon, Al Pacino, Jonathan Pryce und Kevin Spacey erhielten 1992 einen Preis des Valladolid International Film Festivals. James Foley wurde 1992 für einen Preis des Deauville Film Festivals nominiert. David Mamet wurde 1992 für den Writers Guild of America Award nominiert.

Der Film wurde in New York City gedreht. Die Hauptdarsteller waren von dem Thema so begeistert, dass sie sogar zum Filmset kamen, auch wenn sie gar keinen Dreh hatten. Sie taten es, um den anderen bei ihren Einstellungen zuzuschauen. Der Film hatte seine Weltpremiere am 16. September 1992 auf dem Toronto Film Festival. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 10,7 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland zählte man ca. 120.000 Kinozuschauer.

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Source : Wikipedia