Agility
- Krattiger neuer CFO Europa bei Agility - DVZ.de - Deutsche Logistik-Zeitung
- 20.05.2009 | Rolf Krattiger (45) ist seit Mai 2009 neuer Chief Financial Officer bei Agility in der Europazentrale Basel. Mit seinem Amtsantritt folgt er auf George Papageorghiou, der Agility nach fast 30 Jahren im Juni 2009 verlässt....
- Geschickte Hunde - Ibbenbürener Volkszeitung
- Trotz des durchwachsenen Wetters verfolgten zahlreiche Tierfreunde ab den Morgenstunden Durchläufe in den Bereichen Agility, Obedience (Gehorsam), Dog Frisbee sowie Schutzdienst. Dabei standen weniger Höchstleistungen als der Spaß am Hundesport im...
- Ein großer Spaß für Zwei- und Vierbeiner - openPR.de (Pressemitteilung)
- Zur Funwoche gehören neben individuellen Trainings für das Mensch-Hund-Team gemeinsame Spaziergänge und Beobachtung der Hunde in der Gruppe, die Einführung ins Agility und in das Maintrailing. Abgerundet wird das Programm mit einer Wanderung durch den...
- Agility gründet Tochtergesellschaft in Rumänien - DVZ.de - Deutsche Logistik-Zeitung
- 08.05.2009 | Der kuwaitische Logistikdienstleister Agility hat eine Tochtergesellschaft in Rumänien gegründet. Agility Romania soll die Position des weltweit operierenden Unternehmens in Mittel- und Osteuropa stärken und zum Ausbau paneuropäischer...
- Auf Kante designt - ka-city.de
- Mit dem sogenannten Agility-Control-Fahrwerk wollten die Väter des GLK den Zielkonflikt in der SUV-Klasse bei der Fahrwerkkonzeption auflösen: Das Fahrzeug soll ebenso sportlich-agil wie komfortabel-sanft und gleichzeitig geländegängig sein....
- Frauchen muss Tempo des Hundes folgen - Mitteldeutsche Zeitung
- Beim zehnten Walpurgis-Agility-Turnier der Ortsgruppe Thale des Schäferhunde-Vereins gehörte Anne Lebus zu etwa zweihundert aus ganz Deutschland, von Kiel, Plauen, Bremen oder Berlin angereisten Hundebesitzern, die sich in der Freizeit dem aus England...
- 6000 Rassehunde in Dortmund - Ad-Hoc-News (Pressemitteilung)
- Die besten Teams Deutschlands kämpfen in Dortmund zudem um einen Platz in der Nationalmannschaft der Hundesportart Agility, der die Teilnahme an der Weltmeisterschaft sichert. Im Rahmen der VDH-Europasieger-Ausstellung stehen die Qualifikationsläufe an...
- Hürdenlauf auf vier Pfoten - wuppertal Zeitung
- Agility kommt aus England und wird seit den 1980er Jahren als Sportart betrieben. Was anfangs nur als Unterhaltung auf Hundeshows zu sehen war, entwickelte sich nach und nach zu Wettkämpfen. In Afrika werden die Meisterschaften regelmäßig im Fernsehen...
- Zuschauer-Nachricht: Flotte Hunde beim Agilityturnier - SACHSEN - FERNSEHEN.de
- Rundum gelungen, so lässt sich das erste Agility-Turnier des Hundesportvereins Geringswalde bezeichnen. Bei allerschönstem Frühlingswetter waren 85 Starter auf dem Hundesportplatz. Zehn Läufe in unterschiedlichen Klassen und Gruppen standen auf dem...
- Schäferhunde zeigten sich agil und fidel - Derwesten.de
- Eitel Sonnenschein herrschte beim ersten offenen Agility-Turnier des Schwerter Schäferhunde-Vereins, das aus Sicht der Teilnehmer und des Veranstalters ein voller Erfolg wurde. Von 9 Uhr an kämpften 100 Hundeführer und Hundeführerinnen mit ihren...
Agility
Agility (engl. Wendigkeit, Flinkheit) ist eine Hundesportart, die ursprünglich aus England stammt. Kernstück ist die fehlerfreie Bewältigung einer Hindernisstrecke (Parcours) in einer vorgegebenen Zeit. In den 1980er Jahren kam diese Sportart auch nach Deutschland. Agility gehört zu den weltweit etablierten, modernen Hundesportarten und wird von sehr vielen Hundesportvereinen angeboten. Agility wird inzwischen auch mit anderen Tieren, wie zum Beispiel Katzen, betrieben, hat dort aber nicht die Verbreitung wie im Hundesport.
Bei der Crufts Dog Show 1977 wurde der Brite Peter Meanwell gefragt, ob er einen Pausenfüller organisieren könnte. Dieser ließ sich vom Pferdesport inspirieren und entwickelte ein Springturnier für Hunde als Wettkampf. Dazu mussten hundgerechte Hindernisse gebaut und die ersten Regeln entwickelt werden. 1978 kam es zur ersten Präsentation mit zwei Teams. Die Begeisterung des Publikums war so groß, dass beschlossen wurde, die Veranstaltung im nächsten Jahr fortzuführen; jetzt waren sogar Ausscheidungskämpfe im Vorfeld nötig, um die drei besten Teams präsentieren zu können. Schnell wurde diese neue Sportart zum Selbstläufer und fand weltweite Verbreitung. Mittlerweile gibt es auch deutschland- bzw. österreichweit zahlreiche Wettkämpfe – von „kleineren“ Vereinsmeisterschaften über Landesmeisterschaften bis hin zu Bundesmeisterschaften. Teams starten bei Agility-Weltmeisterschaften verschiedener Organisationen: IFCS, IMCA und FCI (letztere ausschließlich für Rassehunde mit FCI-Papieren) bzw. Agility-World-Cup und European Open (einer Veranstaltung der FCI), wo auch Mischlinge starten dürfen.
Der Hund durchläuft, geführt vom Hundeführer, einen Parcours, der aus bis zu zwanzig verschiedenen Hindernissen zusammengestellt ist. Hierbei ist zwischen dem „A-Lauf“ und dem „Jumping“ zu unterscheiden. Bei dem A-Lauf gibt es außer einfachen Sprunghürden auch Kontaktzonengeräte. Beim Jumping fehlen Kontaktzonengeräte. Das Team (Hund und Führer) muss Geräte wie Tunnel, Weitsprung und Slalom in vorgegebener Reihenfolge schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen.
Dieser Sport ist für die meisten Hunde geeignet. Sehr große Hunde sind allerdings selten, einerseits aus gesundheitlichen Gründen, andererseits weil sie in Wettbewerben eher chancenlos sind. In der Klasse Maxi bzw. Large sieht man sehr oft wendige Hunde wie Border Collies und Belgische Schäferhunde. Die Hunde müssen über einen guten Grundgehorsam verfügen und dürfen keine Schädigungen des Bewegungsapparates aufweisen.
Der Hund läuft im Parcours frei (ohne Halsband und Leine) und darf vom Hundeführer während des Laufs nicht berührt werden. Er wird ausschließlich über Hörzeichen (Stimme) des Hundeführers und dessen Körpersprache geführt. Die Hindernisse im Parcours sind nummeriert und genau in dieser Reihenfolge zu absolvieren. In jeder Prüfung wird der Parcours anders gebaut. Die Planung liegt beim Leistungsrichter, der später die einzelnen Mensch-Hund-Teams bewertet. Ausgelassene oder in der falschen Reihenfolge genommene Hindernisse führen zu einer Disqualifikation des Teams für den jeweiligen Lauf. Stoppt der Hund vor einem Hindernis oder bricht seitlich aus, wird das als Verweigerung bezeichnet (Details stehen in den jeweiligen Prüfungsordnungen). Nach dreimaligem Verweigern wird das Team disqualifiziert. Verhaltensmängel des Hunds oder auch Fehlverhalten des Hundeführers (zum Beispiel Misshandlung des Hundes oder Missachtung des Leistungsrichters) führen ebenfalls zu einem Ausschluss des Teams.
Das Absolvieren des Parcours setzt ein hohes Maß an Geschick bei Mensch und Hund voraus. Vor allem in den hohen Leistungsklassen führen bereits kleinere Führfehler des Hundeführers oder eine kurze Unaufmerksamkeit des Hundes leicht zu Fehlern, die eine Disqualifikation nach sich ziehen können. Genau diese Notwendigkeit exakter Zusammenarbeit des Teams macht aber einen Großteil des Reizes dieser Sportart für die Aktiven aus. Das Team stellt sich sehr fein aufeinander ein. Jeder beobachtet den anderen und beachtet winzige Hinweise seines Sportpartners. Dieses Zusammenspiel wirkt sich auf die gesamte Mensch-Hund-Beziehung aus und beeinflusst diese positiv.
Je nach Gegebenheiten im Parcours ist es manchmal notwendig, hinter dem Hund zu wechseln (back cross). Dabei wird der Hund über ein Hindernis vorausgeschickt und hinter dem Hund seine Lauflinie gekreuzt. Der Wechsel hinter dem Hund wird meist nur eingesetzt, wenn kein anderer Wechsel möglich ist, da viele Hunde dadurch die Sequenz langsamer bewältigen.
Einen besonderen Stellenwert nehmen die Kontaktzonenhindernisse ein. Diese Hindernisse haben gekennzeichnete Bereiche, die Kontaktzonen, die der Hund zwingend berühren muss. Die Kontaktzonen wurden erdacht, um den Hund abzubremsen und damit die Belastung der Gelenke zu verringern. Der Hund darf nun nicht mehr im weiten Satz auf- oder abspringen. Die Kontaktzonen sind farblich abgesetzt, die Farbe auch an den Seiten aufgebracht, damit ein Fehler besser erkannt werden kann. Die früher oft übliche Kombination „gelbes Hindernis mit roten Kontaktzonen“ ist die schlechteste Wahl, da der Hund diesen Farbunterschied schlecht wahrnehmen kann (siehe Farbwahrnehmung beim Hund). Neuere Hindernisse nutzen daher meist blau als Kontaktzonefarbe.
In den verschiedenen Größenklassen wird die Höhe der Hindernisse der Größe der Hunde dieser Klasse angepasst.
Je nach Leistungsstand der Teams starten diese entweder in einer der drei Leistungsklassen oder in Senioren- bzw. Beginner-Klasse. Die Schwierigkeit wird gesteigert durch eine etwas größere Höhe der Hindernisse, vor allem aber durch einen anspruchsvolleren Parcourbau. In den hohen Leistungsklassen ist es durchaus üblich, dass gerade hinter einem Hindernis ein weiteres steht, dass jedoch nicht im Anschluss an dieses überwunden werden darf. Ebenso kann der Parcours dicht an Hindernissen gerade vorbei führen. Hier ist eine saubere Führtechnik und äußerste Konzentration beider Teampartner gefragt.
Die gesundheitlichen Aspekte beim Agility stellt Dr. H.C. Schamhardt, ein veterinärmedizinisch orientierter Biomechaniker der Veterinär-Fakultät der Universität Utrecht in den Niederlanden, heraus. Ein Hund ist beim Agility nicht automatisch vor Überlastung geschützt. Bei Sprüngen zeigt sich zum Beispiel eine Überdehnung des Vorderfußes, also der Hand (normalerweise läuft der Hund nur auf den Zehen, siehe Anatomie). Beim Absprung des Hundes vor Hindernissen kommt es dazu, dass der gesamte Vorderfuß aufsetzt, das Handgelenk wird überstreckt. Auf Fotos der Sprungphase sieht das so aus, als sei die Pfote gebrochen. Es stellte sich aber heraus, dass dieses durchaus zum normalem Bewegungsrepertoire gehört. Bei der Landung ist die Belastung um ein vielfaches höher. Als Abhilfe wird vorgeschlagen, hier den Hürdenabstand zu verringern, was eine niedrigere Geschwindigkeit des Hunds im Parcour bewirkt, zusätzlich auch die Hürden zu erhöhen, was die Sprungwinkel steiler macht und beim Hund zu einer physiologisch günstigeren Haltung führt. Besondere Überlastungspotenziale bergen Sprünge in Verbindung mit Drehungen. Weiter Gefahrenmomente sind die Querlatten auf den Kontaktzonenhindernissen, die zu Pfotenquetschungen führen können. Diese Kritik wurde in den neuen Bestimmungen berücksichtigt: die Wippe hat keine Querlatten mehr, auf A-Wand und Steg müssen heutzutage die Leisten flacher sein und abgerundet, der Winkel der A-Wand ist nun etwas flacher. Schamhardt drängt auch darauf, die Rutschfestigkeit der Kontaktzonengeräte zu erhöhen. Ferner wird darauf hingewiesen, dass die Hauptgefahren für Überlastungen nicht bei Wettkämpfen mit vergleichsweise ihren kurzen Belastungszeiträumen liegen, sondern im Training, wo die Belastungsintensität und -dauer meist sehr viel höher als bei Prüfungen ist.
Voraussetzung für die Teilnahme an offiziellen Turnieren ist die bestandene Begleithundeprüfung sowie der Nachweis der Tollwutimpfung. Ferner muss der Hund durch einen Chip oder eine Tätowierung identifizierbar sein. Der Hundeführer muss in einem dem VDH angeschlossenen Verein Mitglied sein. Weiterhin sollte ein Haftpflichtversicherung bestehen. Ausländer müssen in einem FCI angeschlossenen Verband sein, der Hund braucht keine Begleithundeprüfung.
Um leistungsgerecht zu starten, haben sich 3 Leistungsklassen bewährt, die mit A1 bis A3 bezeichnet werden. Daneben gibt es noch A0 für Beginner und eine Klasse für Senioren.
AO nimmt eine Sonderstellung ein. Sie ist gedacht für Anfänger. Schon mit 18 Monaten kann ein Hund in A0 starten, die Hindernisse sind dabei besonders niedrig. Es bedarf keiner besonderen Leistung um nach A1 aufzusteigen, A0 ist eine freiwillige Leistungsklasse. Reifen und Slalom werden nicht mitbenutzt.
Um von A1 nach A2 und später A3 aufzusteigen benötigt es entweder drei Nullfehler Läufe und eine Platzierung unter den ersten 3 oder fünf fehlerfreie Läufe innerhalb der Klasse, die von mindestens zwei verschiedenen Leistungsrichtern bewertet wurden. Ein freiwilliger Abstieg nach einer Qualifikation ist möglich, danach sind die Qualifikationsbedingungen für den Start in der höheren Klasse jedoch erneut zu erfüllen.
Um die Belastung von älteren Hunden zu verringern und sie trotzdem an Turnieren teilnehmen zu lassen, wurde die Seniorenklasse eingeführt. Ab einem Alter von 6 Jahren können Hunde in der Seniorenklasse starten, müssen aber nicht. Der Einstieg in die Klasse Senioren fällt in das Ermessen des Hundeführers. Danach ist kein Start in anderen Prüfungsklassen mehr möglich. In der Seniorenklasse fallen die Hindernisse Slalom und Reifen weg, die Hindernisse sind niedriger.
Alle Hindernisse können verwendet werden. Es gibt eine Standardzeit, deren Überschreiten mit Zeitfehlern (pro Sekunde ein Punkt Zeitfehler; Zehntel- und Hundertstelsekunden werden in Zehntel- und Hundertstelfehlerpunkte umgewandelt) geahndet wird. Das Überschreiten einer festgelegten Höchstzeit führt zur Disqualifikation. Es werden zwischen 15 und 20 Hindernisse aufgebaut, wobei mehrfach genutzte Hindernisse auch mehrfach gezählt werden.
Bei diesem Wettbewerb werden keine Kontaktzonenhindernisse, sondern nur Sprünge verwendet. Der Ablauf entspricht dem der A-Läufe.
Spiele unterliegen keinem festen Regelwerk und können vom Veranstalter nach Bedarf gestaltet werden. Spiele fallen nicht unter die FCI-Bewertung.
Entsprechend den Größenklassen der Hunde werden Hindernisshöhen festgelegt. Für Trainingszwecke ist es sinnvoll, die Hindernisse über einen noch größeren Bereich aber auch feiner einzustellen zu können. Die unten genannten Maße sind die Werte für Wettkämpfe.
Der Tisch muss kippsicher sein und eine rutschfeste Oberfläche aufweisen.
Der Tisch ist bei Turnieren nur noch selten anzutreffen. Die Regel für dieses Hindernis ist folgende: nach Aufsprung auf den Tisch muss der Hund 5 Sekunden warten, ehe er auf das Zeichen des Hundeführers wieder abspringen darf. Ein zu frühes Abspringen ist ein Fehler und der Hund muss den Tisch erneut absolvieren.
Die Hürden bestehen aus den Seitenteilen und der Stange. Die Stange darf nur lose aufliegen, sie muss bei Berührung herunterfallen. Neben der reinen Stangenhürde existieren verschiedene andere Formen: Besenhürde, Viadukt und Mauer; es gelten dafür die gleichen Abmessungen, und in jedem Fall schließt die Hürde oben mit einer Abwurfstange ab.
Hürden sind die häufigsten Hindernisse im Agilityparcour. Die je nach Größenklasse unterschiedlich hoch liegenden Stangen müssen vom Hund übersprungen werden. Ein Abwurf ist ein Fehler der mit Fehlerpunkten gewertet wird, der Sprung wird nicht wiederholt.
Die Breite zwischen den Pfosten muss mindestens 120 cm betragen.
Der Reifen muss durchsprungen werden, ein Springen neben den Reifen aber innerhalb des Rahmens gilt als Verweigerung, das Hindernis muss wiederholt werden. Im Gegensatz zu den Hürden führt eine Berührung des Reifens im Sprung nicht zu einem Fehler. Auslassen oder Durchspringen zum falschen Zeitpunkt führt zur Disqualifikation.
Der Reifen muss zum Schutz vor Verletzungen zumindest im unteren Teil verschlossen sein. Er wird durch Ketten oder ähnliche Vorrichtungen höhenverstellbar aufgehängt; feste, starre Aufhängungen sind nicht erlaubt. Um die Standsicherheit zu gewährleisten, müssen die Bodenstreben etwa eine Länge von 2 m haben (die 1,5 fache Länge des Maßes vom Boden zur Reifenoberkante).
Der Weitsprung besteht aus zwei bis fünf Elementen, die in aufsteigender Folge in gleichem Abstand unbefestigt aufgestellt werden. Zur Begrenzung werden an allen vier Ecken dieses Hindernisses Pfosten von 1,2 m Höhe aufgestellt. Das niedrigste Element von 15 cm steht vorne, das höchste hinten. Der Weitsprung muss innerhalb der Begrenzungsstangen bewältigt werden. Ein Umwerfen eines Elements ist ein Fehler, das Hindernis muss nicht wiederholt werden. Auslassen oder Überspringen in der falschen Richtung oder zum falschen Zeitpunkt führt zur Disqualifikation.
Der Slalomparcours besteht aus 8, 10 oder 12 Stangen, die 3 bis 5 cm dick sind. Die Länge der Stangen beträgt 1,0 bis 1,20 m, die lichte Weite zwischen den Stangen beträgt 60 cm.
Der Hund muss rechts von der ersten Stange das Hindernis betreten. Falsches Einlaufen oder das Verlassen an einer falschen Stelle sowie das Auslassen einer Stange sind Fehler. Das Hindernis muss entweder ab der Fehlerstelle oder von Anfang an wiederholt werden, andernfalls kommt es zur Disqualifikation.
Zu Beginn des Hindernisses und am Ende muss der Hund mindestens mit einer Pfote die jeweilige Kontaktzone berühren, andernfalls wird das Hindernis als Fehler bewertet. Auslassen und Überlaufen in der falschen Richtung oder zum falschen Zeitpunkt führt zur Disqualifikation.
Der Laufsteg besteht aus drei Elementen: den 2 Rampen und dem Mittelteil. Die Rampen sind mit 20 mm breiten, 5 mm bis 10 mm hohen abgerundeten Leisten versehen, die im Abstand von 25 cm befestigt sind, um den Aufstieg zu erleichtern. Der jeweils untere Teil der Rampen ist auf 90 cm andersfarbig markiert, um die Kontaktzone anzuzeigen. Die Kontaktzonenfläche muss 10 cm über die entsprechende Leiste hinausgehen. Der gesamte Laufsteg muss einen rutschhemmenden Belag aufweisen.
In Ruhestellung muss die Wippe auf der Seite am Boden sein aus der der Hund kommt. Die Balance wird folgendermaßen eingestellt: Auf das hohe Ende der Wippe wird ein 1 kg schweres Gewicht gelegt. Diese Seite muss nun innerhalb von 3 bis 4 Sekunden zum Boden kippen, und bei Entlastung wieder zurückschwingen. Die Kippeigenschaften können durch Ausgleichsgewichte eingestellt werden.
Der Tunnel soll bei Benutzung am Boden fixierbar sein und muss in der vorgegebenen Richtung durchlaufen werden. Wer den falschen Eingang wählt, wird disqualifiziert. Auslassen oder Durchlaufen zu einem falschen Zeitpunkt führt ebenfalls zur Disqualifikation. Der Hundeführer muss hier besonders aufpassen, da der Tunnel anscheinend auf viele Hunde eine besondere Anziehungskraft ausübt.
Dieses Hindernis, das auch als Sacktunnel bezeichnet wird, ist zweiteilig. Es besteht aus einem festen Teil als Eingang und dem flexiblen Stoffteil. Der Eingang ist umgekehrt U-förmig aus festem, verwindungssteifem Material, daran schließt sich der flexible Teil an. Das Material sollte weich sein und so beschaffen, dass auch kleine Hunde sich nicht darin verheddern. Beim Sacktunnel ist darauf zu achten, dass der Hund sich nicht im Stoffsack verheddert. Die Parcourhelfer müssen hier besonders aufpassen, dass der Wind den Sack nicht verdreht und nach jedem Durchlauf der Sack neu ausgelegt wird.
Der Wassergraben gehörte als Weitsprung in der Anfangszeit noch zum Reigen der Hindernisse. Der Hund musste ihn überspringen ohne ins Wasser zu treten. Im neuen Reglement kommt er nicht mehr vor, unter anderem auch deswegen, weil der Aufbau sehr schwer handhabbar war.
Brigitte Lau: Faszination Agility. Verl.-Haus Reutlingen Oertel und Spörer, Reutlingen 1999, ISBN 3-88627-229-X.
Briard
Der Briard ist eine von der FCI (Nr. 113, Gr. 1, Sek. 1) anerkannte französische Hunderasse.
Er stammt von den Hof- und Bauernhunden des französischen Flachlandes ab und entstand vermutlich aus einer Kreuzung von Barbet und Picard. Der Name Chien de berger de Brie taucht erstmal in der französischen Literatur, namentlich den Naturelles von M. de Buffon, erschienen 1758, auf. Ursprünglich hatten Briards die Aufgabe, Schafe zu bewachen und zu schützen. Seit 1896 ist der Briard eine eigenständige Rasse.
Es gibt den Briard in schwarz (noir), rehbraun (fauve), fauve mit leichter bis mittlerer Charbonnierung (schwarzer Anflug, schwarze Haarspitzen) oder grau(grise). Das Haar der Hunde ist gedreht, lang ähnlich dem Ziegenhaar, mit leichter Unterwolle. Er ist mit bis zu 68 cm mittelgroß bis groß. Als besonderes Kennzeichen hat der Briard an den Hinterläufen doppelte Afterkrallen, die so nah wie möglich am Boden angesetzt sind. Auch an den Vorderläufen sind - neben den vier Krallen der Laufzehen - an der Innenseite manchmal zwei Krallen vorhanden. Der Kopf mit deutlichem Stop ist kräftig und lang mit Kinnbart, Schnauzbart und auffälligen Augenbrauen. Die kurzen hängenden Ohren sind hoch angesetzt, nicht eng anliegend, flach und mit langem Haar bedeckt. Der Körper ist etwas länger als hoch (Widerristhöhe), muskulöse Gliedmaße, die etwa „J“ förmige Rute wird im Stand niedrig getragen, im Lauf kann sie eine Line bilden mit dem Rückgrat.
Er ist sehr temperamentvoll, gewitzt, eigensinnig, intelligent und wachsam mit einer guten Portion Schutztrieb. Seine Erziehung erfordert Einfühlungsvermögen, starken Willen und Konsequenz – eine Kombination, die nur erfahrene Hundebesitzer aufbringen können. Mit dem ausgewachsenen Briard sollte gearbeitet werden: Begleithund, Therapiehund, Turnierhundesport, Agility, Hütearbeit, Schlittenziehen, Radfahren- jede Art sportlicher Betätigung ist dem Briard recht.
Ursprünglich ein Schäferhund, der die Schafsherden führte, bewachte und diese auch gegen Wölfe verteidigen konnte. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg tat er bei den Armeen seinen Dienst als Melde-, Patrouillen- und Sanitätshund. Wird auch häufig als Wachhund verwendet.
Der Briard wird heute oft als Hund für sportliche Wettkämpfe eingesetzt. Da es sich um eine alte Arbeitshunderasse handelt, ist es wichtig, dem Briard eine Aufgabe zu geben. Briards findet man im Agility, im Breitensport und im Schutzhundesport. Aber auch als Rettungshunde und Therapiehunde finden sie immer mehr Möglichkeiten, ihren Arbeitseifer unter Beweis zu stellen.
2001 machte ein schwarzer Briard den 2. Platz bei der FCI Weltmeisterschaft im Agility und stach damit fast alle Border-Collies aus (diese stellten über 75% der Teilnehmer).
Hellmuth Wachtel
Dr. Hellmuth Wachtel (* 1925 in Wien) ist Kynologe und Autor. Er beschäftigt sich seit 1980 intensiv mit dem Thema Genetik.
Hellmuth Wachtel studierte Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien, mit den Schwerpunkten Tierzucht und Genetik. Seit über vierzig Jahren hält er Hunde und war lange Zeit im Hundesport aktiv (besonders Agility). Er setzt sich vor allem auch für die Verbreitung von Kenntnissen über die genetische Gesundheitserhaltung und -verbesserung der Hunde und ihrer Rassenpopulationen ein.
Seit seiner Pensionierung 1985 ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Österreichischen Kynologenverband und ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift Unsere Hunde. Hier veröffentlicht er regelmäßig Artikel zum Thema Hund und übersetzt außerdem ausländische kynologische Fachliteratur aus zwölf Sprachen (FCI-Bereich, USA, England). Auch in anderen in- und ausländischen Hundezeitschriften veröffentlicht er regelmäßig Fachartikel rund um den Hund. In einem speziellen Studium widmete er sich der Literatur über Zucht, Genetik und Verhalten der Hunde. Im Rahmen des Österreichischen Kynologenverbandes organisierte er praktische Übungen in Hör-Identifikation zur Prüfung der Möglichkeiten von Hunden, sie für die Erkennung, das Apportieren oder Suchen von verschiedenen Gegenständen auf Befehl auszubilden. Solche Fähigkeiten wurden bereits von Werner Fischel in seinem Buch Die Seele des Hundes bestritten, jedoch von C.A. Young nachgewiesen (siehe auch Rico unter Border-Collie). In seinem Hauptinteressengebiet, der Genetik, verfasste er außerdem ein populationsgenetisches Computerprogramm für die Kynologie.
Des Weiteren ist er Referent zahlreicher Vorträge und Seminare bei kynologischen Veranstaltungen im In- und Ausland (Deutschland, Schweden, Dänemark), beispielsweise an der Eberhard-Trumler-Forschungsstation oder bei Canis, dem Zentrum für Kynologie. Laufende Kontakte unterhält er zu wissenschaftlichen Instituten, insbesondere zum Institut für Haustierkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und zur Universität für Bodenkultur in Wien. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Tiergartenbiologie, Zoologie und Ökologie des Wiener Tiergartens Schönbrunn.
Obedience
Obedience (deutsch: Gehorsam) ist eine „moderne“ Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung. Bei Obedience-Prüfungen geht es nicht allein um den Gehorsam des Hundes es spielt auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden eine große Rolle. Wie Agility hat diese Hundesportart ihren Ursprung in England.
Bei offenen Obedience Wettbewerben kann jeder ohne Berücksichtigung der Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes teilnehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen Hundesportarten ist Obedience auch behinderten Menschen und Hunden zugänglich. Es gibt beispielsweise Rollstuhlfahrer, die diesen Hundesport betreiben. Bei dem Hundeführer wird keine außergewöhnliche Sportlichkeit vorausgesetzt. Auch ältere oder leicht behinderte Hunde können mitmachen, da deren Einschränkung bei der Bewertung berücksichtigt wird. Körperliche Belastungen gibt es bei Obedience für Hund und Halter praktisch nicht.
Ein großer Unterschied zu anderen Hundesportarten ist, dass der Hundeführer vom Ringsteward durch die Prüfung geführt wird. Der Ringsteward gibt dem Hundeführer genaue Anweisungen, was als nächstes zu tun ist. Solche Anweisungen sind nötig, da es beim Obedience kein festgelegtes Schema für Prüfungen gibt. Die Führung durch den Steward ist einerseits ein Vorteil für nervöse Hundeführer, andererseits muss der Hundeführer seine Hör- bzw. Sichtzeichen sofort nach der Freigabe durch den Steward geben, was durchaus als zusätzliche Schwierigkeit anzusehen ist. Der Steward legt gemeinsam mit dem Leistungsrichter das Laufschema für die Leinenführigkeit und die Freifolge fest sowie den gesamten Ablauf der Prüfung fest. Das bedeutet, dass der Hundeführer erst während der Prüfung erfährt, welche Übungen wie zu absolvieren sind.
Wie auch andere Hundesportarten stammt Obedience aus Großbritannien. Zuerst war Obedience nur ein Bestandteil der sogenannten „working trials“ (eine Art Vielseitigkeitsprüfung, 1919 vom britischen Zuchtverein für Deutsche Schäferhunde eingeführt), aber bereits wenige Jahre später gab es die Möglichkeit, sich auf solchen Trials in reinen Obedienceklassen einzuschreiben. Zu einer anerkannten Sportart wurde es erst um 1951, als auf der britischen „Cruft Hundeshow“, Obedience erstmals vor einem großem Publikum vorstellt wurde. In Deutschland wurde die erste inzwischen überarbeitete Prüfungsordnung am 1. Juli 2002, nach einem eineinhalb-jährigen Pilotprojekt veröffentlicht.
In vielen Übungen ähnelt Obedience dem Gehorsamsteil von der Rettungshunde- und Schutzhundprüfungen (In Großbritannien ist Obedience ein Ersatz für den Schutzhundesport). Zum Beispiel ähneln sich das Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine, das Sitz, das Platz sowie das Steh aus der Bewegung, die Bleib-Übungen mit und ohne Sichtkontakt, das Abrufen, das Vorausschicken, das Apportieren und die Geruchsidentifikation aus mehreren Hölzern. Die Distanzkontrolle ist ebenfalls ein Bestandteil der Prüfung, bei der der Hund in einem großen Abstand zu seinem Besitzer eine Reihe von Positionswechseln (Sitz, Platz, Steh) ausführen soll, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen. Im Gegensatz zum Schutzhundesport ist die Ausführung der Kommandos präziser und eleganter. Auf dem Prüfungsgelände geht es sehr viel leiser zu, es wird „weicher“ geführt und das Niveau ist, aus Sicht der Unterordnung, um einiges höher.
Obedience hat sich in Großbritannien durchsetzen können, weil dort die Ausbildung zum Schutzhund für den Laien verboten ist. Obedience ist aber auch mehr als ein gleichwertiger Ersatz für den Gehorsamsteil des Schutzhundesports.
Es gibt verschiedene Prüfungsordnungen für Obedience-Prüfungen. Im Deutschsprachigen Raum sind das die Internationale Prüfungsordnung FCI sowie die Prüfungsordnungen der jeweiligen Mitgliedsländer für die Klassen unterhalb der internationalen Klasse. Die Prüfungsordnung des VDH sieht vier Klassen mit jeweils steigenden Anforderungen vor: Beginnerklasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3. Die Klasse 3 entspricht dabei vom Reglement her der internationalen Obedienceklasse.
Für die Teilnahme an den Obedienceprüfungen sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. „Um an einer internationalen Obedience-Klasse oder an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, muss der Hund mindestens 15 Monate alt und in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch registriert sein.“ Welche nationalen Prüfungen Zulassungsvoraussetzung für internationale Prüfungen sind, regeln die FCI-Mitgliedsländer separat.
Entsprechend der Prüfungsordnung des VDH muss der Hund für die Teilnahme in der Beginnerklasse oder in Klasse Eins mindestens 15 Monate alt sein. Bei Klasse Zwei muss der Hund 16 Monate und bei der Klasse Drei 17 Monate alt sein. Vor der ersten Obedienceprüfung muss die Begleithundprüfung abgelegt werden. Die Teilnahme an Prüfungen der nächst höheren Klasse ist möglich, wenn in einer Klasse die Wertung vorzüglich erreicht wurde. Damit eine Prüfung durchgeführt werden kann, müssen mindesten 8 Teams teilnehmen. Die Qualifizierungsbedingungen im VDH führen dazu, dass Hunde 17 Monate alt sein müssen, um in der internationalen Klasse bei Prüfungen starten zu können, denn sie müssen vorher die Klasse 3 erfolgreich absolviert haben.
Die Bewertung der Übungen erfolgt durch den Leistungsrichter auf der Basis der Prüfungsordnung und des Leistungsrichterleitfadens.
In der Internationalen Prüfungsordnung sind Punktwertungen für die einzelnen Übungen der Prüfung vorgesehen. Der Richter vergibt dabei für eine perfekte Vorführung 10 Punkte. In Abstufungen von jeweils einem halben Punkt sind dann Wertungen bis 5 Punkte möglich. Eine nicht bestandene Übung wird mit Null Punkten bewertet.
Der Leistungsrichterleitfaden sieht für bestimmte Mängel in der Übung vor, wie viele Punkte bei der Bewertung abzuziehen sind. Insgesamt bewertet der Richter eine Übung so, dass sie die Ausführung der Übung widerspiegelt. Für das Bestehen der Prüfung muss mindestens ein gutes Ergebnis erreicht werden.
In der Beginner-Klasse werden elf verschiedene Elemente geprüft. Dabei gliedert sich jede Prüfung in die Gruppenarbeit und die Einzelübungen. In der Gruppenarbeit der Beginner-Klasse liegt der Bewertungsschwerpunkt beim Sozialverhalten des Hundes. Sie enthält die Übungen Verhalten gegenüber anderen Hunden, Stehen und Betasten, Gebiss zeigen und Ablegen in der Gruppe. Bei der Gruppenarbeit befinden sich alle startenden Teams der Gruppe (mindestens drei Mensch-Hund-Teams) gleichzeitig auf dem Prüfungsgelände und absolvieren die Übungen gemeinsam.
Die einzelnen Übungen beginnen und enden in der Grundstellung. Dabei sitzt der Hund dicht an der linken Seite des Hundeführers und hat Blickkontakt zu diesem. Die Schulter des Hunds befindet sich auf Kniehöhe des Hundeführers, die Körperachsen von Hund und Hundeführer sind exakt parallel ausgerichtet (der Hund sitzt „gerade“ nach vorn).
Als Erstes wird das Verhalten gegenüber anderen Hunden geprüft. Hierbei stehen alle Mensch-Hund-Teams in einer Reihe. Die Teams gehen der Reihe nach vor und hinter den anderen Teams, in einem maximalen Abstand von einem Meter, entlang. Die Hunde sollen sich hierbei freundlich oder gleichgültig, aber keines Falls aggressiv verhalten. Wenn ein Hund bei dieser Übung durch negativ zu bewertendes Verhalten auffällt, so ist dieses Team von der Prüfung auszuschließen.
Als nächster Prüfungsteil folgt das Stehen und Betasten. Zu Beginn tritt der Hundeführer nach Aufforderung des Ringstewards mit seinem Hund aus der Gruppe heraus. Der Hundeführer entscheidet hierbei selbst, ob er diesen Prüfungsteil mit oder ohne Leine absolvieren möchte. Das Team stellt sich in die Grundstellung. Der Hund wird nach der Anweisung des Stewards in das Steh gebracht. Danach begibt sich der Hundeführer schräg neben seinen Hund. Wenn der Hund angeleint bleibt, muss die Leine locker durchhängen. Der Hund darf durch den Hundeführer beruhigt werden, es dürfen jedoch keine Kommandos wie zum Beispiel „bleib“ gegeben werden. Der Hund muss sich nun vom Steward von allen Seiten betasten lassen und dabei ruhig stehen bleiben. Danach begibt sich der Hundeführer wieder zurück zu seinem Hund und nimmt diesen wieder in die Grundstellung über. Bewertungsschwerpunkt auch bei dieser Übung bildet das Verhalten des Hundes. Hilfen des Hundeführers für den Hund führen zu Punktabzügen.
Danach folgt der Teil Gebiss zeigen. Auf Anweisung begibt sich das Team zum Leistungsrichter. Dort bleibt es in der Grundstellung stehen. Der Hundeführer hebt nun die Lefzen des Hunds an. Dabei sollen die Seitenzähne vollständig sichtbar sein und das Gebiss geschlossen bleiben. Diese Übung demonstriert in hohem Maß die Bereitschaft des Hunds, sich dem Hundeführer unterzuordnen.
Im Anschluss folgt das Ablegen in der Gruppe. Bei diesem Teil stehen alle Prüfungsteilnehmer in einer Reihe in einem Abstand von etwa 3 Metern zu einander. Die Hunde werden abgeleint und danach der Reihe nach in die Position „Platz“ gebracht. Die Hundeführer entfernen sich etwa 20 Meter von ihren Hunden und drehen sich dann zu ihnen. Diese Position soll 2 Minuten beibehalten werden. Der Hund darf sich dabei nicht aufrichten oder seine Position verändern. Er darf maximal seine eigene Körperlänge nach vorn kriechen um die Übung noch zu bestehen. Auf Anweisung des Stewards gehen nach Ablauf der Zeit alle Hundefüherer gleichzeitig wieder zu ihren Hunden zurück, wobei diese im Platz bleiben. Nacheinander und auf Stewardanweisung erfolgt dann das Aufstehen der Hunde in die Grundstellung. Die Kommandos müssen durch die Hundeführer so gegeben werden, dass andere Hunde nicht gestört werden. Der Hund muss lernen, nur die Kommandos des eigenen Hundeführers zu befolgen. Der Leistungsrichter achtet hier darauf, dass die Hunde ihre Position nicht verändern und keine Zusatzkommandos gegeben werden.
Die erste Einzelübung ist dann die Leinenführigkeit. Der Hund wird an einer locker durchhängenden Leine im Fuß geführt. Beim Führen im Fuß geht der Hund so, dass er dicht an der linken Seite des Hundführers läuft. Der Hund soll dem Hundeführer so folgen, dass er diesen beim Laufen nicht behindert. Die Schulter des Hunds befindet sich auf Kniehöhe des Hundeführers, wobei der Hund Blickkontakt zum Hundeführer hält. Der Steward gibt in einer beliebigen vorher festgelegen Reihenfolge die Anweisungen „Vorwärts“, „Rechtswendung“, „Linkswendung“, „rechts umkehren“, „links umkehren“ und „Halt“. Die Rechts- beziehungsweise Linkswendung müssen in einem Winkel von 90 Grad gezeigt werden. Das Halt soll unerwartet und ohne Kommando ausgeführt werden.
Direkt nach dieser Übung wird die gezeigte Fußarbeit als Freifolge wiederholt. Freifolge daher, weil die Übung jetzt ohne Leine ausgeführt wird. Der Leistungsrichter zieht bei dieser Übung Punkte ab, wenn der Hund nicht dicht neben dem Hundeführer läuft oder Zusatzkommandos gegeben werden.
Bei der Übung Sitz aus der Bewegung läuft der Hundeführer mit seinem nicht angeleinten Hund aus der Grundstellung los. Nach 10 bis 15 Metern gibt der Hundeführer dem Hund das Kommando Sitz, das dieser schnell ausführen soll. Der Hundeführer darf seine Gangart nicht unterbrechen und sich nicht umdrehen. Nach weiteren 20 Metern bleibt der Hundeführer stehen und dreht sich zu seinem Hund. Der Hundeführer kehrt nach Anweisung des Stewards zu seinem Hund an die rechte Seite zurück und leint diesen wieder an. Zu Punktabzug bei dieser Übung kann es kommen, wenn der Hund nicht gerade sitzt, der Hundeführer Hilfen zum Setzen gibt oder der Hund ihm noch nachgeht. Bei einer falschen Position des Hunds (kein Sitz) ist die Übung nicht bestanden.
Bei der Übung Kommen auf Befehl wird der Hund in einer quadratischen Box von 3x3 Metern abgelegt. Die Box besteht aus Pylonen an den Ecken und einem Band oder einer Markierung auf dem Boden als Abgrenzung. Der Hundeführer entfernt sich danach etwa 15 Meter von seinem Hund. Dort dreht sich der Hundeführer zu seinem Hund und ruft diesen ab, gibt also ein Kommando zum Kommen. Der Hund muss schnell und geradlinig kommen und vor oder neben dem Hundeführer sitzen. Wenn der Hund vor dem Kommando des Hundeführers kommt, oder erst nach mehrmaligem Auffordern kommt, werden Punkte abgezogen.
Bei der Neunten Übung Zurücksenden auf den Platz wird der Hund aus der Grundstellung heraus zurück in die Box gesendet. In dem Quadrat muss sich der Hund auf Befehl in die Position „Platz“ begeben.
Die Zehnte Übung ist der Apport auf ebener Erde, wobei der Hundeführer seinen Apportgegenstand etwa 10 Meter entfernt ablegt. Der Hund darf erst nach dem Kommando den Gegenstand apportieren. Dabei soll der Hund nicht an dem Gegenstand kauen oder mehrfach nachfassen. Der Hund muss sich mit dem Gegenstand vor den Hundeführer setzen und muss den Gegenstand weiter festhalten. Der Hund lässt den Gegenstand erst auf Kommando los und begibt sich nach einem weiteren Kommando zurück in die Grundstellung. Der Hund darf den Gegenstand nicht fallen lassen und sollte keine Zusatzkommandos bekommen.
Als letztes wird beurteilt, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Hund ist. Der Leistungsrichter beurteilt hier zum Beispiel ob der Hund das Programm freudig absolviert hat. Dies wird während der gesamten Prüfung beobachtet.
McDonnell Douglas X-36
Das McDonnell Douglas X-36 Tailless Fighter Agility Research Aircraft ist ein maßstäblich verkleinerter Prototyp eines Flugzeugs, das ohne das übliche Seitenleitwerk auskommt.
Um das Flugzeug zu steuern werden Canards, geteilte Querruder und eine fortgeschrittene Schubvektorsteuerung eingesetzt. Die X-36 hat eine sehr instabile Fluglage, weshalb ein computerunterstütztes Fly-by-Wire System zum Einsatz kommt.
Die X-36 wurde etwa im Maßstab 1:4 zu einem normalen Kampfflugzeug gebaut und wird aus einem virtuellen Cockpit am Boden von einem Piloten gesteuert, der mit Videobildern aus dem Flugzeug versorgt wird.
Der Erstflug fand am 17. Mai 1997 statt und es wurden insgesamt 31 Testflüge durchgeführt. Das Handling des Flugzeuges war erstaunlich gut und es wurde berichtet, dass alle Erwartungen an das Projekt erfüllt bzw. übertroffen wurden.
Manchmal wird das Flugzeug als Boeing X-36 bezeichnet, da Boeing und McDonnell Douglas während der Projektlaufzeit fusionierten.
Die X-36 ist das Entwicklungsmodell eines möglichen späteren Kampfflugzeugs mit extremer Manövrierfähigkeit und guter Stabilität an beiden Enden der Geschwindigkeitsskala. Ungeachtet des Potentials der X-36 wurde keine Ankündigung von Boeing gemacht, dass ein auf der X-36 basierendes Flugzeug gebaut werden würde.

