Adler Mannheim

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Geschrieben von bishop 12/04/2009 @ 17:07

Tags : adler mannheim, del, eishockey, sport

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Adler Mannheim

Adler Mannheim

Die Adler Mannheim sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Mannheim, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Die Profimannschaft wurde 1994 als GmbH vom 1938 gegründeten Mannheimer ERC ausgelagert, der Stammverein ist noch heute für den Amateur-, Frauen- und Nachwuchsbereich verantwortlich.

Insgesamt gewann der der Club, der seine Heimspiele seit 2005 in der 13.600 Zuschauer fassenden SAP-Arena austrägt, sechs Deutsche Meisterschaften, davon die Rekordmarke von fünf seit Gründung der DEL. Die Vereinsfarben der Adler Mannheim sind die Mannheimer Stadtfarben dunkelblau, weiß und rot.

Auf Anstoß des Ruderolympiasiegers Hugo Strauß wurde ab 1936 innerhalb des Rudervereins Mannheimer RC eine Rollschuhabteilung aufgebaut. Zunächst wurde auf wechselnden Flächen gespielt, bis es dem Verein schließlich im Frühjahr 1938 gelang, die Rhein-Neckar-Halle als festen Spielort zu bekommen. Nachdem mit dem Bau des bereits 1939 eröffneten Eisstadion am Friedrichspark begonnen wurde, gründeten 83 Vereinsmitglieder am 19. Mai 1938 den Mannheimer Eis- und Rollsport-Club, der bereits in der ersten Saison 1938/39 an der Qualifikation zur Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnahm. Im ersten Spiel der Vereinsgeschichte unterlagen die Mannheimer am 19. Februar vor 5.000 Zuschauern im Friedrichspark dem amtierenden Deutschen Meister SC Riessersee.

Von 1941 bis 1943 erreichte der MERC ununterbrochen die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft und stieß dabei 1942 bis ins Halbfinale vor. Dort konnten wegen des Zweiten Weltkriegs sowohl der SC Riessersee als auch die EG Wien keine Mannschaften mehr aufstellen, sodass Mannheim und der LTTC Rot-Weiß Berlin kampflos ins Finale gelangten. 24 Stunden vor dem Anpfiff wurde das Spiel abgesagt, da der Totale Krieg durch den Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast ausgerufen worden war. Dennoch konnte auch in der folgenden Spielzeit der Spielbetrieb zunächst aufrecht erhalten werden. Im Halbfinale sollte der Mannheimer ERC erneut auf die Berliner treffen, wegen des Krieges wurde die Meisterschaft jedoch schließlich wie im Vorjahr abgebrochen.

Im Juni 1943 zerstörte ein Luftangriff das Stadion im Friedrichspark, woraufhin der Eishockeybetrieb in Mannheim eingestellt wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg bestritt der MERC 1949 wieder erste Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften aus der Region und Soldatenauswahlen. Ab 1951 nahm die Mannschaft wieder am regulären Spielbetrieb der Landesliga Württemberg teil und schaffte 1954 als Meister unter der Führung von Spielertrainer Kurt Kurz erstmals den Aufstieg in die damals höchste Spielklasse, die Eishockey-Oberliga. Mit nur einem einzigen Punktgewinn und unter anderem einer 1:22-Niederlage gegen den Krefelder EV stieg der Klub allerdings bereits 1955 aus der Oberliga ab. Nach einem weiteren Jahr in der Zweitklassigkeit konnte der Mannheimer ERC den direkten Wiederaufstieg feiern und etablierte sich mit einem vierten Platz in der Saison 1956/57 dauerhaft in der höchsten deutschen Eishockeyliga.

1958 wurde der MERC eines der Gründungsmitglieder der Eishockey-Bundesliga. Zwar konnte die bayerische Übermacht von Vereinen wie der EV Füssen, der SC Riessersee und dem EC Bad Tölz in dieser Zeit noch nicht durchbrochen werden, immerhin schaffte die Mannschaft aber respektable dritte Plätze in den Spielzeiten 1958/59, 1962/63 sowie 1964/65.

Mitte der 1960er-Jahre konnte sich der Mannheimer ERC sportlich nicht weiterentwickeln, musste 1970 erstmals in der Relegation gegen den Abstieg spielen und erreichte am Ende den knappen Klassenerhalt mit dem zehnten Platz in der Endabrechnung. In der Saison 1970/71 konnte die Mannschaft schließlich nur noch drei Saisonspiele gewinnen, was einen Rückgang der Zuschauerzahlen auf nur noch 300 Besuchern zur Folge hatte und am Ende der Spielzeit mit dem Abstieg in die damals zweitklassige Oberliga resultierte. Aufgrund zahlreicher Abgänge musste der MERC in der ersten Oberligasaison teilweise mit nur neun einsatzfähigen Spielern antreten und belegte am Ende den vierten Platz. Auch in folgenden Jahren schaffte der Verein zwar, ebenso wie in der 1973 gegründeten 2. Eishockey-Bundesliga, regelmäßig den Sprung unter den besten fünf Mannschaften, ohne allerdings den Wiederaufstieg zu erreichen.

1976 trennten sich die Abteilungen Kunstlauf-Schnelllauf-Eisschießen von der Abteilung Eishockey und bildeten fortan den Mannheimer ERC K-S-E. Zur gleichen Zeit übernahm der spätere Meistertrainer Heinz Weisenbach die Eishockeyabteilung und begann mit dem Aufbau einer neuen, konkurrenzfähigeren Mannschaft, die in den folgenden zwei Jahren ernsthaft um den Aufstieg mitspielen und diesen schließlich im Jahr 1978 dank eines zweiten Platz sowie der Aufstockung der Bundesliga von zehn auf zwölf Vereine verwirklichen konnte.

Um bei begrenztem Etat eine Bundesligataugliche Mannschaft aufstellen zu können, ging Trainer Weisenbach neue Wege und reiste nach Nordamerika, um gezielt nach Spielern mit deutschen Wurzeln zu suchen. Mit Harold Kreis, Manfred Wolf, Roy Roedger und Peter Ascherl wechselten schließlich die ersten „Deutsch-Kanadier“ in die Bundesliga. Auch die Verpflichtung des Nationaltorhüters Erich Weishaupt sorgte für Furore. Obwohl ordnungsgemäß vom Berliner Schlittschuhclub verpflichtet, erhielt der MERC wegen internen Querelen zwischen dem Berliner SC und den vorgeschalteten Eissport Berlin KG und Eishockey Berlin KG den Spielerpass erst nach der offiziellen Transferfrist, sodass der Deutsche Eishockey-Bund am 8. November alle bis dahin erspielten Punkte aberkennen wollte. Mannheim und der mit einem anderen Spieler ebenso betroffene SB Rosenheim zogen daraufhin vor ein ordentliches Gericht und gewannen gegen den Verband.

Nach einem sechsten Platz in der Premierensaison gelang den Mannheimern 1980 der bis dahin größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Vor der Saison wurde die Mannschaft mit Ron Andruff und Holger Meitinger sowie dem Zurückholen der Mannheimer Eigengewächse Marcus Kuhl und Peter Obresa erneut verstärkt. In einem komplizierten Modus, aus Vorrunde, Zwischenrunde und Meisterrunde, bewies das Team die größte Ausdauer und konnte schließlich erstmals die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Der Titelgewinn wurde bereits im vorletzten Spiel durch einen Sieg in Berlin perfekt gemacht, sodass sich die Mannheimer Spieler vor Beginn des letzten, bedeutungslos gewordenen Heimspiels gegen den Kölner EC in Frack und Zylinder warmliefen.

Wie bereits vorher vereinbart verließ Meistertrainer Weisenbach Mannhein und wurde durch den Tschechen Ladislav Olejnik, der fast das ganze Jahrzehnt die Mannschaft prägen sollte. Der Etat war in dieser Zeit aber so klein, dass die Mannschaft meistens nicht breit genug aufgestellt war. In der Saison 1981/82 standen sogar nur noch vier Verteidiger zur Verfügung, sodass die Mannschaft in den entscheidenden Spielen zum Saisonende war die Mannschaft sowohl personell als auch konditionell nicht konkurrenzfähig.

1981, als die Meisterschaft erstmals nach dem Play-off-System ausgetragen wurde, gelang auf Anhieb ein dritter Platz. Im Jahr darauf stieß der MERC sogar bis ins Finale vor, wo er sich jedoch dem SB Rosenheim geschlagen geben musste. 1983 wurde die Mannschaft erneut deutscher Vizemeister, nachdem sie im Finale gegen den EV Landshut verloren hatte. In der nächsten Saison entschied der MERC erstmals in seiner Geschichte die Hauptrunde für sich, schied dann aber im Halbfinale aus und wurde am Ende Dritter. 1985 zog der Club zum dritten Mal in vier Jahren Play-off-Finale ein, in dem schließlich der SB Rosenheim erneut das bessere Ende für sich behielt.

Im folgenden Jahr wechselte Olejnik nach Rosenheim. Zudem konnten die Abgänge von Manfred Wolf, Roy Roedger und Andreas Niederberger durch das junge Team nie kompensiert werden, sodass Präsident Helmut Müller trat nach zehn erfolgreichen Jahren seinen Rücktritt erklärte und die Mannschaft bereits im Viertelfinale ausschied. Nach nur einem Jahr kehrte Trainer Olejnik an die Bande zurück und prompt stellte sich der Erfolg wieder ein. Der Mannheimer ERC spielte sich 1986/87 erneut bis ins Finale und unterlag erst dort dem Kölner EC. In der folgenden Saison traf man bereits im Halbfinale auf die Domstädter, die Revanche gelang jedoch nicht und der MERC wurde am Ende Dritter. 1989 verlor die Mannschaft im Spiel um Platz Drei abermals gegen den KEC und wurde Vierter.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts verließ Ladislav Olejnik endgültig den Mannheimer ERC, der sich in den folgenden Jahren stets nur noch zwischen Rang Fünf und Sieben platzieren konnte. In den anschließenden Play-offs schied das Team 1990, 1991 und 1994 bereits im Viertelfinale aus, 1992 und 1993 gelang immerhin der Sprung ins Halbfinale.

Im Frühling 1994 stand das Eishockey in Mannheim schließlich kurz vor dem Aus, da die Schulden des Vereins auf acht Millionen DM angestiegen waren. Die Krise konnte nur bewältigt werden, weil die Spieler auf bis zu 30 Prozent ihres Gehalts verzichteten und die teuersten Stars wie Jiří Lála und Peter Draisaitl an andere Vereine abgegeben wurden. Nach dem Ende der Saison 1993/94 wurde mit der Deutschen Eishockey Liga eine neue Eliteliga gegründet. Um den Ansprüchen des professionellen Eishockeys Rechnung zu tragen, wurde die erste Mannschaft des MERC in die neue Die Adler Mannheim Eishockey Spielbetriebs GmbH + Co. KG ausgelagert und spielt seitdem unter dem Namen Adler Mannheim in der DEL.

Gleich in der ersten DEL-Saison erreichte das junge Team der Adler in der Vorrunde den dritten Platz, im Viertelfinale unterlag man jedoch dem späteren Meister Kölner Haie. 1996 belegte die Mannschaft dann wieder nur den sechsten Platz der Vorrunde und schied erneut im Viertelfinale aus.

Zwischenzeitlich war das Bosman-Urteil gefallen, wonach EU-Bürger ohne Transfersummen und ohne Reglementierung der Ausländeranzahl ihren Verein frei wählen dürfen. Das Mannheimer Management reagierte sehr schnell und verpflichtete Spieler aus Frankreich, Österreich, Italien und Belgien. Die Verstärkungen schlugen sofort ein und in der Saison 1996/97 wurde die Vorrunde knapp hinter Köln auf Platz Zwei abgeschlossen. In der Meisterrunde konnten die Haie sogar überholt werden, in den folgenden Play-offs gewannen die Adler mit drei Sweeps, also ohne ein einziges Spiel zu verlieren, ihre zweite Deutsche Meisterschaft, die erste seit der Gründung der DEL. Als einziger Spieler der Meistermannschaft von 1980 war Kapitän Harold Kreis mit dabei, der anschließend seine aktive Karriere beendete.

Ein Jahr später wurde der Titel erfolgreich verteidigt. Nachdem die Vorrunde souverän von der Mannschaft gewonnen wurde, konnte die Meisterrunde zunächst nur auf dem vierten Platz abgeschlossen werden. In den Play-offs musste das Team schließlich jedoch nur ein einziges Spiel, in der Finalserie gegen die Eisbären Berlin, verloren geben. Mit dem zweiten Titel stiegen die Adler zum Rekordmeister der noch jungen Spielklasse auf, der Mannheimer Philippe Bozon wurde zudem zum DEL-Spieler des Jahres gekürt. In der Sommerpause wurden wirtschaftliche Probleme des Vereins offenbar, die durch den Einstieg des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp bewältigt werden konnten. Die Hauptrunde der Saison 1998/99 beendeten die Adler zunächst auf dem dritten Platz, allerdings mit einem großen Rückstand auf die erstplatzierten Nürnberg Ice Tigers. Diese beiden Mannschaften standen sich schließlich auch im Play-off-Finale gegenüber, dass die Mannheimer mit 3:2 Spielen gewinnen konnten und damit die dritte Meisterschaft in Folge feierten.

Die nächste Saison war ein Jahr des Umbruchs. Meistertrainer Lance Nethery hatte ebenso wie einige der Leistungsträger der vergangenen Jahre Mannheim verlassen und wurde vom Kanadier Chris Valentine beerbt. Am Ende schied die Mannschaft bereits im Viertelfinale aus, einziger Lichtblick aus Sicht des MERC war Jan Alston, der mit 74 Punkten Topscorer der Deutschen Eishockey Liga wurde. Mit einer erneut auf vielen Positionen veränderten Mannschaft und dem neuen Trainer Bill Stewart gewannen die Adler die Vorrunde der Saison 2000/01 mit dem neuen DEL-Rekord von 115 Punkten aus 60 Spielen und holten am Ende der Saison den fünften Meistertitel nach Mannheim.

Im Sommer 2001 musste der Stammverein Mannheimer ERC einen Insolvenzantrag stellen und wurde aufgelöst, der Mannheimer ERC K-S-E änderte daraufhin seinen Namen in Mannheimer ERC e.V. und gründete mit dem Mannheimer ERC Eishockey-Spielbetrieb e.V. einen Nachfolger im Eishockeybereich. Die Profimannschaft stieß in der Spielzeit 2001/02 hingegen erneut ins Finale vor, in dem die Mannschaft aber mit 2:3 Spielen den Kölner Haien unterlag. 2003 scheiterten die Adler im Halbfinale erneut an den Haien, gewann aber erstmals den neugeschaffenen Deutschen Eishockey-Pokal. Im folgenden Jahr belegte das Team nach der Vorrunde nur den sechsten Platz und scheiterte bereits im Viertelfinale an den Hamburg Freezers.

Zur Saison 2004/05 verstärkte sich die Mannschaft durch den Lockout in der National Hockey League zusätzlich mit den beiden deutschen NHL-Spielern Jochen Hecht und Sven Butenschön sowie dem französischen Nationaltorhüter Cristobal Huet und den Verteidigern Andy Delmore und Yannick Tremblay. Trotzdem wurde in der Hauptrunde nur ein sechster Platz erreicht. Dennoch erreichten die Adler das Play-off-Finale, unterlagen dort jedoch glatt in drei Spielen gegen die Eisbären Berlin. In die Saison 2005/06 startete die Mannschaft mit dem ligaweiten Etatrekord von acht Millionen Euro, zudem wurde mit der neu errichteten SAP-Arena eine der modernsten Multifunktionsspielstätten Europas bezogen. Nach der Hauptrunde fanden sich die Adler dennoch lediglich auf dem zehnten Tabellenplatz wieder, sodass die Play-offs erstmals seit ihrer Einführung im deutschen Eishockey 1981 ohne den Mannheimer ERC stattfanden. Zwar erreichte das Team erneut das Finale des Deutschen Eishockey-Pokals, hier unterlag man jedoch den DEG Metro Stars aus Düsseldorf. Trotz des sportlich schlechten Abschneidens in der Meisterschaft wurde der Zuschauerschnitt durch die neue Arena von 5.918 auf 11.056 pro Spiel gesteigert und damit fast verdoppelt. Zudem bedeutete dieser Schnitt den vierthöchsten Zuschauerzuspruch in Europa.

In der Saison 2006/07 sicherte sich das Team nach einer überlegenen Hauptrunde durch einen Finalsieg über die Sinupret Ice Tigers den sechsten Meistertitel in der Vereinsgeschichte sowie gegen die Kölner Haie den zweiten DEB-Pokalgewinn. Damit gelang den Adlern als erste Mannschaft seit Gründung der DEL das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Auch der Zuschauerzuspruch erreichte mit 12.688 Besuchern pro Hauptrundenspiel einen neuen Rekord und zudem den dritthöchsten Schnitt in Europa. Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorrunde stellten die Adler Mannheim zusammen mit den Kölner Haien am 22. März 2008 den Rekord für das längste Spiel in der Deutschen Eishockey-Geschichte auf. Im dritten Play-off-Viertelfinalspiel in der KölnArena standen beide Teams 168:16 Minuten auf dem Eis, bis die Partie durch den 5:4-Siegtreffer des Kölners Philip Gogulla beendet wurde. Weltweit ist dieses Match damit das zweitlängste, nur ein Spiel der NHL aus dem Jahre 1936 dauerte länger. Die Adler verloren die Serie allerdings am Ende deutlich mit 1:4.

Im folgenden Jahr lag die Mannschaft lange Zeit der Hauptrunde auf Play-off-Kurs, startete dann allerdings zu Ende der regulären Saison eine Negativserie, die die Entlassung des bisherigen Trainers Dave King zur Folge hatte. Nachdem die Adler lediglich noch auf Platz Vier liegend die Play-offs erreicht hatten, konnten die Sinupret Ice Tigers, gegen welche die Mannschaft in der Hauptrunde keines der vier Aufeinandertreffen hatte gewinnen können, mit 4:1 Spielen geschlagen werden. Im Halbfinale folgte jedoch das Aus in vier Spielen gegen die Eisbären Berlin.

Bislang wurden die Rückennummern von drei Spielern aufgrund ihrer Verdienste für den Verein „gesperrt“, das heißt, sie werden nicht mehr an aktive Spieler vergeben. Zur Erinnerung an die Ausgezeichneten wurden Banner mit den entsprechenden Nummern unter dem Dach der SAP-Arena angebracht.

Einige Spieler der Adler Mannheim wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Seit der Gründung der Mannheimer ERC im Jahr 1938 trainierten den Verein 39 verschiedene Trainer aus sechs Nationen. Der erste hauptamtliche Übungsleiter der neuen Eishockeymannschaft war Toni Lindner, der den Posten 1939 übernahm. Auf ihn folgte Hugo Strauß und schließlich mit dem ehemaligen deutschen Nationaltrainer Bobby Bell der erste ausländische Coach des Mannheimer ERC. Mit bis heute 18 Staatsangehörigen kamen die meisten Trainer des MERC jedoch weiterhin aus Deutschland, gefolgt von elf Kanadiern, von denen ein Großteil in den 1960er-Jahren das Training im Friedrichspark leitete.

Auf die längste Amtszeit bei den Mannheimern können der Tscheche Ladislav Olejnik sowie der Kanadier Lance Nethery zurückblicken, die den Verein von 1981 bis 1985 beziehungsweise von 1994 bis 1999 jeweils fünf Spielzeiten lang trainierten. Sieht man bei Olejnik von einem kurzen Zwischenspiel beim SB Rosenheim 1986 ab, saß dieser sogar neun Jahre in Folge auf der Trainerbank des Mannheimer ERC.

Lance Nethery ist zudem mit den Meisterschaften 1997, 1998 und 1999 der gemessen an gewonnenen Titeln bisher erfolgreichste Übungsleiter in der Vereinsgeschichte. Es folgen die weiteren Meistertrainer Heinz Weisenbach (1980), Bill Stewart (2001) Greg Poss und Teal Fowler (als Trainerduo 2007), an die jeweils ein eigener Wimpel unter dem Hallendach der SAP-Arena erinnert. Stewart sowie Poss/Fowler konnten 2003 beziehungsweise 2007 zudem jeweils einmal den Deutschen Eishockey-Pokal gewinnen. Ebenfalls erfolgreich verliefen die Amtszeiten von Ladislav Olejnik (Vizemeister 1982, 1983, 1985 und 1987) und Stéphane Richer (Vizemeister 2005).

Bruno Guttowski kann die meisten Amtszeiten in Mannheim vorweisen. Er trainierte den MERC in der Spielzeit 1955/56 gemeinsam mit Erich Konecki, später stand er nochmals von 1959 bis 1962 (zusammen mit dem Schweizer Richard Torriani beziehungsweise dem Kanadier Hal Scholey) sowie von 1969 bis 1972 (am Ende gemeinsam mit Ulrich Finger und Gerhard Schuhmacher) hinter der Bande im Friedrichspark. Heinz Weisenbach (1976–1980 und 1990) sowie Ladislav Olejnik (1980–1985 und 1986–1989) bestritten zudem ebenfalls mehr als eine Amtszeit in der Quadratestadt.

Ab der Saison 2009/10 wird der Kanadier Doug Mason das Traineramt übernehmen und damit auf Dave King folgen, der im Februar 2009 von seinem Amt entbunden worden war. Mason zur Seite soll der bisherige Assistenz- und zwischenzeitliche Interimstrainer Teal Fowler stehen.

Im Mannheimer ERC selbst sind heute die Amateur- und Nachwuchsabteilungen – mit Ausnahme der in der Deutschen Nachwuchsliga spielenden „Jungadler Mannheim“ – organisiert. 2001 musste der bisherige Stammverein Mannheimer ERC Insolvenz beantragen, woraufhin die bereits 1976 abgespaltene Kunstlauf-Schnelllauf-Eisschießen-Abteilung Mannheimer ERC K-S-E mit dem Mannheimer ERC Eishockey-Spielbetrieb e.V. eine neue Eishockeyabteilung gründete, die daraufhin die Rolle des alten Stammvereins einnahm.

Darüber hinaus gehörte von 1982 bis 2005 eine Frauenmannschaft mit dem Namen „Mannheimer ERC Wild Cats“ zum Verein.

Nachdem die Amateurmannschaft des MERC schon 2005 hinter den Schwenninger ERC Fire Wings der Vizemeistertitel in der Baden-Württembergliga – der höchsten Spielklasse des Eissportverbandes Baden-Württemberg – erreicht und auf den möglichen Aufstieg in die Oberliga aus finanziellen Gründen verzichtet hatte, gelang dem Verein schließlich in der Spielzeit 2005/06 der Meistertitel. Auf Aufstieg musste aber wiederum mangels ausreichender finanzieller Ressourcen verzichtet werden, woraufhin der MERC in der Saison 2006/07 erneut an der Baden-Württembergliga teilnahm. Die Mannschaft erreichte zwar die Aufstiegsrunde zur Oberliga, scheiterte dort jedoch mit einem sechsten Platz. In der 2008 schaffte das Team zwar als Erstplatzierter der Meisterrunde den Sprung in die Qualifikationsrunde für die Aufstiegsrunde zur Oberliga, scheiterte dort allerdings am ESV Hügelsheim und der SG Stuttgarter EC/SC Bietigheim-Bissingen.

Schon zu den Gründungszeiten des MERC wurde im Verein intensive Nachwuchsarbeit betrieben, sodass bereits in der Saison 1940/41 die Jugendmannschaft des MERC das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichte. Nach langen zum Teil sehr erfolgreichen Jahrzehnten wurde 1999 durch den Einstieg des Mäzens Dietmar Hopp auch die Jugendarbeit auf eine professionelle Ebene gebracht und das Projekt Jungadler aus der Taufe gehoben. Es wurde ein Sportinternat in Mannheim eingerichtet, in das talentierte Jungspieler aus ganz Deutschland aufgenommen werden, und zudem der ehemalige Adler-Torhüter Helmut de Raaf als hauptverantwortlicher Trainer engagiert. In der im Jahr 2000 gegründeten Deutschen Nachwuchsliga führte de Raaf die Jungadler auf Anhieb zum Deutschen Vize-Meistertitel. 2002 gelang schließlich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, die bis 2006 jedes Jahr verteidigt wurde, ehe 2007 die Vize-Meisterschaft erreicht wurde. 2008 und 2009 gewannen die Jungadler den sechsten und siebten Titel von insgesamt neun ausgespielten DNL-Meisterschaften.

Da die Herrenmannschaft des MERC nur in der Baden-Württembergliga spielt, wurden die Jungadler nach der Saison 2005/06 vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den Heilbronner EC umgegliedert, wodurch talentierte Nachwuchsspieler seitdem auch bei den in der 2. Bundesliga spielenden Profimannschaft Heilbronner Falken Erfahrungen sammeln können. Aus den Jungadlern gingen im Lauf der Jahre zahlreiche spätere Profispieler wie Christoph Ullmann, Fabio Carciola, Danny aus den Birken, Frank Mauer, Rainer Köttstorfer, Sachar Blank oder Christoph Gawlik hervor.

Die Frauenmannschaft des Mannheimer ERC wurde 1982 als „Mannheimer ERC Bob Cats“ gegründet und nahm ab 1984 am Spielbetrieb der Baden-Württemberg-Liga und ab 1986 zusätzlich der NRW-Liga, der späteren Bundesliga Nord, teil. Die erfolgreichste Zeit des in „Wild Cats“ umbenannten Teams lag zwischen 1988 und 1994 mit je drei Deutschen Meisterschaften und Vizemeisterschaften. Nach einem personellen Umbruch in der Mannschaft, nach dem dennoch Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft werden konnte, schafften die Wild Cats 1998 erneut die Vizemeisterschaft und errangen 1999 und 2000 ihren vierten und fünften Meistertitel.

Zur Saison 2005/06 wurde der Spielbetrieb vorerst aufgegeben, nachdem vier Spielerinnen ihre Verträge gekündigt hatten und dadurch keine spielfähige Mannschaft mehr existierte.

Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde 1939 das Eisstadion am Friedrichspark unweit des Mannheimer Schlosses eröffnet. Es war nach Plänen von Richard Pabst gebaut worden, der zuvor bereits Olympiastadion in Garmisch-Partenkirchen errichtet hatte. 1943 bei einem Luftangriff schwer zerstört, wurde das Stadion bis 1949 in vereinfachter Form und in offener Bauweise wiederaufgebaut. Erst zwischen 1959 und 1962 wurden die Zuschauertribünen sukzessive überdacht und schließlich 1969 auch die Eisfläche mit einem Dach versehen. Das Eisstadion am Friedrichspark war dennoch weiterhin nach drei Seiten hin sowie am Übergang zwischen Spielfläche und Zuschauertribünen offen, sodass die Spiele bei starkem Schneefall oder Nebel beeinträchtigt wurden. In der Spitze wurden 11.000 Zuschauer eingelassen, später wurde das Fassungsvermögen aber aus Sicherheitsgründen auf etwa 8.200 beschränkt.

Mit zunehmendem Alter wurde der Zustand des Stadions immer maroder, jedoch sah sich die Stadt Mannheim als Eigentümer sah außerstande, mehr als die dringendsten Reparaturen durchzuführen. Als sich in den 1980er-Jahren einige Fernsehsender wegen der schlechten Arbeitsbedingungen weigerten, Live-Übertragungen durchzuführen, wurde erstmals über einen Stadionneubau diskutiert. 1988 brannte das Leistungszentrum für Eissport in Mannheim komplett nieder, woraufhin Pläne erarbeitet wurden, die eine gemeinsame Lösung ein Stadion mit 15.000 Plätzen vorsah.

Nach jahrelanger, erfolgloser Debatte um den Bau einer neuen Spielstätte gab schließlich Mäzen Dietmar Hopp den Anstoß zum Bau einer neuen Multifunktionsarena. Hopp bot der Stadt eine zinslose Vorfinanzierung an, die vorsieht, dass die Arena nach Abbezahlung der Baukosten von 70 Millionen Euro nach 30 Jahren in das Eigentum der Stadt Mannheim übergeht. In Folge dessen wurde im Jahr 2004 mit dem Bau der neuen SAP-Arena im Mannheimer Osten begonnen, zudem wurden auf dem Gelände zwei von Hopp gestiftete Trainingshallen errichtet. Am 17. April 2005 fand mit der Niederlage in der Play-off-Finalserie gegen Berlin das letzte Pflichtspiel der Adler Mannheim im Friedrichspark statt. Am letzten Wochenende des Aprils wurde eine Abschiedsfeier unter dem Motto „Bye bye Friedrichspark“ durchgeführt, zu deren Höhepunkten die Spiele der „Adler-All-Stars 1994–1999“ gegen die „Adler-All-Stars 2000–2005“ sowie der MERC-Meistermannschaft 1980 gegen die „MERC-All-Stars“ gehörten. Am 21. August 2005, als nur der Unterrang der neuen Arena fertiggestellt war, bestritten die Adler mit einem Freundschaftsspiel gegen Köln die erste Partie im neuen Stadion. Die offizielle Einweihung folgte am 6. September mit einem Spiel gegen ein DEL-Dream-Team. Zwei Tage später fand schließlich das erste Pflichtspiel statt, das die Adler gegen Düsseldorf mit 6:5 nach Penaltyschießen gewannen.

Die Adler Mannheim haben derzeit 41 Fanclubs, in denen über 1.100 Fans organisiert sind. Die Clubs finden sich dabei nicht nur in Mannheim, sondern sind über ganz Südwestdeutschland verteilt. Zur besseren Organisation ihrer Aktivitäten haben sich die einzelnen Vereine zur Mannheimer Faninitiative Die Blau-Weiß-Roten zusammengeschlossen. Seit mehreren Jahren übernimmt zudem jeweils ein Spieler aus dem Kader der Adler die „Patenschaft“ eines Fanclubs. Bei Heimspielen halten sich die organisierten Fans im Stehplatzbereich in der Nordwestkurve der SAP-Arena auf.

Zudem existiert aufgrund der regionalen Nähe eine Rivalität zwischen den Fans der beiden DEL-Gründungsmitglieder Adler Mannheim und Frankfurt Lions, an die im Vorfeld und während der Begegnungen zwischen den beiden rivalisierenden Vereinen von Fans und Medien erinnert wird. In den wichtigen Begegnungen zwischen beiden Teams, wie den Play-off-Halbfinals 1998 und 2005 sowie im Viertelfinale 2007 blieben bislang jedes Mal die Adler knapp und nicht immer unumstritten siegreich, was die Rivalität im Laufe der Jahre weiter verstärkte.

Im Juni 2004 verkündeten die Adler Mannheim, eine Zusammenarbeit mit dem Heilbronner EC eingehen zu wollen. Die Mannheimer unterstützen den HEC seitdem sportlich vor allem durch die Mitgestaltung des Trainings der Falken durch die eigenen Torhüter- und Konditionstrainer sowie durch den Austausch von Nachwuchs- und Förderlizenzspielern. Nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bunds dürfen Mannschaften der DEL eine Förderlizenz an Spieler unter 25 Jahren geben, wodurch diese für einen weiteren Verein in einer tiefklassigeren Liga spielberechtigt sind. Die Nachwuchsspieler der Adler sammeln durch diese Regelung bei den Falken erste Erfahrungen im Profibereich und können somit langsam an die höchste deutsche Eishockeyklasse herangeführt werden, während sie selbst den Zweitligisten spielerisch verstärken, woraus ein Synergieeffekt für beide Teams entsteht. Als Folge dessen verpflichteten sich die Falken, ein ähnliches Spiel- und Trainingssystem wie die Adler Mannheim einzuführen um den Austauschspielern somit einen leichteren Übergang beim Mannschaftswechsel zu ermöglichen. Zudem nutzen die Heilbronner Falken seit 2004 das Scouting-System der Adler Mannheim in Nordamerika, wodurch vor allem junge Spieler aus dem US-amerikanischen Collegespielbetrieb und East Coast Hockey League verpflichtet werden können, da sich der DEL-Club vornehmlich auf Spieler der hochklassigeren National Hockey League und American Hockey League konzentriert. Die Adler haben gleichzeitig die Möglichkeit, durch die Falken verpflichtete Spieler aus Nordamerika unverbindlich zu beobachten und anschließend ohne Risiko selbst unter Vertrag zu nehmen.

Zu den weiteren Vereinbarungen des Kooperationsvertrags gehörte die Schaffung einer Corporate Identity nach nordamerikanischem Vorbild. Fanartikel des Kooperationspartners werden beim jeweils anderen Verein verkauft, außerdem wurde die Trikotgestaltung der Falken an die Farben und an das Design der Spielkleidung der Mannheimer Adler angepasst. Zudem berichtet die Stadionzeitschrift der Adler seit 2004 auch über die Spiele der Heilbronner Falken. Zur Saison 2006/07 wurde die bestehende Zusammenarbeit weiter verstärkt, indem das DNL-Team der Mannheimer, die Jungadler, vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den HEC umgegliedert wurde.

2007 gingen die Adler Mannheim zudem eine Kooperation mit dem Baseball-Bundesligisten Mannheim Tornados ein. Im Rahmen der Zusammenarbeit können Dauerkarteninhaber der Adler seit dieser Zeit Spiele der Tornados zu freiem Eintritt besuchen, zudem soll mit dem Besuch von Adler-Spielern des Roberto Clemente Field ein größeres mediales Interesse rund um die Baseballmannschaft erreicht werden.

Zudem überträgt der private Lokalsender Radio Regenbogen im Rahmen einer Medienpartnerschaften mit dem MERC sämtliche Spiele der Adler Mannheim in voller Länge im Webradio, seit der Saison 2008/09 auf der eigenen Internetplattform Die Adler Live.

Die Adler Mannheim und ihre Fans sind vielfach sozial engagiert und unterstützen dabei unter anderem die Initiative des ehemaligen Adler-Torhüters Mike Rosati, die den Namen „Rosys Kids Corner“ trägt und Spenden für den Kampf gegen Leukämie sammelt. Jährlich wird bei einer Partie der Adler eine Aktion mit dem Namen „Spiel der leuchtenden Herzen“ durchgeführt und Spendengelder für Rosys Kids Corner und andere Einrichtungen gesammelt. Im Jahr 2008 kamen bei der Aktion Spendengelder in der Höhge von 60.000 Euro zusammen. Im Dezember 2008 konnte beim Spiel „Spiel der leuchtenden Herzen“ erneut 40.000 Euro an die 2008 gegründete Initiative „Adler helfen Menschen“ sowie die Deutsche Leukämie Forschungshilfe übergeben werden.

Zudem geht der Verein seit der Saison 2006/07 feste Partnerschaften mit Schulen dieser Region, in deren Rahmen beispielsweise die nordamerikanischen Spieler der Adler den Englischunterricht in den Partnerschulen besuchen und dort Talkrunden in Deutsch und Englisch abhalten. Zudem unterstützt der Club die Aktion „Drogen legen Dich auf Eis“, das schon seit einigen Jahren in Kooperation mit der Kriminalpolizei durchgeführt wird.

Traditionelles Maskottchen der Mannheimer ERC ist der Adler, der bereits im Wappen des MERC, gemeinsam mit dem Wappen der Stadt Mannheim, enthalten war und nach der Ausgliederung der Profimannschaft zum Namensgeber des neuen DEL-Vereins wurde. Noch heute bildet der Adler als Maskottchen einen wichtigen Bestandteils im Merchandising-Bereich des Clubs, ohne jedoch bei Heimspielen der Adler aufzutreten. Diese Rolle übernimmt hingegen das offizielle Maskottchen der SAP-Arena, das in einem Wettbewerb für Schulklassen den Namen „Udo“ erhielt. Vor und nach den Spielen der Adler sowie während der Drittelpausen betritt es in Form eines Schlittschuhläufers im Hamster-Plüschkostüm die Eisfläche und versucht mit diversen Animationsaktionen, die Stimmung in der Halle zu steigern.

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DEL 2002/03

Logo des Krefelder EV

Die DEL-Saison 2002/03 war die neunte Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Die reguläre Saison begann am 6. September 2002 und endete am 9. März 2003, die Play-off-Runde wurde ab 12. März ausgespielt. Deutscher Meister wurden die Krefeld Pinguine. Da den Schwenninger ERC Wild Wings aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens die Lizenz entzogen wurde, durfte der sportliche Absteiger Frankfurt Lions in der Liga verbleiben.

Während sich die besten acht Teams der Vorrunde für die Play-offs qualifizierten, spielten die beiden Letztplatzierten in einer Play-down-Runde gegen den Abstieg. Für die Mannschaften auf den Plätzen Neun bis Zwölf war die Saison nach der Vorrunde beendet.

Nachdem die Lizenz der München Barons nach Hamburg gewechselt war, spielten die neu gegründeten Hamburg Freezers eine überraschend gute Saison, in der sie vom abgeschlagenen letzten auf den achten und damit einen Play-off-Platz vorrücken konnten. Mit einem Zuschauerschnitt von 10.713 und einer knappen Viertelfinalniederlage gegen Berlin beendeten die Freezers schließlich ihre erste Saison. Die Iserlohn Roosters, der DEL-Club mit dem kleinsten Etat, konnten ebenfalls überraschen und verpassten unter Trainer Greg Poss nur knapp die Play-offs, da sie am Ende mit einem Punkt Rückstand auf Hamburg Rang 9 belegten.

Die beiden Tabellenletzten Frankfurt Lions und Schwenninger ERC Wild Wings spielten ab dem 12. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg.

Obwohl der Abstand am Ende der Hauptrunde 25 Punkte betrug, gewannen die Schwenninger Wild Wings die Abstiegsrunde gegen die Frankfurt Lions, die damit als sportlicher Absteiger feststanden. Da gegen die Wild Wings jedoch ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, wurde dem SERC die Lizenz entzogen, woraufhin er den Gang in die unteren Ligen antreten musste und Frankfurt in der DEL verbleiben durfte.

Das Viertelfinale wurde ab dem 12. März 2003 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, trafen auf die achtplatzierten Hamburg Freezers, die zweitplatzierten Kölner Haie auf den Siebten Kassel Huskies, der Dritte, die DEG Metro Stars, auf die sechstplatzierten Krefeld Pinguine sowie die viertplatzierten Adler Mannheim auf die Nürnberg Ice Tigers, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 28. März und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde auf den Drittbestplatzierten traf.

Die Berliner verloren damit überraschend das Halbfinale gegen die Krefeld Pinguine, obwohl die Eisbären die Vorrunde mit 109 Punkten als Erster abgeschlossen hatten und damit als Topfavorit für die Meisterschaft galten.

Die Finalserie wurde ab dem 11. April ausgespielt. Die Kölner Haie hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Als größte Überraschung der Spielzeit wurden die Krefeld Pinguine damit zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen standen die Pinguine kurz davor, als erste Mannschaft in der DEL-Geschichte mit einem Sweep, also einer Serie ohne Niederlage, Deutscher Meister zu werden. Dies war auch zu Bundesligazeiten lediglich dem EC Hedos München in der Finalserie der Saison 1993/94 gegen die Düsseldorfer EG gelungen. Durch den knappen 3:2-Sieg der Kölner im dritten Spiel schafften es die Krefelder jedoch nicht, diesen Rekord einzustellen. Aufgrund der Play-off-Siege gegen Düsseldorf, Berlin und Köln wurde in Krefelder Kreisen scherzhaft das Siegesmotto „Landeshauptstadtbesieger, Bundeshauptstadtbesieger, Karnevallshauptstadtbesieger, Deutscher Meister 2003“ geprägt.

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DEL 2004/05

Logo der Eisbären Berlin

Die DEL-Saison 2004/05 war die elfte Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Die reguläre Saison begann am 17. September 2004 und endete am 13. März 2005, die Play-off-Runde wurde ab 17. März ausgespielt. Deutscher Meister wurden die Eisbären Berlin, der sportliche Absteiger Kassel Huskies durfte in der Liga verbleiben, da den Grizzly Adams Wolfsburg die Lizenz durch die Liga entzogen wurde.

Geprägt wurde die Saison vor allem durch Spieler aus der National Hockey League, die nach der Absage der dortigen Spielzeit für ein Jahr in die europäischen Ligen wechselten, um weiterhin hochklassiges Eishockey spielen zu können. Mit Erik Cole wurde einer dieser Legionäre zudem als wertvollster Spieler der Play-offs ausgezeichnet.

Während sich die besten acht Teams der Vorrunde für die Play-offs qualifizierten, spielten die beiden Letztplatzierten in einer Play-down-Runde gegen den Abstieg. Für die Mannschaften auf den Plätzen Neun bis Zwölf war die Saison nach der Vorrunde beendet.

Größte Überraschung der Vorrunde waren die Hannover Scorpions, die von Anfang Januar bis Mitte März fast 20 Punkte auf die Grizzly Adams Wolfsburg aufholen konnten und so die Play-downs noch verhindern konnten.

Die beiden Tabellenletzten Grizzly Adams Wolfsburg und Kassel Huskies spielten ab dem 18. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg. Wolfsburg hatte aufgrund der besseren Hauptrundeplatzierung das erste Heimrecht, welches anschließend in jedem der im Zwei-Tages-Rhythmus stattfindenden Spiele wechselte.

Damit standen die Kassel Huskies als sportlicher Absteiger fest. Kassel verblieb jedoch in der Liga, da den Grizzly Adams die Lizenz entzogen wurde, da der Bau einer neuen, den Vorgaben der DEL entsprechenden Arena nicht fristgerecht abgeschlossen worden war.

Das Viertelfinale wurde ab dem 17. März 2005 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Frankfurt Lions, traf auf die achtplatzierten Hamburg Freezers, die zweitplatzierten Eisbären Berlin auf den Siebten Augsburger Panther, der Dritte, die Nürnberg Ice Tigers, auf die sechstplatzierten Adler Mannheim sowie die viertplatzierten Kölner Haie auf den ERC Ingolstadt, der die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Mit Ausnahme der Auftaktpartie Frankfurt Lions gegen Hamburg Freezers, die im Gegensatz zu den restlichen Spielen am 17. statt am 18. März ausgetragen wurde, fanden die Partien im Zwei-Tages-Rhythmus mit wechselndem Heimrecht statt.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 1. April und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde gegen den Drittbestplatzierten spielte.

Die Finalserie wurde ab dem 15. April ausgespielt. Die Eisbären Berlin hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Damit wurden die Eisbären Berlin zum ersten Mal in ihrer Geschichte Gesamtdeutscher Meister und gewannen zugleich ihren ersten Titel nach der Wiedervereinigung. Gegen die Adler Mannheim, die zuvor eher überraschend die in der Vorrunde besser platzierten Nürnberg Ice Tigers und Frankfurt Lions geschlagen hatten, schafften die Hauptstädter zudem als erste Mannschaft in der DEL-Geschichte Sweep, also ohne Niederlage in einer Serie, das Finale zu gewinnen. Dies war auch zu Bundesligazeiten lediglich dem EC Hedos München in der Finalserie der Saison 1993/94 gegen die Düsseldorfer EG gelungen.

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DEL 2005/06

SAP-Arena in Mannheim

Die DEL-Saison 2005/06, die am 8. September 2005 begann, war die 12. Saison der Deutschen Eishockey-Liga. Die letzten Vorrundenspiele fanden am 12. März 2006 statt, der deutsche Meister Eisbären Berlin konnte seinen Titel am 17. April verteidigen. Die Kassel Huskies stiegen hingegen nach einer Niederlage in der Play-down-Runde gegen Aufsteiger Füchse Duisburg in die 2. Bundesliga ab.

Die Saison 2005/06 war die vorerst letzte der DEL mit sportlichem Absteiger. Das sollte ab der Saison 2006/07 für Planungssicherheit der Clubs und Sponsoren sorgen. Daher war es vor allem für die kleineren und weniger finanzkräftigen Vereine wichtig, die Play-downs am Ende der Saison nicht zu verlieren. Ein potenzieller Aufsteiger musste sich ab der folgenden Saison sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich und infrastrukturell für die DEL qualifizieren. Diese Regelungen, die in einem Kooperationsvertrag zwischen DEL, Eishockeyspielbetriebsgesellschaft und Deutschem Eishockey-Bund festgelegt wurden, lösten auch bei den Fans einiger DEL-Vereine Proteste aus.

Im Gegensatz zum sportlichen Abstieg wurde die umstrittene Auslegung der IIHF-Regel 554c nicht abgeschafft. Auch weiterhin mussten die Referees auf eine Zwei-Minuten-Strafe entscheiden, wenn ein Spieler den Puck über die Bande schoss. Keine Veränderung wurde auch bezüglich des Ausländerkontingents beschlossen. Jeder Club durfte weiterhin zwölf ausländische Spieler lizenzieren, jedoch nur elf pro Partie einsetzen.

Die bestehende Vorschrift, dass das dunkle Trikot Heimtrikot sein musste, wurde ab der Spielzeit 2005/06 nicht mehr so streng gehandhabt. Jedes Team musste zu Saisonbeginn melden, welches Trikot vor eigenem Publikum getragen werden sollte. Die Auswärtsmannschaft musste sich dann darauf einstellen.

Die Förderlizenz-Regelung wurde gegenüber der Vorsaison nicht verändert. Wie zuvor konnten deutsche Feldspieler, die nach dem 1. Mai 1982 geboren wurden, und deutsche Torhüter, die am 1. Mai 1980 noch nicht auf der Welt waren, mit Förderlizenz zu einem Team in einer unteren Liga geschickt werden, um dort Spielpraxis zu sammeln. Jeder DEL-Mannschaft war es vorgeschrieben, mindestens vier solcher Spieler unter Vertrag zu haben.

Die Gehaltsobergrenze, die vor der Saison von NHL und NHLPA vereinbart worden war, war verantwortlich dafür, dass die Clubs der DEL ungewöhnlich wenige neue Spieler aus Nordamerika verpflichteten. Denn sie zwang die NHL-Franchises dazu, eher auf preiswertere Spieler zu setzen, sodass Spieler, die schon bei DEL-Clubs auf der Beobachtungsliste standen, doch in Nordamerika blieben, um auf eine Chance in der NHL zu warten. Bis zum 1. August 2005 hatten die Vereine der DEL erst vier Spieler aus Nordamerika verpflichtet (Michel Périard, Lonny Bohonos, Mathieu Darche, Jason Holland). Zu Beginn der Saisonvorbereitung fehlten den Hamburg Freezers noch drei Plätze in den ersten beiden Sturmformationen, die Eisbären hatten gar zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen neuen Spieler unter Vertrag. Dabei waren in der Saison zuvor noch 22 NHL-Spieler in Deutschland aktiv gewesen.

Eigentlich standen nach den Play-downs der vorherigen Saison die Kassel Huskies als Absteiger fest. Sie rückten aber für die Grizzly Adams Wolfsburg nach, denen die DEL-Gesellschafterversammlung wegen einer zu kleinen und maroden Halle die Lizenz entzogen hatte. Diese Unsicherheit in Bezug auf die Frage des Absteigers und Unstimmigkeiten in der Führungsriege führten dazu, dass fast alle Leistungsträger der Huskies des letzten Jahres schon vor Lizenzerteilung bei Konkurrenten unterschrieben hatten (z.B. Daniel Corso und David Gosselin in Frankfurt, Brian Swanson und Christian Laflamme in Nürnberg, Kirk Furey in Iserlohn sowie Stephan Retzer in Mannheim) und nur wenig Zeit bestand, einen Kader zu formen.

Nach Hamburg, Köln, Hannover, Krefeld, Nürnberg und Ingolstadt war Mannheim der siebte DEL-Standort, der in den letzten Jahren eine Multifunktionsarena erhielt: Die SAP-Arena fasst knapp 14.000 Zuschauer und wird Austragungsort der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 sein.

Negativ auf die DEL wirkte sich auch der Abstieg der Nationalmannschaft aus, denn im Gegensatz zu den Frankfurt Lions vor einem Jahr waren die Eisbären Berlin nicht mehr für den IIHF European Champions Cup qualifiziert. Dagegen folgten sie der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie mit zwei Punkte Rückstand auf Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Etat der 14 Mannschaften um 5 % auf 69,8 Mio. € gesteigert werden. Der DEL stand – verglichen mit Handball und Basketball – eine hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere (195.000 €/Club) zur Verfügung. Die Eliteligen der anderen beiden Sportarten erhielten nur einen Bruchteil davon. Als Hauptsponsor der Liga warben die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs mit einem DEL-Gelbe-Seiten-Doppellogo. Die Schiedsrichter liefen in den letzten Monaten der Spielzeit mit einem Premiere-Schriftzug auf dem Rücken auf.

Die Adler Mannheim lösten damit die Hamburg Freezers wieder als Etat-Krösus ab. Schlusslicht dieser Rangfolge blieben die Iserlohn Roosters. Das Budget des EV Duisburg erfuhr angesichts des Aufstiegs fast eine Verdoppelung, die Adler planten aufgrund der Mehreinnahmen durch die SAP-Arena mit mehr Geld. Die Krefeld Pinguine haben die finanzielle Krise nach der Meisterschaft 2003 mittlerweile wieder einigermaßen verdaut und erhöhten den Etat um eine halbe Millionen Euro. Die starke Saison der Frankfurter, die durch den erneuten Einzug ins Halbfinale gekrönt wurde, brachte dem Meister von 2004 eine Etat-Erhöhung von 400.000 Euro. Insgesamt brachten die Clubs zur Saison 2005/06 eine neue Rekordsumme von knapp 70 Millionen Euro auf.

Die Vorrunde wurde als Doppelrunde ausgespielt, so dass jeder gegen jeden vier Partien austrug.

Am 8. September 2005 begann die zwölfte Spielzeit der DEL mit der Partie der Adler Mannheim gegen die DEG Metro Stars.

Team der Stunde in der Anfangsphase dieser DEL-Saison waren klar die Hannover Scorpions, die die ersten sechs Saisonspiele alle gewinnen konnten und schon hier einen wichtigen Grundstein zum späteren Erreichen der Play-offs legten. Ein guter Saisonstart gelang auch den Frankfurt Lions, die in den ersten neun Spielen 21 Punkte holten, ganz im Gegensatz zu den Hamburg Freezers, die nach vier von acht Spielen zu Saisonstart (1., 2., 6. und 8. Spieltag) sogar Tabellenletzte waren. Das lag unter anderem an den nicht zufriedenstellenden Leistungen der Paradereihe mit Benoît Gratton, François Fortier und Marc Beaucage lag. Ab dem 30. September lief es besser, was sich in acht Heimsiegen in Serie widerspiegelte.

Am 23. September verletzte sich der Goalie der Kölner Haie, Oliver Jonas, sodass der damals erst 19-Jährige Thomas Greiss eine Chance im Tor der Haie erhielt, die er zu nutzen wusste. Der Youngster war nicht nur, während Jonas nicht spielfähig war, ein guter Vertreter, sondern etablierte sich auch danach als Nummer-1-Goalie. Vier der ersten fünf Spiele der Duisburger gingen verloren, der Start verlief einigermaßen durchwachsen, wurde durch zwei Niederlagenserien im Dezember und Januar aber noch getoppt. Nur fünf Siege aus den ersten 20 Spielen wiesen auch für die Kassel Huskies den Weg von Anfang an in den Tabellenkeller. Viele kurzfristig verpflichtete Spieler mussten sich erst an das DEL-Niveau gewöhnen.

Einen hervorragenden Start in die DEL erwischte der später auch zum „Rookie des Jahres“ (bester neuer Spieler) gewählte Michael Wolf (Iserlohn Roosters). Allein im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin erzielte Wolf 3 Treffer (Endstand: 9:6). Ernst Höfner, Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, lobte ihn nach der Saison so: „Er war schon immer dynamisch, ein Kämpfer, gab 100 %. Jetzt macht er auch noch seine Tore.“ Außerdem sei er als einziger deutscher Liga-Neuling auf Anhieb Leistungsträger geworden. Zum zweitbesten Rookie wurde der Duisburger Michael Waginger gewählt, der wie Wolf erst in relativ spätem Alter (26, Wolf war 24) aus der 2. Bundesliga in die höchste deutsche Spielklasse wechselte und dort gleich wichtige Aufgaben in seiner Mannschaft bekam. In Anbetracht solcher Erfolge setzte die DEL das Förderlizenz-Alter zur Saison 2006/07 von bisher 23 auf 25 Jahre.

Ende des Monats September absolvierte Mirko Lüdemann noch sein 600. DEL-Spiel.

Anfang Oktober musste das Spiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim abgesagt werden, da ein Eismeister in der Arena Nürnberger Versicherung beim Bohren der Löcher für die Tore eine Kühlleitung beschädigt hatte, sodass gesundheitsgefährdendes Ammoniak austrat. Die Ice Tigers kamen für die 5.000 € Reisekosten der Mannheimer auf.

Gleichzeitig bekam der EV Duisburg ein arges Torhüter-Problem, als sich der Stammtorwart Patrick Koslow beim Pokalspiel in Düsseldorf durch bengalisches Feuer am Auge verletzte, woraufhin die Füchse Patrick Ehelechner aus Mannheim ausliehen. Ein 9:6-Sieg der Roosters leitete eine Serie von vier Niederlagen in Serie bei den Eisbären Berlin ein, der Tiefpunkt der Saison beim deutschen Meister, der sich zum Ende hin enorm steigerte. Vier Niederlagen in Folge setzte es im Oktober auch für die DEG, die in dieser Spielzeit nie wieder öfter direkt hintereinander verloren. In Mannheim wurden zu dieser Zeit die Pressekonferenzen nach dem Spiel abgeschafft und durch einen sogenannten „Open-Locker-Room“ ersetzt. Journalisten konnten sich nach dem Spiel in den Mannschaftskabinen die Äußerungen der Beteiligten zum Spiel anhören.

Am 12. Spieltag begann für die Augsburger Panther eine 13 Spiele andauernde Niederlagenserie. Einen Spieltag später gab es dann einen Wechsel an der Tabellenspitze der DEL – der ERC Ingolstadt stieg auf den ersten Platz auf und verließ ihn erst am 50. Spieltag wieder. Der Oktober war der wahrscheinlich erfolgreichste Monat der Vereinsgeschichte für die Ingolstädter, denn auf sieben Siege kam nur eine Niederlage. Für die Nürnberg Ice Tigers begannen Ende des Monats erfolgreiche Wochen mit 20 von 24 möglichen Punkten.

Ihr 600. DEL-Spiel bestritten im Oktober der Frankfurter Martin Reichel und der Kölner Tino Boos.

Im November trat der US-amerikanische Profi-Schiedsrichter Rick Looker seinen Dienst in der DEL an.

Am 2. November kam es zur ersten Trainerentlassung der Saison: Die Augsburger Panther trennten sich von Coach Randy Edmonds und stellten am 14. November Paulin Bordeleau als seinen Nachfolger ein. Unter Verletzungspech litten im November die Hamburg Freezers. Nach Torhüter Boris Rousson und Back-up Steffen Karg fiel auch Tobias Güttner verletzt aus, weshalb man sich Hilfe von den Eisbären Berlin holte. Youri Ziffzer wurde für einige Wochen ausgeliehen, Roland Schröder kam aus Braunlage. Ziffzer kehrte schnell wieder nach Berlin zurück, Güttner war wieder einsatzbereit. Doch gegen Ende des Monats verletzte sich Güttner erneut. Prompt kam erneut Hilfe aus Berlin, die Eisbären liehen den Freezers Sebastian Stefaniszin.

Ein Hin und Her löste das Thema Vertragsverlängerung von Klaus Kathan bei der DEG aus. Erst wurde spekuliert, die Verlängerung sei schon beschlossene Sache gewesen, nur über die Laufzeit des Kontraktes herrsche noch Uneinigkeit. Doch das wurde von Kathan heftig dementiert, er lehnte das Angebot der Metro Stars ab. Am 23. November vermeldete der Club dann doch die Vertragsverlängerung bis 2008, womit das Wirrwarr ein Ende hatte.

In Kassel war die Stimmung aufgrund des vorzeitigen Karriereendes von Martin Sychra schlechter. Er erlitt im November den vierten Bandscheibenvorfall in den letzten drei Jahren. Dagegen verzichteten die Adler Mannheim ganz freiwillig auf einen Spieler: Steve Kelly, der bis dahin die teaminterne Scorer-Wertung anführte, wurde nach Streitigkeiten mit Co-Trainer Jackson Penney beurlaubt. Am 29. November wurde er als Neuzugang beim Erzrivalen der Adler, den Frankfurt Lions, vorgestellt. Die Kölner Haie hatten bisher keine Verstärkung gebraucht, jedes Spiel in diesem Monat wurde gewonnen.

Die Auswirkungen des Trainerwechsels in Augsburg waren nicht sofort zu spüren. Die Bilanz der Panther im November: 13 Niederlagen in Folge. Eine von ihnen beendete eine acht Spiele andauernde Durststrecke der Iserlohn Roosters. Mannheim verpflichtete unterdessen Daniel Del Monte aus der zweiten Liga. Es sollte aufgrund des leeren Spielermarktes nicht der letzte Spieler sein, der während der Saison aus der zweiten Liga aufstieg. Bei den Eisbären Berlin wuchs die Einsicht, dass man mit den drei 19-jährigen Nachwuchstalenten Daniar Dshunussow, Youri Ziffzer und Sebastian Stefaniszin den Meistertitel nicht verteidigen werden könne. Deshalb verpflichtete Manager Peter-John Lee im November den jungen Tschechen Tomáš Pöpperle.

Anfang Dezember waren die Kölner Haie Mannschaft der Stunde, denn nach 13 Siegen in Folge festigten sie den zweiten Platz hinter dem ERC Ingolstadt. Unterdessen tauschten die Hannover Scorpions und die Kassel Huskies zwei Spieler untereinander. Verteidiger Brad Burym ging nach Nordhessen, im Gegenzug wurde Dominik Hammer ein Scorpion. Letztere durchliefen jedoch gerade ihr Saisontief, auch bedingt durch das Verletzungspech, das zur Reaktivierung des 43-jährigen Wallace Schreiber führte.

Im Dezember folgte der zweite Trainerwechsel der Spielzeit. Bei den Adlern Mannheim kam Angst auf, die Play-offs zu verpassen, weshalb sie Stéphane Richer beurlaubten und kurz darauf Greg Poss einstellten. Poss, der mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde, hatte am Tag seiner Einstellung im Einvernehmen mit dem DEB seinen Kontrakt als Bundestrainer aufgelöst.

Als erster von drei Clubs mussten die Kölner Haie im Dezember infolge eines mangelhaften Ordnungsdienstes eine Geldstrafe von 5.000 € an die DEL zahlen. Während eines Heimspiels in der KölnArena waren Gegenstände aufs Eis geworfen worden.

Am 23. Dezember schlossen DEL und DEB einen neuen Kooperationsvertrag, der eine erweiterte Nachwuchsförderung, eine Stärkung der Nationalmannschaften, aber keinen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen erster und zweiter Liga vorsah.

Michael Bresagk von den Frankfurt Lions freute sich in diesem Monat über sein 600. DEL-Spiel.

Seit dem ersten Januar sollten Schiedsrichter eine höhere Aufmerksamkeit auf Fouls wie Haken, Halten oder Behinderung legen, was vor allem schnellen und technisch versierten Spielern zugute kommen sollte. Diese Richtlinie wurde zunächst sehr streng gehandhabt. Am ersten Spieltag des neuen Jahres verteilten die Referees im Durchschnitt 62 Strafminuten pro Partie.

Am 3. Januar verpflichteten die Iserlohn Roosters den Torhüter Rich Parent, der schon zwei Jahre vorher einmal für den IEC gehalten hatte, um Stabilität im Abstiegskampf zu gewinnen. Die alte Nummer eins, Dimitrij Kotschnew, leistete sich in den letzten Spielen zu viele Fehler und reagierte daher auf den Parent-Einkauf wenig glücklich. Kein Wechsel im Tor, dafür an der Bande wurde am 10. Januar in Kassel vollzogen. Der glücklose Bernie Englbrecht wurde beurlaubt, über dessen Entlassung es schon im November erste öffentliche Diskussionen gegeben hatte. Damals hatte sich aber der Spielerrat um Kapitän Tobias Abstreiter dagegen ausgesprochen. Jetzt entließ Gesellschafter Rainer Lippe Englbrecht doch, was den Rücktritt Abstreiters zu Folge hatte. Der Kapitän konnte wenig später aber doch noch einmal zum Widerruf überredet werden. Neuer Trainer wurde der in Mannheim entlassene Stéphane Richer.

Die DEL verurteilte im Januar erst den EV Duisburg, später auch die Kassel Huskies wegen mangelhaften Ordnungsdienstes zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 €, weil auch in deren Stadien während eines Spiels Gegenstände auf die Eisfläche geworfen worden waren.

Eine positive Nachricht konnten derweil die DEG Metro Stars vermelden. Top-Scorer Tore Vikingstad, dem eine Rückkehr in die norwegische Heimat nachgesagt wurde, verlängerte seinen Kontrakt in Düsseldorf bis 2008. Zum ersten Mal seit dem 6. November verloren die Eisbären Berlin am 22. Januar ein Auswärtsspiel, für den Gegner, die Füchse Duisburg, war es der vorletzte Sieg der Vorrunde.

Woanders wurden Trainer entlassen, in Hamburg und Düsseldorf wurden im Februar Verträge mit Übungsleitern verlängert. Sowohl Mike Schmidt als auch Don Jackson werden auch in der kommenden Saison bei ihren Mannschaften das Sagen haben.

Zu den Olympischen Spielen in Turin unterbrach die DEL, wie schon im November für den TUI Nations Cup, ihren Spielbetrieb. Diese Pause nutzten viele Mannschaften für Testspiele oder Turniere im Ausland. Die Frankfurt Lions bestritten ein Turnier in Nagano, die Iserlohn Roosters und die Kölner Haie gewannen den Ahearne Cup in England für Deutschland, der EV Duisburg bestritt ein Turnier in Holland und Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Kassel sowie Hamburg waren in dieser Zeit in die Schweiz gereist.

Neben Spielen gab es in dieser Pause aber auch noch einige Wechsel. So holten die Pinguine aus Krefeld beispielsweise Dave Tomlinson, Hamburg verstärkte sich mit Andrej Nedorost, Ingolstadt verpflichtete Jeff Maund und in Frankfurt unterschrieben Petr Macholda und Christian Kohmann, der aus Kassel kam. Des Weiteren wechselten Jan Alinč und Mike Souza nach Köln, Tero Lehterä nach Duisburg und Jonathan Lehun zum Meister aus Berlin.

Lehun gab am ersten Spieltag nach den Olympischen Spielen sein Debüt im Eisbären-Dress, die vier Olympioniken wurden jedoch geschont. Das führte zu Anschuldigungen, man betriebe Wettbewerbsverzerrung, da der Gegner gerade die Krefeld Pinguine waren, die noch um den Einzug in die Play-offs kämpften. Doch die Hauptstädter gewannen das Spiel mit 5:3, was diese Vermutungen aus der Welt schaffte.

Nicht so gut aus der Olympia-Pause kamen die Frankfurt Lions, die bis zum Ende der Vorrunde nur noch einen Punkt (ausgerechnet gegen den Erzrivalen Mannheim) sammeln konnte.

Im Februar spielte Kassels Kapitän Tobias Abstreiter zum 600. Mal in der DEL.

Der März begann damit, dass sich mit den Hamburg Freezers das sechste Team die Play-off-Teilnahme sicherte. Ab diesem Zeitpunkt kämpften vier Mannschaften um die letzten beiden Plätze. Am 49. Spieltag besiegte Krefeld den Konkurrenten aus Mannheim, womit die Pinguine Frankfurt auf Rang acht ablösten. Diese Reihenfolge blieb bis zum Schluss bestehen, Hannover und Krefeld hießen die letzten beiden Play-off-Teilnehmer. In Frankfurt mussten die Spieler daraufhin einzeln zum Rapport, bei den Adlern waren die Planungen für die kommende Saison schon so gut wie abgeschlossen. Manager Marcus Kuhl übernahm die alleinige Verantwortung für das schlechte Abschneiden ausgerechnet im ersten Jahr der SAP-Arena.

Am vorletzten Spieltag wechselte der Tabellenführer. Der ERC Ingolstadt, der nun ganze 134 Tage Tabellenführer der DEL war, wurde kurz vor Schluss von den Eisbären Berlin abgelöst. Äußerst positiv verlief auch der Schlussspurt der Augsburger Panther. Sie verdrängten die Kassel Huskies noch von Platz 12 und sicherten sich so den vorzeitigen Klassenerhalt.

Direkt nach dem letzten Spiel am 12. März verkündete Doug Mason den Iserlohner Fans in der Halle seinen Abschied aus dem Sauerland, nach den Play-offs gaben ihn die Kölner Haie als neuen Chef-Coach bekannt.

Die ersten acht Vereine der obigen Tabelle spielten um die Meisterschaft, die letzten beiden gegen den Abstieg. Damit haben sich die Adler Mannheim, Vizemeister der vergangenen Saison, erstmals seit Einführung der Play-offs im deutschen Eishockey nicht für die Endrunde qualifiziert. Auch für die Frankfurt Lions war die Saison trotz höherer Erwartungen schon frühzeitig beendet. Für sie spielten die Hannover Scorpions und die Krefeld Pinguine nach mehrjähriger Abstinenz wieder in der Runde der besten Acht.

Die beiden Tabellenletzten Kassel Huskies und Füchse Duisburg spielten ab dem 15. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg. Kassel hatte aufgrund der besseren Hauptrundeplatzierung das erste Heimrecht, welches anschließend in jedem Spiel wechselte.

Damit standen die Kassel Huskies – wie schon im Vorjahr – als sportlicher Absteiger fest, der EV Duisburg erhielt die Qualifikation zur nächsten DEL-Spielzeit.

Das Viertelfinale wurde ab dem 15. März 2006 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, traf auf die achtplatzierten Krefeld Pinguine, der zweitplatzierte ERC Ingolstadt auf den Siebten Hannover Scorpions, der Dritte, die DEG Metro Stars, auf die sechstplatzierten Hamburg Freezers sowie die viertplatzierten Nürnberg Ice Tigers auf die Kölner Haie, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Es war ein klassischer Fehlstart für die Eisbären Berlin in die Play-off-Viertelfinalserie, als die Pinguine die erste Partie mit 4:2 für sich entschieden. Matchwinner war Robert Guillet, der zwei Tore erzielte. Es sollte die einzige Niederlage des späteren Meisters in diesen Play-offs bleiben. Umso ungefährdeter war dann der Sieg im zweiten Spiel. Steve Walker erzielte zwei Tore für den Meister. Die dritte Partie war eine der spannendsten dieser Saison: die Pinguine gingen mit einer 4:2-Führung in den Schlussabschnitt, doch die Berliner konnten vor eigenem Publikum das Spiel innerhalb von acht Minuten noch drehen und Krefeld um den sicheren Sieg bringen. Im vierten Spiel konnte Krefeld ein 2:0 der Berliner noch egalisieren, doch dann drehten die Hauptstädter auf und gewannen mit 5:2. Den Halbfinaleinzug sichern konnten sich die Eisbären dann im fünften Spiel der Serie durch einen ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen die nur noch mit drei Reihen agierenden Pinguine.

Der ERC Ingolstadt führte schon 3:0 im ersten Viertelfinalspiel, als er die Scorpions noch auf 3:2 heran kommen ließ. Letztlich konnte der Sieg aber doch noch über die Zeit gerettet werden. Im zweiten Spiel führten die Hannoveraner schon nach 13 Minuten mit 2:0. Der Vorsprung, der in der 52. Minute auf 2:1 verkürzt wurde, sollte für den Ausgleich der Serie reichen. In Partie 3 schlugen die schon in der Vorrunde sehr heimstarken Panther wieder zurück und drehten einen 0:2-Rückstand in einen deutlichen 6:2-Sieg. Auswärts lief dagegen nicht so viel, das vierte Spiel der Serie führte zum Ausgleich: 2:2. Zu viele Strafzeiten gegen Hannover führten in Spiel fünf zu einem 5:0-Kantersieg der Panther, denen damit nur noch ein Sieg zum Halbfinaleinzug fehlte. Doch ähnlich deutlich wie in Spiel fünf ging auch die sechste Partie zugunsten der Heimmannschaft, diesmal der Hannover Scorpions, aus. Es kam zum Show-down in Ingolstadt, der erst durch ein Empty-Net-Goal in der letzten Minute entschieden wurde. Nachdem die Scorpions die Play-offs im letzten Jahr nur als Zuschauer verfolgt hatten, standen sie in dieser Saison im Halbfinale.

Gleich das erste Spiel dieser Viertelfinalserie ging in die Verlängerung, in der der ehemalige Hamburger Craig Johnson für die Entscheidung zugunsten der DEG sorgte. Deutlicher war da schon das Ergebnis aus Spiel zwei: 3:0 stand es schon nach dem ersten Drittel, 4:1 nach dem zweiten. Am Ende gewann Hamburg 4:2. Schnell führten die Metro Stars in der nächsten Partie mit 1:0, schnell folgte der Ausgleich. Die Entscheidung zum recht deutlichen 4:1 fiel erst in der Schlussphase durch Tore in der 57. und 60. Minute. Doch die Freezers konnten die Serie im vierten Spiel erneut ausgleichen. Matchwinner bei diesem 3:2-Sieg war Jeff Ulmer, der gleich zweimal traf. Im nächsten Aufeinandertreffen mussten die Teams zum zweiten Mal in die Verlängerung und wieder hieß der Sieger DEG Metro Stars. Daniel Kreutzer erzielte den Siegtreffer in der 66. Minute. Der Halbfinaleinzug konnten die Düsseldorfer dann in Hamburg feiern, als sie mit 4:2 gewannen. Den 2:0-Vorsprung aus der 6. Minute wurde von den Hanseaten noch ausgeglichen, doch im Schlussabschnitt sorgten Kreutzer und Alexander Sulzer für den Sieg der DEG.

Die Kölner Haie hatten im Viertelfinale kaum Probleme gegen die Nürnberg Ice Tigers, die damit zum sechsten Mal in Folge trotz aussichtsreicher Tabellenposition im Play-off-Viertelfinale ausschieden. Im ersten Spiel gingen die Haie innerhalb von drei Minuten mit 3:0 in Führung, die von den Ice Tigers ausgeglichen werden konnte. Lasse Kopitz sorgte im Schlussabschnitt für den Siegtreffer. Die zweite Partie war eindeutiger: Brad Schlegel erzielte beide Tore zum 2:0-Vorsprung, Stéphane Julien und Mike Souza bauten diesen noch aus. Im dritten Spiel konnten die Ice Tigers zweimal eine Kölner Führung ausgleichen, ehe sie dann selbst in Führung gingen. Mirko Lüdemann rettete die Haie kurz vor Spielende in die Verlängerung, in der Bill Lindsay die Entscheidung brachte. Ein 6:2-Sieg sicherte dann für den Halbfinaleinzug.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin, die DEG Metro Stars, die Kölner Haie und die Hannover Scorpions für das Halbfinale qualifiziert.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 30. März und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde gegen den Drittbestplatzierten spielte.

Die Eisbären hatten die längere Erholungsphase nach den Viertelfinalspielen, dennoch starteten die Scorpions engagiert in die Halbfinalserie. Erst in der Verlängerung setzten sich die Hohenschönhausener gegen Hannover, das zwischenzeitlich sogar mit 3:1 führte, durch. Im zweiten Spiel in der TUI Arena glichen die Scorpions zweimal eine Berliner Führung aus, schon im zweiten Abschnitt erzielten die Eisbären dennoch den Siegtreffer. Spiel drei der Serie fand dann wieder im Wellblechpalast statt. Jeweils zwei Treffer von Denis Pederson und Stefan Ustorf halfen den Hauptstädtern zum 5:3-Sieg, wodurch die Berliner erneut für die DEL-Finalserie qualifiziert waren.

Das hitzigste Duell der Play-offs 2006 war wohl das rheinische Derby zwischen Düsseldorf und Köln, das vor allem von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen geprägt war. Schon im ersten Spiel wurden die Haie von Referee Rick Looker mit doppelt so vielen Strafzeiten bedacht wie die DEG. Diese ging in der ersten halben Stunde mit 3:0 in Führung, die Tore von Alex Hicks und Jan Alinč machten das Spiel aber noch einmal spannend. Der Ausgleich gelang den Domstädtern jedoch nicht mehr. Vor heimischem Publikum konnten die Kölner die Serie aber wieder ausgleichen. Hicks und Eduard Lewandowski erzielten die entscheidenden Treffer im Schlussabschnitt. Das dritte Spiel gewann die DEG klar mit 6:1, nachdem die Haie 1:0 in Führung gingen, allein Tore Vikingstad traf dreimal ins gegnerische Tor.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin und die DEG Metro Stars für das Finale qualifiziert.

Die Finalserie wurde ab dem 13. April ausgespielt. Die Eisbären Berlin hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Wie schon im letzten Jahr gewannen die Eisbären die Finalserie durch einen Sweep. Das erste Spiel konnte ohne große Mühe mit 6:1 gewonnen werden. Nach 35 Minuten lagen sie schon 3:0 vorn, nach dem Anschlusstreffer wurden im letzten Drittel auch letzte Zweifel beseitigt. Die zweite Partie war gleichzeitig das letzte DEL-Spiel an der Brehmstraße, weshalb die Stimmung unter den 10.217 Zuschauern blendend war. Walser und Quint brachten die Eisbären in den ersten beiden Dritteln mit 2:0 in Führung, was schließlich auch das Endergebnis war. Im dritten Spiel sah es nach dem ersten Drittel noch nach einer Chance für Düsseldorf aus. Mit 2:1 ging es in die erste Pause, doch dann kam nur noch der deutsche Meister zum Zug und erhöhte das Ergebnis auf 6:2.

Die Eisbären Berlin gewannen die Play-offs. Sie wurden damit Deutscher Meister 2006 und feierten nach 2005 ihren zweiten gesamtdeutschen Titelgewinn.

Aus Altersgründen schieden vor der Saison Wolfgang Hellwig und Profischiedsrichter Petr Chvatal aus diesem Team aus. Gerhard Lichtnecker hatte einen Job als Supervisor bei der IIHF in Aussicht, weshalb auch er als DEL-Schiedsrichter aufhörte. Während der Spielzeit wurden Dimmers, Langer und Vogl zu Zweitliga-Schiedsrichtern herabgestuft. Sie wurden ersetzt durch den Ex-Eishockeyspieler Steffen Klau und Neuling Daniel Piechaczek sowie Rick Looker, der als Profi aus den USA kam. Dieser brachte zwar anfangs gute Leistungen, doch später nahm seine Form ab. Looker verteilte allein elf von insgesamt 77 Spieldauer-Disziplinarstrafen.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil, wobei Thomas Schurr aus familiären Gründen nicht mehr länger daran teilnahm und durch Martin Reichert ersetzt wurde. Zweiter Teilnehmer an diesem Programm war Richard Schütz. Im Gegenzug wurden 13 DEL-Spiele von ausländischen Schiedsrichtern geleitet.

Seit dem 1. Januar 2006 waren die Referees angehalten, sich an der „Null-Toleranz-Richtlinie“ zu orientieren. Dies führte dazu, dass für kurze Zeit mehr Strafen verteilt wurden. Danach pendelte sich die Quote wieder auf dem vorherigen Niveau ein, was zum einen daran lag, dass die Schiedsrichter nach einigen Spielen wieder weniger konsequent waren, zum anderen aber auch daran, dass die Spieler sich auf die neue Regelauslegung einstellten.

Um Schiedsrichter-Neulinge (z. B. auch ehemalige Spieler) an die DEL zu führen, gründete die Liga ein Traineeprogramm, das von Ex-DEL-Referee Gerhard Müller geleitet wird. Es nahmen fünf Schiedsrichter teil: Georgij Jablukow, Raik van Gameren, Daniel Piechaczek, Ulpi Sicorschi und Markus Brill.

Das DEL All-Star Game 2006 fand am 5. Februar 2006 im Krefelder KönigPalast. Dabei standen sich zum letzten Mal ein All-Star-Team der besten ausländischen DEL-Spieler und die deutsche Nationalmannschaft gegenüber. Ab der Spielzeit 2006/07 trat ein Team Europa gegen eine Auswahl der besten nordamerikanischen Spieler der Liga gegeneinander an. Nach 60 Minuten gewann die deutsche Nationalmannschaft schließlich mit 5:3 Toren. Im Rahmen der Skills Competition war Eduard Lewandowski mit 12,95 Sekunden schnellster Skater, Thomas Greiss bester Torhüter und Jakub Ficenec hatte mit 142 km/h den härtesten Schlagschuss.

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Source : Wikipedia