Aalen
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- Wie sich hinterher herausstellte, war der Junge in Aalen als vermisst gemeldet. Außerdem hatte er am Freitagabend in einem Einkaufsmarkt in der Heidenheimer Oststadt den Geldbeutel einer Angestellten gestohlen und einen Tag später aus dem selben...
- Jahn verpflichtet Haller - Kicker Online
- Fündig geworden sind die Oberpfälzer jetzt erneut beim Absteiger vfr Aalen. Nach dem Transfer von Anton Shynder wurde am Freitag auch noch Marco Haller von den Schwaben verpflichtet. Zudem setzte ein Duo dieser Tage seine Unterschrift unter neue...
- Zehn Siege für die LSG Aalen - Schwäbische Post
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- Eine Brücke in die Zukunft bauen - Schwäbische Post
- Die Hochschule Aalen hat die Aktion „Technik für alle: deine Brücke zum Traumjob“ ausgerufen. Dabei konnten Jugendliche aus der Region in einem spielerischen Wettbewerb anhand Experimenten die verschiedenen Aspekte des Ingenieurberufs kennenlernen....
- Aalen: Junger Mann bei Unfall in Auto verbrannt - Stuttgart Journal
- Am Montagvormittag ereignete sich bei Aalen (Ostalbkreis) ein tödlicher Verkehrs-Unfall bei dem ein junger Mann in seinem Auto verbrannte. Wie die Polizei Aalen berichtete, ereignete sich am Montag gegen 10.45 Uhr ein folgenschwerer Unfall auf der...
- „Es muss sich was bewegen“ - Schwäbische Post
- „Eine vergleichbare Gemeinschaftlichkeit und soziale Struktur gibt es kaum anderswo im Stadtgebiet Aalen“, hob Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher beim Sommerfest am Samstag das Engagement der Bewohner für ihren Stadtteil hervor. Aalen....
- Fürth holt Torjäger Sailer aus Aalen - Nürnberger Nachrichten
- Der 23-Jährige, der einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält, kommt ablösefrei vom Drittliga-Absteiger VfR Aalen. In der dritten Liga hatte Sailer in 34 Spielen zwölf Tore für Aalen erzielt. Die Personalplanungen für den Angriff, heißt es,...
- Moderne Methoden gegen den Krebs - Schwäbische Post
- Seit Januar werden im Altkreis Aalen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Mammographie-Screening, einer Reihenuntersuchung der Brust, eingeladen. Am Mittwochabend haben drei Aalener Fachärzte aus diesem Anlass beim SchwäPo-Forum zum Thema „Brustkrebs...
- „Frankeneich nur halb so teuer“ - Schwäbische Post
- Aalen-Fachsenfeld. Oberbürgermeister Martin Gerlach tat erst vor wenigen Tagen bei der Hauptversammlung der sporttreibenden Vereine der Stadt Aalen kund, dass die Stadt „schon seit einigen Monaten“ auf ein Signal der Sportvereine Dewangen und...
- Trotz des 2:1-Siegs gegen Aalen verpasst Unterhaching den Aufstieg ... - sueddeutsche.de
- hatten mit ihren Toren gegen den VfR Aalen für ein 2:1 (1:0) gesorgt. Trotz des Sieges aber hatte keiner auf dem Platz einen Grund, sich zu freuen. Während Aalen damit als Absteiger in die Regionalliga feststand und die Gästespieler teils mit Tränen in...
Aalen
Aalen ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs etwa 67 km östlich von Stuttgart und 48 km nördlich von Ulm. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Ostalbkreises sowie der gesamten Region Ostwürttemberg, in der sie ein Mittelzentrum bildet. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Stadt Ahlen in Westfalen.
Seit dem 1. April 1956 ist Aalen Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Essingen und Hüttlingen hat die Stadt Aalen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Aalen liegt im Tal des oberen Kocher, nach dessen Austritt aus der östlichen Schwäbischen Alb, die sich südlich und südöstlich von Aalen in der sogenannten Aalener Bucht ausbreitet. Die Aal mündet im Stadtzentrum in den Kocher.
Nördlich der Stadt schließen sich die Ellwanger Berge an. Der Kocher betritt von Oberkochen kommend im Süden das Stadtgebiet, durchfließt dann in nördlicher Richtung den Stadtteil Unterkochen, anschließend die Kernstadt und den Stadtteil Wasseralfingen, um es dann im Norden in Richtung Hüttlingen wieder zu verlassen. In der Nähe Aalens entspringen auch die Flüsse Rems (bei Essingen, westlich von Aalen) und Jagst (bei Unterschneidheim östlich von Aalen), beide – wie der Kocher – Nebenflüsse des Neckars.
Oberkochen, Essingen, Heuchlingen, Abtsgmünd, Neuler, Hüttlingen, Rainau, Westhausen, Lauchheim, Bopfingen und Neresheim (alle Ostalbkreis) sowie Heidenheim an der Brenz und Königsbronn (beide Landkreis Heidenheim).
Das Stadtgebiet Aalens besteht aus der Kernstadt, der 1938 eingegliederten Gemeinde Unterrombach und den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Dewangen, Ebnat, Fachsenfeld, Unterkochen, Waldhausen sowie der Stadt Wasseralfingen, die bereits 1972 die Gemeinde Hofen eingemeindet hatte. Die erst bei der jüngsten Gebietsreform eingegliederten Gemeinden werden auch als „Stadtbezirke“ bezeichnet und sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, d. h. sie haben jeweils einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat, dessen Vorsitzender der Ortsvorsteher ist.
Aalen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Ostwürttemberg. Zum Mittelbereich Aalen gehören die Städte und Gemeinden im zentralen und östlichen Teil des Ostalbkreises, und zwar Abtsgmünd, Bopfingen, Essingen, Hüttlingen, Kirchheim am Ries, Lauchheim, Neresheim, Oberkochen, Riesbürg und Westhausen. Verflechtungen gibt es mit dem rund 30 Kilometer östlich gelegenen, benachbarten Mittelzentrum Nördlingen in Bayern.
Die Römer bauten vor dem Jahr 164 an der Stelle Aalens ein Kastell für die 1000 Mann starke Reitereinheit Ala II Flavia Milliaria. Das Kastell lag westlich des heutigen Stadtzentrums unterhalb der Schillerhöhe und war das größte Lager von Auxiliartruppen am gesamten Obergermanisch-Raetischen Limes. Eine Zivilsiedlung schloss sich im Süden und Osten an. Um 260 gaben die Römer das Kastell auf, als sie ihre Grenze gegen das unbesetzte Germanien hinter die Flüsse Rhein und Donau zurückzogen. Anschließend übernahmen die Alamannen die Region.
Im Mittelalter wurde der Ort das erste Mal in einem Güterverzeichnis von Ellwangen um 1136 als Dorf Alon erwähnt. Ob Aalen von den Staufern oder den Grafen von Öttingen im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben wurde, steht nicht fest. Die Grafen von Öttingen sind jedenfalls die ersten bezeugten Stadtherren. Von ihnen kam die Stadt ans Reich. Aalen war von 1360 bis 1803 eine Reichsstadt (oft fälschlich: freie Reichsstadt). 1339 wurde sie als „stat“, 1340 als „oppidum“ bezeichnet. 1385 taucht der Titel „civitas“ im Stadtsiegel auf. Ein großes Territorium konnte sich Aalen nicht erwerben. Außer der eigentlichen Stadt gehörten nur wenige nahe gelegene kleinere Weiler zum „Staatsgebiet“. 1575 führte die Stadt unter Beistand des Württembergers Jakob Andreä die Reformation ein. 1628 konnte Ellwangen vorübergehend wieder den Katholizismus durchsetzen (bis 1632). 1803 kam die Reichsstadt Aalen nach dem Frieden von Lunéville zum Kurfürstentum (später Königreich) Württemberg und wurde Sitz eines Oberamtes (Oberamt Aalen). Aus einigen Weilern, die teilweise zu Aalen, teilweise aber auch der Herrschaft Wöllwarth gehörten, wurde 1811 die Gemeinde Unterrombach gebildet. Die östlichen Weiler Aalens kamen zur Gemeinde Unterkochen.
An das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde Aalen 1861 mit der Eröffnung des Abschnittes Bad Cannstatt–Wasseralfingen der Remsbahn. Die Eröffnung der Brenzbahn 1864 und der Oberen Jagstbahn 1866 machten den Bahnhof Aalen zu einem Eisenbahnknoten. Außerdem führte von 1901 bis zur Stilllegung 1972 die Härtsfeldbahn über Neresheim nach Dillingen an der Donau.
1935 begannen die Eingemeindungen benachbarter Orte. 1938 wurde das Oberamt Aalen in den Landkreis Aalen überführt und die Gemeinde Unterrombach aufgelöst. Deren Gebiet kam größtenteils zu Aalen, der Ort Hammerstadt kam jedoch zur Gemeinde Dewangen, Forst, Rauental und Vogelsang zu Essingen (bis 1952 gehörte dann die gesamte ehemalige Gemeinde Unterrombach mit Ausnahme von Forst zu Aalen, Forst blieb bis heute bei Essingen).
Im Zweiten Weltkrieg wurde im Stadtteil Wasseralfingen das Außenlager Wiesenburg des KZ Natzweiler/Elsaß für 200 bis 300 Häftlinge errichtet, die in Industrieunternehmen der Umgebung Zwangsarbeit verrichten mussten. Fundamente dieses Lagers sind noch im Haus Moltkestraße 44/46 vorhanden. Daneben waren in mehreren Arbeitslagern Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus von Deutschland besetzten Ländern konzentriert, die in Großbetrieben wie den Schwäbischen Hüttenwerken und der Maschinenfabrik Alfing Keßler in der Rüstung arbeiten mussten.
1952 kam Aalen mit ganz Württemberg zum Land Baden-Württemberg. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Aalen Bestandteil des Ostalbkreises. Aalen blieb beziehungsweise wurde Kreisstadt des neuen Kreises. 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.
Die Einwohnerzahl der Stadt Aalen überschritt 1946 die Grenze von 20.000. Am 1. August 1947 wurde Aalen zur „unmittelbaren Kreisstadt“ und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt erklärt.
1992 fanden in Aalen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Dewangen wurde erstmals im 12. Jahrhundert als „Tenwangen“ erwähnt. Es gehörte dem Kloster Ellwangen. Im 14. Jahrhundert war er als Lehen dem Gmünder Geschlecht „im Steinhaus“ vergeben. Dann gelangte es an das Spital Schwäbisch Gmünd, doch gab es weiterhin ellwangisches Lehen. 1802 wurde Dewangen württembergisch und gehörte zum Oberamt Aalen. Auch die zu Dewangen gehörigen Weiler waren größtenteils ellwangisch.
Ebnat wurde 1298 als „Ebenoet“ erstmals erwähnt. Über das Kloster Neresheim kam der Ort an die Grafen von Öttingen, die als Klostervögte die Herrschaft ausübten, doch traten sie 1764 ihre Rechte an das Kloster Neresheim ab. 1803 fiel der Ort zunächst an das Haus Thurn und Taxis, 1806 an Bayern und 1810 kam er zu Württemberg, wo er dem Oberamt Neresheim angehörte. Bei dessen Auflösung 1938 kam Ebnat zum Landkreis Aalen.
Fachsenfeld wurde 1230 als „Vachsenvelt“ erstmals erwähnt. Der Ort war Teil der Burg Waiblingen (heute ein zu Fachsenfeld gehöriger Wohnplatz). Um 1400 gehörte der Ort den Herren von Wöllwarth, die 1591 die Reformation einführten. Erst 1806 kam der Ort an Württemberg und gehörte fortan zum Oberamt Aalen.
Hofen wurde 1397 als „Dorf“ bezeichnet. Bis 1404 gehörte der Ort zur Burg Hohenalfingen, dann zur Herrschaft Wasseralfingen und kam 1553 zum Stift Ellwangen. 1802 kam Hofen zu Württemberg und gehörte zunächst zur Gemeinde Wasseralfingen, wurde dann aber 1845 eine selbständige Gemeinde im Oberamt Aalen. 1859 erhielt die Gemeinde auch die Weiler Oberalfingen und Heimatsmühle von der Gemeinde Wasseralfingen.
Unterkochen wurde um 1136 als „Cochon“ erstmals erwähnt. Die Siedlung entstand um ein Schloss („Kochenburg“), das bereits 1300 erwähnt, 1627 aber neu erbaut und bereits 1645 von den Schweden zerstört wurde (heute nur noch Mauerreste erhalten). Besitzer waren ursprünglich die Herren von Kochenburg, denen die Ahelfingen und 1317 die von Öttingen folgten, bevor der Ort an Ellwangen gelangte. Die Kocherburg wurde dann Sitz des Obervogts des ellwangischen Oberamtes Kocherburg. Nach der Zerstörung des Schlosses residierten sie in einem neu erbauten Amtshaus. Weiteren Besitz im Dorf hatten bis 1465 die Familie Malse, deren Besitz ebenfalls an Ellwangen fiel. 1802 kam Unterkochen an Württemberg und gehörte zum Oberamt Aalen. Im ehemaligen Amtshaus saß dann bis 1877 das württembergische Kameralamt. Im Ort wurde ab 1518 ebenso wie im benachbarten Oberkochen Erzabbau betrieben. Das Erz wurde ab 1557 von Württemberg verhüttet. 1614 musste Württemberg seine Werke jedoch an Ellwangen verkaufen. Nach dem Übergang an Württemberg 1802 wurde das Werk geschlossen und nach Wasseralfingen verlegt.
Waldhausen wurde 1239 als „Walthusen“ erstmals erwähnt. Über Schenkungen verschiedener Lehnsmänner kam der Ort an die Herrschaft Kapfenburg und mit ihr an Öttingen, die ihn 1364 an den Deutschorden verkauften. Ein kleiner Teil blieb bei Ellwangen. Die Herren von Öttingen beanspruchten dennoch die hohe Obrigkeit. 1806 kam Waldhausen an Württemberg und gehörte zunächst zum Oberamt Neresheim. Bei dessen Auflösung 1938 kam Waldhausen zum Landkreis Aalen. Die zu Waldhausen heute gehörigen Weiler waren überwiegen ellwangisch und unterstanden dem Amt Kocherburg.
Wasseralfingen wurde 1337 als „Wasserahelfingen“ erstmals erwähnt (eine frühere Nennung von „Ahelfingen“ ist nicht mit Sicherheit auf Wasseralfingen zu beziehen). Der Ort entwickelte sich um ein ehemaliges Wasserschloss, das wohl 1337 von den Herren von Ahelfingen erbaut wurde und nach dem Umbau von 1593 dem Oberamtmann des ellwangischen Oberamtes Wasseralfingen als Sitz diente. Demzufolge gehörte der Ort früh zu Ellwangen, doch wurde er mehrmals zu Lehen vergeben. 1802 kam Wasseralfingen an Württemberg und wurde dem Oberamt Aalen zugeordnet. Schon ab 1671 wurde durch die Fürstpropstei Ellwangen die Eisenverhüttung begründet. Doch blieb der Ort (1803 nur 350 Einwohner) zunächst noch sehr klein. 1828 erhielt Wasseralfingen das Marktrecht. Bereits ab 1811 wurde die Eisenverhüttung der Schwäbischen Hüttenwerke weiter ausgebaut und der Ort wuchs stark an, so dass er schließlich 1951 zur Stadt erhoben wurde.
Die Bevölkerung von Aalen gehörte ursprünglich zum Bistum Augsburg und war der Abtei Ellwangen unterstellt. Mit Hilfe des Herzogs von Württemberg wurde 1575 die Reformation eingeführt. Entsprechende Versuche gab es bereits vorher, doch konnten der Bischof von Augsburg und der Propst von Ellwangen dies zunächst verhindern. Nach der Reformation war Aalen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Lediglich zwischen 1628 und 1632 war der Katholizismus vorherrschend. Als Reichsstadt konnte die Stadt ihre kirchlichen Angelegenheiten selbst regeln. Die oberste Kirchenbehörde oblag dem Rat der Stadt. Nach dem Übergang an Württemberg wurde Aalen 1803 Sitz eines württembergischen Dekanats (siehe Kirchenbezirk Aalen), dessen Dekanatskirche die Stadtkirche (heutiger Bau von 1765 bis 1767 erstellt) ist. Als weitere Kirche bestand die Johanneskirche auf dem Friedhof, die 1561 erneuert wurde.
Im 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Bevölkerung Aalens zu, so dass weitere Gemeinden gegründet wurden. Es entstand die Markusgemeinde (Kirche von 1967) und die Martinsgemeinde (Kirche von 1974). Im Stadtteil Unterrombach wurde von Aalen ebenfalls die Reformation eingeführt, doch blieb der Ort eine Filiale von Aalen. Erst 1912 erhielt der Ort eine eigene Kirche und 1947 wurde eine eigene Pfarrei errichtet. Fachsenfeld wurde durch die Ortsherrschaft der Herren von Wöllwarth bzw. Leinroden reformiert. Die dortige Pfarrkirche wurde 1591 erbaut, im 16. Jahrhundert zogen jedoch vermehrt Katholiken zu, so dass der Ort danach mehrheitlich katholisch war. Die übrigen Stadtteile Aalens blieben nach der Reformation überwiegend katholisch, doch erhielt Wasseralfingen 1891 eine evangelische Pfarrei und zwei Jahre später eine eigene Kirche. In Unterkochen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls eine Pfarrei errichtet und 1960 eine eigene Kirche gebaut. Alle vier Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Aalen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ferner gibt es in Aalen Altpietistische Gemeinschaften.
Die wenigen Katholiken in der heutigen Kernstadt Aalen wurden bis ins 19. Jahrhundert von der Pfarrei Unterkochen versorgt. 1872 erhielt Aalen jedoch wieder eine eigene Pfarrei und 1913 eine eigene Kirche St. Salvator. 1969 wurde innerhalb der Gemeinde die Heilig-Kreuz-Kirche gebaut. Bereits 1963 war die zweite Pfarrei St. Maria errichtet worden, die 1972 eine eigene Kirche und 1970 die St. Augustinuskirche erhielt. 1976 wurde schließlich die St. Elisabeth-Kirche errichtet. Ferner gibt es seit 1963 noch die Seelsorgestelle St. Michael. Auch in Hofherrnweiler entstand bereits 1904 eine eigene katholische Kirche St. Bonifatius. Die Stadtteile Dewangen, Ebnat, Hofen, Waldhausen und Wasseralfingen blieben nach der Reformation katholisch. Daher gibt es hier jeweils alte Kirchengemeinden und Kirchen. Die Kirche Mariä Himmelfahrt Dewangen hat einen frühgotischen Turm, doch wurde das Schiff 1875 neu erbaut. Die Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis Ebnat wurde 1723 erbaut und später erneuert, doch wurde sie bereits 1298 erstmals erwähnt.
Die Hofener Pfarrkirche St. Georg ist eine Wehrkirche von 1762–1775 erbaut. Neben der Kirche befindet sich die gotische Kapelle St. Otilia. St. Maria Unterkochen wurde 1248 erstmals erwähnt und war lange Zeit auch für die Katholiken in Aalen zuständig. Die Pfarrkirche St. Nikolaus Waldhausen wurde 1699–1716 erbaut. Wasseralfingen war zunächst Filiale von Hofen, hatte jedoch eine alte Kirche St. Stephan, die 1832 erweitert wurde. 1834 wurde die eigene Pfarrei errichtet und 1883 erbaute sich die Gemeinde eine neue Kirche. Auch Fachsenfeld bekam 1895 eine eigene Kirche Zum heiligsten Herzen Jesu. Alle katholischen Kirchengemeinden im Aalener Stadtgebiet sind heute zu 4 Seelsorgeeinheiten innerhalb des Dekanats Aalen des Bistums Rottenburg-Stuttgart zusammengeschlossen. Diese Seelsorgeeinheiten umfassen aber teilweise auch Gemeinden außerhalb der Stadt Aalen. Zur Seelsorgeeinheit 2 gehören die Gemeinden Essingen, Dewangen und Fachsenfeld, zur Seelsorgeeinheit 4 die Gemeinden Hofen und Wasseralfingen, zur Seelsorgeeinheit 5 die beiden Aalen Gemeinden und Hofherrnweiler, zur Seelsorgeeinheit 6 die Gemeinden Waldhausen, Ebnat, Oberkochen und Unterkochen.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Aalen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, eine Baptisten-Kirche eine Advent-Gemeinde und vier Freikirchen. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Aalen vertreten.
Die Stadt Wasseralfingen hatte am 1. April 1972 bereits die Gemeinde Hofen eingegliedert.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war Aalen nur eine kleine Stadt mit wenigen hundert Einwohnern. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Erst durch den Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1803 erst 1.932 Menschen in der Stadt, so waren es 1905 bereits 10.442. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter. 1939 hatte Aalen 15.890 Einwohner.
Durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung der Stadt bis 1961 auf 31.814. Der Zusammenschluss mit Wasseralfingen am 21. Juni 1975 brachte einen Zuwachs von 14.597 Personen auf 65.165 Einwohner. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Aalen nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 67.125 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1823 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
An der Spitze der Stadt Aalen steht bereits seit 1374 der Bürgermeister und der Rat. Im 16. Jahrhundert gab es zwei später drei Bürgermeister. Der Rat hatte 1552 insgesamt 13 Mitglieder. Später wurde die Verwaltungsspitze mehrmals neu organisiert. In württembergischer Zeit stand zunächst ein Bürgermeister, ab 1819 der „Stadtschultheiß“ an der Spitze der Stadt. Seit 1947 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender und Mitglied des Gemeinderats und hat dort Stimmrecht. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ (Jutta Heim-Wenzler) und ein weiterer Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ (Wolf-Dietrich Fehrenbacher).
Das Wappen der Stadt Aalen zeigt in Gold einen rot bezungten, schwarzen Adler, belegt mit einem roten Brustschild, darin ein gekrümmter silberner Aal. Die Aalener Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wird zwar schon lange geführt, aber nach der Gebietsreform wurde es am 16. November 1976 vom Regierungspräsidium Stuttgart neu verliehen.
1980 wurde die Patenschaft über die vertriebenen Deutschen aus der Wischauer Sprachinsel übernommen.
Die Stadt Aalen betreibt ein eigenes Theater, das Theater der Stadt Aalen. Mit der Gründung im Jahre 1991 und sechs festangestellten Schauspielern ist es nicht nur das jüngste, sondern auch das kleinste städtische Theater in Deutschland. Insgesamt werden an verschiedenen Spielorten jährlich etwa 360 Stücke aufgeführt.
Zu Ehren Christian Friedrich Daniel Schubarts, der in Aalen Kindheit und Jugend verbrachte, stiftete die Stadt 1955 den Schubart-Literaturpreis, der damit zu den ältesten Literaturpreisen in Baden-Württemberg zählt. Er wird derzeit alle zwei Jahre an deutschsprachige Autoren, deren Werke dem „freiheitlichen und aufklärerischen Denken“ Schubarts entsprechen, verliehen und ist mit 12.000 Euro dotiert.
Das Aalener Jazzfest zählt zu den fünf größten Jazzfestivals in Deutschland. Immer in der zweiten Novemberwoche bringt es junge Talente und große Namen nach Aalen. Im Programm waren bereits Musiker wie Miles Davis, B. B. King, Ray Charles, David Murray, McCoy Tyner, Al Jarreau, Esbjörn Svensson oder Albert Mangelsdorff. Einschließlich der Einzelkonzerte in Frühjahr und Sommer werden über das ganze Jahr verteilt rund 25 Konzerte gegeben, zu denen insgesamt jährlich etwa 13.000 Besucher erwartet werden.
Das Historische Rathaus wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaut. Nach dem Stadtbrand von 1634 wurde es im Jahre 1636 neu errichtet, hierzu stiftete die Reichsstadt Nürnberg eine Kunstuhr, von der aber seit einem weiteren Brand 1884 nur noch die Relieffigur des „Spions von Aalen“ erhalten ist. Dieser sitzt seitdem im wieder errichteten Turm und hat sich zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Das Gebäude diente der Stadt Aalen bis 1907 als Rathaus. Seit 1977 ist das Geologisch-Paläontologische Museum im Historischen Rathaus. Auf dem 1975 eingeweihten Marktbrunnen vor dem Gebäude steht eine Kopie des im Rathaus dauerhaft ausgestellten Original einer Figur des Kaisers Joseph I.
Das Alte Rathaus wurde erstmals 1575 urkundlich erwähnt. An seiner Außenwand befindet sich das älteste bekannte Wappen der Stadt Aalen von 1664. Bis 1851 befand sich im Gebäude das Hotel Krone-Post, das gleichzeitig auch als Poststation des Postunternehmens des Adelsgeschlechts Thurn und Taxis fungierte. Es ging vor allem durch die Aufnahme prominenter Personen in die Geschichte ein, so erinnert heute noch das sogenannte „Napoleonfenster“ an den Aufenthalt des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte im Jahre 1805, der sich an diesem Fenster einer Legende zufolge den Kopf blutig gestoßen haben soll. Von 1907 bis 1975 diente das Gebäude unter vier verschiedenen Stadtoberhäuptern als Rathaus der Stadt Aalen. Heute befindet sich in dem Gebäude unter anderem ein Kleinkunstcafé, das Heimatmuseum mit einer Dauerausstellung über Leben und Werk des in Aalen aufgewachsenen Dichters Christian Friedrich Daniel Schubart und eine Spielstätte des Theaters der Stadt Aalen.
Die heutige Aalener Stadtkirche ist vermutlich der dritte Bau an dieser Stelle im Herzen der Aalener Altstadt. Das erste Bauwerk war eine dem Heiligen Nikolaus geweihte frühgotische Kapelle. Als Aalen 1360 Reichsstadt wurde, war diese Kapelle bereits durch die 1340 erstmals erwähnte Pfarrkirche St. Nikolaus ersetzt worden. Der ursprünglich direkt an dieser Kirche gelegene Friedhof wurde aus Platzgründen vor die Tore der Stadt zur Johanniskirche verlagert.
Der erste protestantische Gottesdienst in Aalen wurde am 29. Juni 1575 gehalten; von damals bis zum Beginn der Industrialisierung war Aalen eine rein evangelische Stadt. Als im Dreißigjährigen Krieg das schwedische Heer auf dem Rückzug war, wurde in Aalen ein Pulverwagen vergessen, der in Feuer geriet. Den Flammen fiel die gesamte Stadt mit Kirche zum Opfer.
Nach dem Brand von 1634 wurde die Kirche notdürftig wieder aufgebaut. Zur größeren Sicherheit der Stadt wurde der Turm später noch einmal um elf Meter aufgestockt. Aufgrund damit unzureichender Fundamente brach er am Pfingstdienstag 28. Mai 1765 zusammen und beschädigte das Kirchenschiff schwer.
Der Einsturz des Turmes bedingte 1765–1767 einen völligen Neubau. Dabei entstand eines der seltenen Beispiele eines protestantischen Kirchenraumes in den Formen des Barock. Nach dem Entwurf des württembergischen Landbaumeisters Johann Adam Groß schuf Baumeister Johann Michael Keller eine barocke Quersaalanlage von 36 m × 16 m. Mit einer lichten Höhe von 11 m haben in der Kirche 550 Personen im Schiff und 330 Personen auf den Emporen Platz.
An Kunstgegenständen ist die Stadtkirche mit einer Altar-Kanzel-Gruppe und einem Kanzeldeckel mit auferstehendem Christus von Thomas Schaidhauf ausgestattet. Das Altarkreuz aus dem 16. Jahrhundert stammt aus der Vorgängerkirche. Bemerkenswert ist das mit dem Stadtwappen geschmückte Altargitter. An der Decke des Saalraumes drei Fresken von Anton Wintergerst: in der Mitte das Jüngste Gericht, links und rechts davon die Auferstehung und die Himmelfahrt Christi.
Weitere evangelische Kirchen sind die Markuskirche von 1967 und die Martinskirche von 1974 in der Aalener Kernstadt sowie die Kirche in Unterrombach von 1912, die Pfarrkirche in Fachsenfeld von 1591, die Kirche in Wasseralfingen von 1893 und die Kirche in Unterkochen von 1960. Besonders sehenswert ist die Johanniskirche im ehemaligen Johannisfriedhof im Westen der Innenstadt. Das Bauwerk entstand vermutlich aus einem römischen Tempel und zählt somit zu den ältesten Kirchen Baden-Württembergs. Im Inneren befinden sich Fresken aus dem 12. Jahrhundert.
Katholische Kirchen in der Aalener Kernstadt sind die 1913 erbaute Salvatorkirche, die Heilig-Kreuz-Kirche von 1969, die Kirche St. Maria von 1972, die St. Augustinuskirche von 1970 und die 1976 erbaute St. Elisabeth-Kirche. In den Aalener Stadtteilen gibt es folgende katholische Kirchen: St. Bonifatius Hofherrnweiler 1904, Mariä Himmelfahrt Dewangen mit frühgotischen Turm und Schiff von 1875, Mariä Unbefleckte Empfängnis in Ebnat von 1723 (später erneuert, doch wurde sie bereits 1298 erstmals erwähnt), Pfarrkirche St. Georg Hofen, eine Wehrkirche von 1762–1775, neben der sich die gotische Kapelle St. Otilia befindet, St. Maria in Unterkochen (erstmals 1248 erwähnt), St. Nikolaus in Waldhausen (1699–1716 erbaut), St. Stephan Wasseralfingen (1832 erweitert) und neue Kirche von 1883 sowie die Kirche Zum heiligsten Herzen Jesu in Fachsenfeld von 1895.
Das Bürgerspital ist ein Fachwerkhaus, das 1702 am Spritzenhausplatz erbaut wurde. Bis 1873 diente es als städtisches Krankenhaus. Danach wurde es in ein Altersheim umgewandelt. Nach einer umfassenden Restaurierung ist es heute eine Seniorenbegegnungsstätte.
Auf einem Hang des Berges Langert südlich der Stadt befindet sich das Thermalbad Limes-Thermen, welches in römisch-antikem Stil gebaut wurde. Die anerkannte Heilquelle wird mit 34 bis 36 °C warmem Wasser aus etwa 650 Metern Tiefe versorgt.
Der historische Mittelpunkt Aalens zieht sich über rund 150 Meter vom Rathaus im Süden bis zum Historischen und zum Alten Rathaus im Norden und mündet dort in die Radgasse ein. Seit 1809 findet hier mittwochs und samstags der Wochenmarkt statt. Etwa 10 m vor dem Reichstädter Brunnen am Rathaus sind die Wappen Aalens, der Partnerstädte und das der Wischauer Sprachinsel in den Boden als Mosaik eingepflastert.
Marktbrunnen Der Marktbrunnen befindet sich am nördlichen Ende des Marktplatzes vor dem Historischen und dem Alten Rathaus. Er wurde 1979 im Stile des Barocks wiedererrichtet und trägt die Kopie einer Figur des Kaisers Joseph I., deren Original im Foyer des Rathauses dauerausgestellt wird. Die gusseisernen Brunnenplatten zeigen das Wappen des Herzogtum Württemberg von 1718, das Aalener Stadtwappen sowie die Wappen der eingemeindeten Orte.
Reichsstädter Brunnen Der Reichstädter Brunnen am Südende des Marktplatzes steht vor dem Rathaus. 1977 wurde er von dem Bildhauer Prof. Fritz Nuss geschaffen und soll an die Zeit erinnern, als Aalen Reichsstadt war (1360–1803). Auf dem umlaufenden Brunnenfries veranschaulichen Bronzefiguren symbolisch die Stadtgeschichte.
Die älteste Häuserfassade Aalens findet man in der Radgasse. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein kleiner Weiher. Die Gebäude wurden zwischen 1659 und 1662 erbaut. In der Mitte der 1980er Jahre wurden die als typische Aalener Ackerbürgerhäuser geltenden Häuser restauriert. In einem der Häuser befand sich das Gasthaus Rad, nach dem die Radgasse benannt wurde.
Die ehemalige Eisenerzgrube Wilhelm am Braunenberg wurde 1987 zum Besucherbergwerk Tiefer Stollen umgewandelt, um die Leistung der damaligen Bergleute zu würdigen und um das Bergwerk als Denkmal der frühen industriellen Kultur im Aalener Raum zu erhalten. Die Stadt Aalen, ein Förderverein und viele Bürger richteten in tausenden von freiwilligen Arbeitsstunden das Bergwerk wieder so her, dass es heute besucht werden kann. Dabei wurde alles soweit wie möglich im Originalzustand belassen. Seit 1989 werden im so genannten Heilstollen zur Behandlung von Atemwegserkrankungen auch Liegekuren angeboten. Der Ortsteil Röthardt, in dem der Stollen liegt, bekam dafür 2004 das Prädikat „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ zuerkannt.
Die Sternwarte Aalen wurde bereits 1969 als Schulsternwarte des Schubart-Gymnasiums gebaut, ist jedoch erst seit 2001 für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie liegt auf der Schillerhöhe und wird von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Aalen geleitet. Es finden regelmäßig Führungen und astronomische Vorträge statt, an denen auch Besucher teilnehmen können.
Der Windpark im Stadtbezirk Waldhausen wurde Anfang 2007 fertiggestellt. Er besteht aus sieben Windrädern mit einer Nennleistung von je 2000 kW, deren Nabenhöhe jeweils 100 Meter, der Rotordurchmesser jeweils 92 Meter beträgt.
Auf dem Berg Langert steht der 26 m hohe Aussichtsturm „Aalbäumle“, der ein beliebtes Wanderziel darstellt. Auf dem 1898 erstmals erbauten und 1992 zu seiner heutigen Erscheinung ausgebauten Turm hat man bei gutem Wetter eine Aussicht über Aalen und den Welland bis zu den Drei Kaiserbergen. Unterhalb des Turmes befindet sich ein Abenteuerspielplatz und eine Hütte, deren Bewirtschaftung durch eine auf dem Turm gehisste Fahne signalisiert wird. Vom Waldparkplatz der Limes-Thermen erreicht man das Aalbäumle zu Fuß in etwa 20 Minuten Gehzeit.
1954 errichtete die Stadt Aalen auf der Schillerhöhe zum Gedenken an die Aalener Opfer der beiden Weltkriege einen Glockenturm als Mahnmal. Die Pläne entwarf Prof. Emil Leo. Die Glocke wurde von Carl Schneider gestiftet. Der Turm ist auf Anfrage begehbar. Jeden Abend um 18.45 Uhr (seit 2004, davor 19.45 Uhr) läutet die Glocke des Mahnmals, ein geschichtlicher Zusammenhang mit diesen Uhrzeiten ist nicht bekannt.
Die Fußballmannschaft des 1921 gegründeten VfR Aalen spielt in der Saison 2008/2009 in der 3. Liga. Seine Heimspielstätte ist die im Westen der Stadt gelegene Scholz Arena, die bis 2008 Städtisches Waldstadion Aalen hieß. Der TSV Dewangen ist durch seine Ringermannschaft bekannt, die 2007 ebenso wie der KSV Aalen in der ersten Bundesliga kämpft. Zwei amerikanische Sportarten, American Football und Baseball, werden beim MTV Aalen angeboten.
Der Bahnhof Aalen ist ein Knotenpunkt der Remsbahn von Stuttgart, der Brenzbahn von Ulm, der Oberen Jagstbahn von Crailsheim und der Riesbahn von Donauwörth. Im Stadtgebiet liegen außerdem die Haltepunkte Unterkochen, Wasseralfingen und Hofen, sowie der Bahnhof Goldshöfe. Bis 1972 bestand über die Härtsfeldbahn eine Verbindung über Neresheim nach Dillingen an der Donau. Die im Zwei-Stunden-Takt verkehrende InterCity-Linie 61 von Karlsruhe über Stuttgart nach Nürnberg bedient den Bahnhof Aalen; Regional-Express- und Regionalbahn-Linien bedienen die anderen Stationen.
Die Stadt Aalen ist Namenspatin eines ICE 3 (siehe unten).
Die Stadt betreibt die Industriebahn Aalen, ein Industriegleis, auf dem jährlich rund 250 Wagenladungen befördert werden.
Über die Anschlüsse Aalen/Westhausen und Aalen/Oberkochen gelangt man auf die A 7 (Würzburg–Füssen). Aalen ist gut an das Bundesstraßennetz angeschlossen. Über die Bundesstraßen B 19 (Eisenach–Mellrichstadt–Würzburg–Ulm–Oberstdorf), B 29 (Waiblingen-Aalen-Nördlingen) und B 290 (Tauberbischofsheim-Westhausen) besteht Verbindung in alle Richtungen.
Im Stadtgebiet versorgen mehrere Buslinien den öffentlichen Personennahverkehr. Das Busunternehmen Omnibus-Verkehr Aalen setzt dabei seit 1966 auch Doppeldeckerbusse ein.
Der internationale Flughafen Stuttgart in Leinfelden-Echterdingen ist in 90 Minuten mit dem PKW oder mit der Bahn (mit Umsteigen in die S-Bahn) zu erreichen. Aalen hat selbst einen kleinen Flugplatz, den Flugplatz Aalen-Heidenheim.
Aalen ist mit dem Deutschen Limes-Radweg und dem Kocher-Jagst-Radweg an das deutsche Radfernwegnetz angeschlossen.
Aalen verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ellwangen und zum Oberlandesgericht Stuttgart gehört, ferner über Kammern des Arbeitsgerichts Stuttgart, über ein Notariat, ein Finanzamt und eine Agentur für Arbeit. Die Stadt ist auch Sitz des Landratsamts Ostalbkreis sowie des Kirchenbezirks Aalen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanatsverbands Ostalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart, zu dem die Dekanate Aalen, Ellwangen, Neresheim und Schwäbisch Gmünd gehören.
Aalen liegt im Bezirk des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Weiter sind für Rechtsstreitigkeiten aus Aalen das Arbeitsgericht Stuttgart und das Sozialgericht Ulm örtlich zuständig.
In Aalen dominiert die Metallverarbeitung. Die Schwäbischen Hüttenwerke pflegen eine seit 1671 bestehende Tradition des Wasseralfinger Werkes. Neben dem Maschinenbau sind die Industriezweige Optik, Papier, Informatik, und Textil wichtige Träger der Wirtschaftsstruktur.
In Aalen erscheinen als lokale Tageszeitungen die „Schwäbische Post“, die ihre überregionalen Seiten von der Südwestpresse in Ulm bezieht, sowie die „Aalener Nachrichten“ (früher Aalener Volkszeitung), eine Lokalausgabe der Schwäbischen Zeitung aus Leutkirch.
Größte Bildungseinrichtung ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft (früher: Fachhochschule).
Die Stadt ist Träger von drei Gymnasien (Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen, Schubart-Gymnasium – Partnerschule für Europa und Theodor-Heuss-Gymnasium), vier Realschulen (Karl-Kessler-Realschule Wasseralfingen, Kocherburg-Realschule Unterkochen, Realschule auf dem Galgenberg und Uhland-Realschule), einer Förderschule (Weitbrechtschule), einer Förderschule mit Schule für Erziehungshilfe (Hermann-Hesse-Schule), sechs Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Braunenbergschule Wasseralfingen, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Fachsenfeld, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Unterkochen, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Hofherrnschule Unterrombach, Schillerschule und Talschule Wasseralfingen), einer Hauptschule mit Werkrealschule (Bohlschule) sowie acht selbständigen Grundschulen (Gartenschule Ebnat, Grauleshofschule, Greutschule, Grundschule Waldhausen, Kappelbergschule Hofen, Langertschule, Rombachschule Unterrombach und Schwarzfeldschule Dewangen).
Der Ostalbkreis ist Schulträger der Beruflichen Schulen (Technische Schule, Kaufmännische Schule und Justus-von-Liebig-Schule – Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) sowie der Schloss-Schule Wasseralfingen, Schule für Sprachbehinderte und Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.
Die privaten Schulen Abendgymnasium Ostwürttemberg, Abendrealschule Aalen, Altenpflegeschule der DAG Arbeiterwohlfahrt, Altenpflegeschule der Deutschen Angestellten-Akademie, Freie Waldorfschule Aalen e. V., Private Berufsfachschule Dr. Engel sowie die beiden Schulkindergärten für Geistigbehinderte (des Rehabilitationszentrums Südwest) und für Erziehungshilfe (des Aufwind e. V.) runden das schulische Angebot in Aalen ab.
Die Deutsche Esperanto-Bibliothek ist seit 1989 in den Räumen der Stadtbibliothek ansässig.
Der Südwestrundfunk betreibt mit dem Sender Aalen auf dem Braunenberg seit 1956 einen Grundnetzsender für Radio und Fernsehen. Als Antennenträger dient ein freistehender, 140 Meter hoher Stahlbetonturm.
Limesmuseum Aalen
Das Limesmuseum Aalen ist ein archäologisches Museum mit einer angeschlossenen Freilichtanlage im baden-württembergischen Aalen. Das Museum ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und gleichzeitig das größte Museum an dem von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuften Obergermanisch-Raetischen Limes. Das Museum steht auf dem Gelände des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen.
Der Schwerpunkt des Museums liegt auf der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands im 2. Jahrhundert n. Chr. In der Dauerausstellung werden hervorragend restaurierte Funde aus dem ehemaligen Kastell und dem zugehörigen Vicus ausgestellt. Gezeigt werden Haushaltsgegenstände, Schmuck, Keramik- und Metallgegenstände sowie Waffen aus römischer und alamannischer Zeit. Zu den Glanzstücken der Ausstellung zählen der Schatzfund aus dem Kastelldorf Buch und eine Jupitergigantensäule. Die Ausstellung wird durch zahlreiche originalgetreue Repliken, Modelle und Multimediastationen ergänzt. Besuchern und Kindern wird ein umfangreiches museumspädagogisches Programm angeboten.
Das Museum gibt in Gemeinschaft mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg in unregelmäßiger Folge die Fachpublikation Schriften des Limesmuseums Aalen (früherer Titel: Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands) zur römischen Geschichte Südwestdeutschlands heraus.
Das Freigelände liegt, als archäologischer Park, auf einem Teil des ehemaligen Kastellgeländes. Dort führt ein beschilderter Rundweg zu den freigelegten und restaurierten Resten des ehemaligen Stabsgebäudes, dem Fahnenheiligtum und einer rekonstruierten Reiterbaracke. Das Freigelände ist Schauplatz für die zweijährlich stattfindenden Römertage-Festspiele.
Bahnhof Aalen
Der Bahnhof Aalen ist ein Kreuzungspunkt der Remsbahn aus Stuttgart, der Brenzbahn aus Ulm, der Oberen Jagstbahn nach Crailsheim und der Riesbahn nach Donauwörth. Der Bahnhof liegt 200 Meter nordöstlich der historischen Altstadt von Aalen.
Trotz der Schwierigkeiten der Länder Württemberg und Bayern, welche sich nicht über ein gemeinsames Konzept einer grenzüberschreitenden Bahn einigen konnten, erreichte am 18. Juli 1861 als erstes die Remsbahn der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen den Ort. Obwohl Aalen nicht als Eisenbahnknoten geplant war wurde der erste kleine Bahnhof bereits zu Anfang mit acht Bahnangestellten, welche zugleich Postbeamte waren, besetzt. Eine Verlängerung der Bahn in Richtung Nördlingen nahm dann am 3. Oktober 1863 den Betrieb auf. Als dritter Anschluss erreichte dann am 13. September 1864 die Brenzbahn aus Richtung Heidenheim den Ort (die Verbindung von Heidenheim nach Ulm konnte wegen der sog.Brenzbahnklausel erst 1876 fertiggestellt werden). Crailsheim konnten dann ab dem 15. November 1866 und Schwäbisch Hall ab dem 10. Dezember 1867 mit der Bahn erreicht werden.
Bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnet sich ab, dass der Bahnhof für den zunehmenden Eisenbahnverkehr zu klein konzipiert war. Er verfügte nur über einen überdachten Hauptbahnsteig direkt am Bahnhofsgebäude und einen nur rund 1,80 m breiten Hilfsbahnsteig für das zweite Gleis. So begann man 1873 mit der Erweiterung und dem Umbau des Bahnhofes. 1876 wurde das neue Hauptgebäude eingeweiht. 1884 besaß der Bahnhof insgesamt vier Gleise von denen drei für den Personenverkehr vorgesehen war. So war der Bahnhof trotz der spärlichen Geldmittel welche das Land zur Verfügung stellte, 500.000 Goldmark statt der benötigten 3.500.000, für den weiteren Anstieg des Verkehrs gerüstet. Bis zum Ende des Jahrhunderts stieg der Verkehr auf insgesamt 80 Zugfahrten pro Tag.
1901 waren die Finanzmittel aufgebraucht, aber das Land stellte weitere 1.400.000 Goldmark zur Verfügung. Damit konnte der Bahnhof von drei auf fünf Gleise für den Personenverkehr erweitert werden. Am 31. Oktober desselben Jahres nahm mit der Härtsfeldbahn eine 1000-mm-Schmalspurbahn nach Neresheim und Dillingen ihren Betrieb auf. Sie hatte gegenüber dem Bahnhof auf der anderen Seite der Gleisanlagen ihren Endpunkt. Um sie an das Bahnhofsgebäude anzuschließen, richtete man einen 72 m langen Tunnel unter den Bahnanlagen ein. Da die Bahn anfangs parallel zur Strecke in Richtung Ulm verlief, lag dieser Abschnitt auf einem Dreischienengleis.
1905 bekam der Bahnhof ein elektromechanisches Stellwerk.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Bahnhof bei einer ersten Angriffswelle am 1. und 2. April 1945 nicht sehr beschädigt. Erst die gezielten Angriffe am 8. April und am 17. April schädigten den Bahnhof nachhaltig, so dass der Verkehr gänzlich eingestellt werden musste. Der Verkehr konnte erst am 9. Juli auf Veranlassung der Alliierten wieder aufgenommen werden.
Die nächste einschneidende Veränderung fand 1970 mit dem Beginn der Elektrifizierung der Remsbahn, welche am 28. Mai 1972 abgeschlossen war, statt. Beschlossen wurde diese Maßnahme bereits mit der Unterzeichnung des Elektrifizierungsabkommens zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Deutschen Bundesbahn. Der Abschnitt nach Crailsheim folgte erst am 2. Juni 1985.
Die Härtsfeldbahn stellte am 30. September 1972 ihren Personenbetrieb ein. Der Güterverkehr folgte zwei Monate später am 30. November. Anschließend fand die Demontage der Gleisanlagen statt.
Eine Renovierung des Hauptgebäudes, welche für 1980 geplant war, verschob sich auf das Jahr 1990. Grund war, dass das Gebäude mittlerweile unter Denkmalschutz stand. Für 4.400.000 Deutsche Mark entstand zudem das Reisezentrum, ein Laden und ein Bistro.
In der Zeit vom 24. April bis zum 15. Oktober 2009 wird wegen Bauarbeiten die Remsbahn zwischen Aalen und Schorndorf sowie vom 27. Juli bis 15. Oktober die Riesbahn zwischen Goldshöfe und Nördlingen voll gesperrt. Die im Fernverkehr eingesetzten IC-Züge der Line 61 Nürnberg–Stuttgart–Karlsruhe werden in dieser Zeit zwischen Crailsheim und Waiblingen über die Murrbahn umgeleitet. Die Städte Aalen und Ellwangen werden hierbei durch spezielle Zubringerzüge an den IC-Halt Crailsheim angebunden.
Die Umsteigemöglichkeiten zwischen den Richtungen Ellwangen und Donauwörth bestehen dabei im benachbarten Bahnhof Goldshöfe.
Zu jeder ungeraden Stunde um die Symmetrieminute 00 bestehen Umsteigemöglichkeiten zwischen Intercity-Zügen der Linie Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg in beiden Richtungen und Interregio-Express-Zügen von und nach Ulm.
Im Süden des Stadtgebietes liegt die Industriebahn Aalen, ein von der Stadt betriebenes Industriegleis, auf dem jährlich rund 250 Wagenladungen befördert werden.
Ein vor dem Hauptgebäude gelegener Busbahnhof und ein 2006 eröffnetes Park-and-Ride-Parkhaus verbinden den Bahnhof mit dem Straßenverkehr. Am Busbahnhof befindet sich die Info-Zentrale der Verkehrsgemeinschaft Aalen. 2003 wurde ein 204 Stellplätze bietendes Fahrradparkhaus eingeweiht, das zum Schutz gegen Diebstahl videoüberwacht ist.

