AMD

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Geschrieben von c3po 27/02/2009 @ 08:39

Tags : amd, prozessoren, computer, high-tech

Inhaltsverzeichnis
  1. AMD Athlon 64
  2. AMD K6
  3. AMD
  4. AMD Sempron
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AMD Athlon 64

AMD Athlon64 Badge.svg

Der AMD Athlon 64 ist ein Mikroprozessor für Computer und der zweite Vertreter der AMD K8-Generation. Er wurde im Jahr 2003 auf den Markt gebracht und besitzt die AMD64-Mikroarchitektur.

Der Athlon 64 tritt die Nachfolge des AMD Athlon XP an. Neben der Desktop-Version gibt es noch Modelle für Notebooks (Mobile Athlon 64 bzw. Turion 64 Mobile Technology), für LowCost-Systeme (Sempron) und für den High-End-Markt (AMD Athlon 64 FX). Im Jahr 2007 kamen auch Modelle, die auf die „64“ im Namen verzichten. AMD Athlon auf K8-Basis wird im Sprachgebrauch teilweise auch als Athlon LE oder Athlon 64 LE bezeichnet um ihn vom AMD Athlon auf K7-Basis abzugrenzen, diese Namen entsprechen aber nicht der offiziellen Bezeichnung. Der Athlon 64 ist generell nicht für Multiprozessor-Systeme geeignet, die dafür geeignete Variante der Athlon64-Familie wird unter der Namen AMD Opteron vertrieben. Jedoch wurde mit dem AMD Athlon 64 X2 eine CPU auf den Markt gebracht, die zwei CPU-Kerne besitzt (Dual-Core) und sich deswegen ähnlich wie ein Dual-CPU-System verhält.

Anfangs hatte AMD anscheinend Fertigungsprobleme mit dem Athlon 64 und konnte die Modelle nicht hoch genug takten. Die Ursache wurde in parasitären Kapazitäten bei dem ansonsten vor allem bei Teillast sehr energiesparenden SOI-Prozess vermutet. Die Markteinführung verzögerte sich hierdurch erheblich, und man war ungefähr ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Aus diesem Grund war es anfangs ungewiss, ob AMD mit dem Athlon 64 Erfolg haben würde und mit Intels Pentium 4 mithalten könne. Durch Verbesserung in der Fertigung und neuere Steppings des Athlon 64 konnten die Probleme behoben werden.

Der Athlon 64 hat den Athlon XP vollständig ersetzt: AMD bietet Modelle mit einem auf dem alten Quantispeed-Rating basierenden Modell-Rating von 2800+ bis 4000+ an und deckte damit den gesamten Markt ab. Für den Budget-Bereich wurde der AMD Sempron entwickelt. Im Jahre 2007 wurde das Rating für neue Prozessoren wieder fallen gelassen und auch die „64“ im Namen hielt man für überflüssig, da inzwischen alle x86-Prozessoren 64-Bit-fähig sind. Neuere Modelle findet man deswegen unter dem Namen Athlon, dem eine Modellnummer angehängt ist. Die Modellnummer besteht aus zwei Buchstaben, gefolgt von einem Bindestrich und einer vierstelligen Nummer (z. B. LE-1620). Der Erste Buchstabe steht dabei für die Leistungsklasse, L bedeutet Unterklasse. Der zweite Buchstabe benennt die ungefähre Verlustleistung, E bedeutet dabei weniger als 65 W TDP. Bei der vierstelligen Nummer steht die erste Ziffer für die Typenfamilie, die anderen drei Ziffern ordnen den Prozessor innerhalb dieser Typenfamilie zu.

Der Athlon 64 für den Sockel 754 hat nur ein Single-Channel-Speicherinterface und kommt daher mit 754 Pins und vierlagigen Hauptplatinen aus. Dieser Sockel diente als erste Plattform für den Athlon 64, wurde dann aber durch den Sockel 939 ersetzt.

Der Sockel 754 diente noch bis Mitte 2006 als Plattform für den AMD Sempron und für die Notebookprozessoren Mobile Athlon 64, Turion 64 und Mobile Sempron.

Der Sockel 939 bietet dem Athlon 64 ein Dual-Channel-Speicherinterface. Wegen der damit verdoppelten Speicherbandbreite verfügen die Sockel-939-CPUs über eine höhere Leistung als die Sockel-754-Modelle. AMD setzt deswegen ein anderes Performance-Rating an, um diesem Umstand gerecht zu werden; so haben Athlon 64 für Sockel 939 bei gleicher Taktfrequenz und L2-Cache ein höheres Rating als beim Sockel 754. Mitte 2006 wurde er durch den Sockel AM2 abgelöst.

Der eigentlich nur für den AMD Opteron gedachte Sockel 940 wurde anfangs als Plattform für den Athlon 64 FX genutzt, der im Prinzip nur ein umbenannter Opteron war. Dieser wurde aber nach kurzer Zeit für den Desktop-Markt überflüssig, da AMD den Athlon 64 FX auch für die Sockel 939 und AM2 konzipierte.

Über den Sockel AM2 bindet der Athlon 64 DDR2-SDRAM an, weiterhin über zwei Speicherkanäle. Zusätzlich unterstützen die Prozessoren für diesen Sockel die Virtualisierungstechnik AMD-V. Aus Marketing-Gründen liegt der Fokus zunehmend auf Dual-Core-Prozessoren, was bei der Athlon-64-Serie bereits 2007 zur Einstellung der Produktion führte; Single-Core-Modelle für den Sockel AM2 werden lediglich innerhalb der Athlon-Serie (ohne „64“) weiterproduziert.

Es gibt verschiedene Prozessorkerne für den Athlon 64, die die Namen Clawhammer, Newcastle, Winchester, Venice, San Diego und Orleans tragen.

Der Clawhammer ist der älteste Kern, seine Revision C0 in 130-nm-Fertigung bildete die Basis für die ersten Athlon 64 mit 1 MB L2-Cache, die ab Mitte 2003 ausgeliefert wurden. Der integrierte Speichercontroller der Revision C0 kann bei umfangreichen Speicherbestückungen (insbesondere mit drei oder mehr doppelseitigen Modulen) den RAM nicht hoch takten. Mit drei PC3200-Speichermodulen mit jeweils 512 MB sind maximal 166 MHz anstatt 200 MHz möglich, mit drei 1 GB-Modulen muss der Controller sogar auf 100 MHz Speichertakt herunterschalten, da andernfalls keine sichere Signalübertragung zu gewährleisten ist.

Die neuere Revision CG bot neben verbessertem thermischen Design und erweitertem Powermanagement kleinere Verbesserungen am Speichercontroller und die neue Option „2T Command Rate“ an, durch die sich der maximale Speichertakt bei großen Bestückungen erhöhen ließ. Dabei wird eine Speicheranforderung nicht wie üblich einen Takt lang über die Prozessorpins signalisiert, sondern zwei Takte lang durchgehalten, so dass auch bei hohen Takten eine sichere Signalerkennung möglich ist. Diese Sicherheit erkauft man sich durch einen Verlust an Übertragungsbandbreite. Ob der 2T-Overhead durch den höheren Speichertakt aufgewogen werden kann, muss im Einzelfall festgestellt werden. Einige BIOS-Versionen aktivieren 2T standardmäßig in jedem Fall und bremsen so auch „schnelle“ Speicherbestückungen unnötig um bis zu 15 % aus.

Der Name Newcastle tauchte erstmals in Verbindung mit Clawhammer-Prozessoren auf, bei denen eine Hälfte des L2-Caches deaktiviert war und die zum Ausgleich mit mehr Takt liefen, um nominell die gleiche Leistung zu erbringen. Später gab es „echte“ Newcastle-CPUs, die physisch tatsächlich nur über 512 KB Cache verfügten.

Danach führte AMD den Winchester (Revision D0) ein, der die Migration zur 90-nm-Fertigung darstellt. Durch die kleineren Strukturbreiten wurden höhere Taktraten bei geringerer Leistungsaufnahme möglich. Durch die 90-nm-Fertigung sank die Verlustleistung des Winchester-Kern um bis zu 20 % gegenüber dem Newcastle-Kern, somit war eine effizientere Kühlung unter gleichen Bedingungen möglich. Nochmals wurde der Speichercontroller verbessert.

Relativ kurz nach dem Winchester folgte aber bereits der nächste Kern namens Venice (Revision E3, 512 KB L2-Cache), der erstmals SSE3 unterstützte und ebenfalls in 90 nm gefertigt wurde. Bei diesen Prozessoren integrierte AMD erstmals die gemeinsam mit IBM entwickelte „Dual Stress Liner“-Technologie in den Fertigungsprozess. Durch ein gestrecktes Kristallgitter können die Transistoren im Chip bei gleich bleibender Verlustleistung bis zu 24 % schneller schalten. In der Praxis rechnet AMD mit einem um 16 % erhöhten Taktpotenzial, was auf bis zu 2.800 MHz Kerntakt hinausliefe. Der Speichercontroller der Revision E3 wurde erneut verbessert. Umfangreiche Speicherbestückungen müssen nur noch mit 2T Command Rate ausgebremst werden, wenn vier doppelseitige DIMMs verwendet werden, die mit DDR-400 laufen sollen. Alle anderen Konfigurationen können mit Maximalgeschwindigkeit betrieben werden. Die Speichertransferleistung wird durch eine verdoppelte Anzahl Write-Combine-Buffer erhöht, und auch die Leistung in Verbindung mit UMA-Grafikkarten wurde gesteigert. Zusätzlich unterstützt der Venice neue Werte für die Speicherteiler. Dadurch wird es möglich, auch (nicht JEDEC-spezifizierte) DDR-500-Speichermodule zu verwenden, wenn das BIOS die neuen Speicherteiler unterstützt. Der Leistungszuwachs durch diese Vergrößerung der Speicherbandbreite bewegt sich allerdings nur im unteren einstelligen Prozentbereich. Kurz nach der Markteinführung des Venice-E3-Steppings wurden drei Fehler in den Prozessoren entdeckt. So erwiesen sich die neuen Write-Combine-Buffer als nicht praxistauglich und mussten beim Booten des Systems vom BIOS abgeschaltet werden. Wenn dies nicht geschah, konnte das System zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt einfrieren. AMD legte den Venice-Prozessor daher schon kurze Zeit später in der korrigierten E6-Version neu auf.

Erstmals gibt es vom Venice auch wieder eine Variante mit 1.024 KB L2-Cache, die unter dem Namen San Diego (E4) läuft. Von den Venice-Problemen sind diese CPUs grundsätzlich nicht betroffen.

Der Kern Orleans ist ebenfalls in 90 nm gefertigt, unterstützt aber DDR2-Speicher und die Virtualisierungstechnologie AMD-V. Damit die neuen Fähigkeiten genutzt werden können, besitzt der neue Kern den neuen Sockel AM2.

Der neue Lima-Kern ist identisch mit dem Orleans, allerdings ist er in 65 nm gefertigt, wodurch die Verlustleistung sinkt.

Mit dem Kern Windsor wurden die ersten Prozessoren der K8-Generation vorgestellt, die AMD wieder unter dem reinen Label Athlon veröffentlichte. Intern handelt es sich eigentlich um ein Dual-Core, wobei allerdings einer diesen beiden abgeschaltet ist. Durch diese Maßnahme erhöht AMD zum einem die Ausbeute, da so auch Prozessoren verkauft werden können bei denen ein Kern nicht korrekt funktioniert. Außerdem kann so auch die maximale Verlustleistung auf dem Level von 45 Watt gehalten werden, obwohl diese Prozessoren noch in einer 90-nm-Fertigung erstellt wurden.

Alle Prozessoren für den Sockel 754 besitzen einen Speichercontroller mit einem Kanal (64 Bit, Single-Channel-Betrieb) für DDR-SDRAM.

Alle Prozessoren für den Sockel 939 besitzen einen Speichercontroller mit zwei Kanälen (128 Bit, Dual-Channel-Betrieb) für DDR-SDRAM.

Alle Prozessoren für den Sockel AM2 besitzen einen Speichercontroller mit zwei Kanälen (128 Bit, Dual-Channel-Betrieb) für DDR2-SDRAM.

Der AMD Athlon 64 wird in verschiedenen Energieklassen gefertigt. Eine Unterscheidung der Modelle ist nur anhand der OPN möglich. Diese Nummer befindet sich auf dem Prozessorgehäuse unter der Prozessorbezeichnung.

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AMD K6

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Der AMD K6 ist ein x86-Mikroprozessor der Firma AMD (Advanced Micro Devices) und wurde ursprünglich von der Firma NexGen unter dem Namen Nx686 entwickelt. Er gilt als Hauptkonkurrent zum Intel Pentium MMX bzw. Intel Pentium II und konkurrierte zusätzlich noch mit dem Cyrix 6x86MX.

Im Zuge der Übernahme von NexGen durch AMD wurde der Nx686 an den Sockel 7 angepasst und erhielt Intels MMX-Technologie – der AMD K6 entstand. An der Entwicklung beider Prozessoren, also des Nx686 als auch des K6, war Vinod Dham, der als „Vater des Pentiums“ gilt, maßgeblich beteiligt. Der K6 war der erste ernstzunehmende Konkurrent von AMD zu Intels Pentium-Prozessorenentwicklungen und wurde zuerst als Alternative zum Pentium MMX positioniert. Nach dem Erscheinen des Pentium II musste sich AMD mit schnelleren Modellen gegen diese neue Generation behaupten.

Der K6 markiert die Nutzung einer neuen Prozessorgeneration, dessen erstes Modell er selbst war. Es gibt aber insgesamt drei Entwicklungsstufen dieser Generation: Den eigentlichen K6 (166 bis 300 MHz) sowie dessen Nachfolger K6-2 (266 bis 550 MHz, mit 3DNow!-Technik) und K6-III (400 und 450 MHz, mit integriertem L2-Cache). Der K6 selbst besteht aus zwei Modellen, die sich vor allem durch den Herstellungsprozess und deswegen auch durch die maximale Taktfrequenz und Betriebsspannung sowie daraus resultierend die maximale Verlustleistung unterscheiden.

Da er auf einem NexGen-Design basiert, besitzt der K6 fast keine Gemeinsamkeiten mit seinem Vorgänger K5, obwohl beide intern als RISC-Prozessor konstruiert bzw. entwickelt wurden.

Die K6-Prozessoren „Model 6“ benötigen eine I/O-Spannung (VIO) von 3,3 V. Bei ausreichender Kühlung kann ein K6 233 MHz mit VCore = 3,2 V (Model 6) auch mit VCore = 3,3 V betrieben werden. Damit ist ein Betrieb auch auf Sockel-7-Mainboards möglich, die noch keine geteilte Spannungsversorgung (VCore/VIO) für die CPU bereit stellen. Derartige Mainboards erlauben meist auch nur die Einstellung der Multiplikatoren von 1,5 bis 3,0 mittels zweier Steckbrücken oder DIP-Schalter. Damit lässt sich der K6 233 MHz nur mit maximal 200 MHz betreiben. Ein Multiplikator von 1,5 wird vom K6 jedoch als 3,5 interpretiert, wenn zur Multiplikatoreinstellung nur zwei Steckbrücken oder DIP-Schalter vorhanden sind und somit maximal ein Multiplikator von 3,0 einstellbar ist. Somit lässt sich der K6 233 MHz auch auf diesen alten Mainboards mit maximal zulässiger Taktfrequenz betreiben, wobei der Spannungsregler für die CPU-Spannung in der Regel jedoch einer großzügig ausgelegten, zusätzlichen Kühlung bedarf.

Rückblickend gesehen war der K6 und dessen Derivate in Sachen Performance ein zweischneidiges Schwert für AMD. Aufgrund seiner langsamen (weil ohne Pipeline ausgeführten) Gleitkommaeinheit hat der K6 gegen seine direkten Konkurrenten, den Intel-Prozessoren Pentium MMX und Pentium II, bei FPU-lastigen Anwendungen wie etwa den damals aufkommenden 3D-Spielen keine Chance. Dazu kam, dass der Pentium II auf schnellen L2-Cache direkt auf dem Prozessormodul zurückgreifen konnte, während die Prozessoren der K6- und K6-2-Reihe nach wie vor den L2-Cache des (Super-)Sockel-7-Mainboards benutzten. Dieser Bandbreitennachteil machte den AMD-CPUs zu schaffen, erst der K6-III und die mobilen Varianten K6-2+ und K6-III+ liefen am Ende der K6-Ära dank auf dem Die integriertem Level-2-Cache zur Höchstform auf. Diese zeigen deutlich die Vorzüge der K6-Architektur: Eine schnelle Integer-Einheit mit sehr kurzer Pipeline, eine intelligente Branch Prediction Unit und ein für damalige Verhältnisse sehr großer Translation Lookaside Buffer verliehen ihr eine hohe Effizienz (Instructions per cycle). In einem Test gegen die Nachfolge-Architektur K7 bei gleicher Taktfrequenz ging der K6-2+ in vielen integerlastigen Benchmarks als Sieger hervor. Doch während die lediglich sechsstufige Integer-Pipeline das K6-Design weitestgehend unabhängig von Softwareoptimierungen machte, begrenzte dieses Low-Latency-Design andererseits maßgeblich die maximale Taktfrequenz: Die K6-Architektur erreichte bei 570 MHz das Ende der Fahnenstange, das Nachfolge-Design K7 hingegen skalierte über die Jahre bis weit über 2 GHz.

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AMD

AMD-Chipfabrik Dresden

Advanced Micro Devices, Inc. (AMD) ist ein US-amerikanischer Chiphersteller. AMD entwickelt und produziert Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und System-on-Chip-Lösungen für die Computer-, Kommunikations- und Endverbraucherbranchen. Das Unternehmen ist im Standard & Poors 500-Aktienindex gelistet. AMD ist weltweit vertreten und hat unter anderem Fertigungsstätten in Dresden (Fab36 und Fab38) und Singapur (Endkontrolle und Verpackung).

AMD wurde am 1. Mai 1969 unter dem Namen „Sanders Association“ von Jerry Sanders III und Ed Turney gegründet. Das Startkapital wurde durch Investoren, darunter Intel-Gründer Robert Noyce, bereitgestellt. Die ersten integrierten Schaltkreise wurden im November 1969 produziert. Diese bildeten die Grundlage für das erste selbstentwickelte Produkt Am2501, welches 1970 auf den Markt kam.

Ab 1973 begann die Expansion in Länder außerhalb der USA, so wurde ein Werk in Penang in Malaysia errichtet. 1975 startete AMD die Produktion von Speicherchips, und 1979 ging das Unternehmen an die Börse. Im selben Jahr wurde eine Lizenz von Intel zur Herstellung der 8086- und 8088-Prozessoren erworben. Als diese im Jahr 1986 gekündigt wurde, führte dies zu einem Rechtsstreit, in dessen außergerichtlichen Einigung AMD untersagt wurde, ab der 5. Generation (80586 - Intel Pentium) Nachbauten von Intels Prozessoren zu erstellen. AMD entwickelte daraufhin eigene Architekturen, die erste war der AMD K5. Mit der Übernahme des CPU-Herstellers NexGen im Jahr 1996 schuf man für weitere Entwicklungen technologische und personelle Grundlagen. Zur Produktion der Chips eröffnete man 1998 in Dresden die Fab30, bis heute eine der modernsten Chipfabriken weltweit. 2004 folgte die Fab36. Zwischenzeitlich hatte man den CPU-Hersteller Alchemy übernommen, der High-End-Low-Power-Embedded-Prozessoren mit MIPS-Architektur produzierte.

Ebenfalls 2004 erfolgte die Umbenennung des 1993 mit Fujitsu gegründeten Joint Venture Fujitsu AMD Semiconductor Limited in Spansion. Die gesamte Flash-Produktion wurde von AMD und Fujitsu an Spansion übergeben. Ende 2005 wurde Spansion dann komplett als eigene Aktiengesellschaft ausgegliedert, da die Sparte andauernde Verluste aufwies.

Im Jahr 2006 übernahm AMD ATI Technologies, einen zu diesem Zeitpunkt führenden Anbieter von Computergrafik-Chips. In der Halbleiterbranche galt diese Übernahme aufgrund der besonderen Konstellationen (kaum direkte Konkurrenz dieser Unternehmen, unterschiedliche Forschungsgebiete) als beispiellos. Durch diese Übernahme kann AMD, wie auch Hauptkonkurrent Intel, wichtige Computerbauteile „aus einer Hand“ liefern.

Am 8. September 2008 erklärte AMD CEO Dirk Meyer gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune, dass sich AMD „weg von einem durch Fabs gefesselten hin zu einem weniger auf Fabs konzentrierten Modell entwickeln werde“ (Original: “going to go away from a captive fab model to more of a fabless model”). Damit war die wirtschaftliche Abtrennung der Fertigungsanlagen auf dem Wege. Am 7. Oktober 2008 gab AMD schließlich bekannt, seine Chip-Fabs in eine zusammen mit der Investmentfirma Advanced Technology Investment (ATIC) aus Abu Dhabi betriebene Foundry namens The Foundry Company auszugliedern.

AMD beschäftigt an mehreren Standorten weltweit zirka 15.000 Mitarbeiter und ist der siebtgrößte Halbleiter- und zweitgrößte x86-Prozessorhersteller der Welt. Der Umsatz lag im Finanzjahr 2007 bei 6,0 Mrd. $ (Intel: 38,3 Mrd. $). Dabei wurde ein Verlust von 3,4 Mrd. $ (Gewinn Intel: 7,0 Mrd. $) erzielt. AMD schüttet traditionell keine Dividende aus.

In Albany im Bundesstaat New York soll 2009 der Bau der neuen Fab4X beginnen, die etwa 2010 ihren Betrieb aufnehmen soll..

Im Handel erhältliche Mikroprozessoren von AMD basieren auf der AMD K8- und der AMD K10-Architektur. Im Desktop-Segment bietet man den AMD Sempron als preisgünstiges Produkt an. Der AMD Athlon 64 bildete lange Zeit die Grundlage für das Hauptgeschäft, dieser wird aber zunehmend von seiner Zweikernvariante AMD Athlon 64 X2 ersetzt. Produkte basierend auf AMD K10-Architektur werden als AMD Phenom vermarktet.

Für Server und Workstations wird der AMD Opteron angeboten, welcher aktuell in Varianten mit einem, zwei und vier Kernen erhältlich ist und je nach Modell zwischen einem und acht Prozessorsockel unterstützt.

AMDs mobile Prozessoren sind stromsparende Abkömmlinge der Desktop-CPUs und werden als AMD Turion 64 und AMD Turion 64 X2 verkauft.

Vereinzelt werden auch noch Geode-Prozessoren über Vertriebspartner umgesetzt. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass weitere Produkte mit dem Namen „Geode“ vermarktet werden.

AMD bietet für verschiedene Systeme Chipsätze an. Siehe: AMD-Chipsätze.

Besonders ausgeprägt in AMDs Grafikangeboten ist der PC-Markt. Grafikprozessoren für Standardcomputer und Computerspiele werden als ATI Radeon, die für den professionellen Markt als ATI FireGL und ATI FireMV verkauft.

Die Grafikserie für mobile Geräte heißt AMD Imageon und ist besonders für mobile Geräte wie Mobiltelefone oder Handhelds geeignet.

AMDs Digital Television Business Unit ist ein führender Anbieter von Hard- und Softwarelösungen für Integrated Digital Television (IDTV) (Xilleon, Theater und NXT).

Seit 1984 stellt AMD Ethernet-ICs für eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte her. Aktuell verfügbare Netzwerkchips basieren auf der AMD-PCnet-Serie.

Um die immer höhere Transistorendichte zu realisieren, hat AMD das Belichtungsverfahren für die neueste Prozessorengeneration modifiziert. Weil die 45 Nanometer großen Strukturgrößen nur noch mit extrem kurzen Lichtwellen belichtet werden können, schlucken die Belichtungslinsen einen Teil des Lichts. Um die kleinen Strukturen dennoch realisieren zu können, muss das Licht durch einen zusätzlichen Wasserfilm zwischen Linse und Halbleiteroberfläche gebrochen werden (Immersionslithografie).

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AMD Sempron

Der Sempron ist der Nachfolger der Prozessorreihe „Duron“ von AMD und ebenso wie dieser im unteren Preissegment angesiedelt. Der Markenname Sempron ist vom Wort „semper“ (lat. immer, stets) abgeleitet.

Die Versionen für den Sockel A sind umbenannte Athlon XPs mit Thoroughbred- und Thorton-Core (256 KB L2-Cache) und einem auf 166 MHz getakteten FSB, die deshalb auch nur MMX, 3DNow! und SSE unterstützen. Für den Sempron 3000+ wurde der Barton-Core mit 512 KB L2-Cache benutzt. Es handelt sich also um Prozessoren der K7-Generation.

Die Versionen für den Sockel 754 und Sockel AM2 sind hingegen sehr nah mit dem Athlon 64 verwandt und zählen daher zur K8-Generation. Sie unterstützen daher auch SSE2, das NX-Bit (auch bekannt als „No-Execution-Technology“ / „Enhanced Virus Protection“) und Cool’n’Quiet (erst ab 1.800 MHz). SSE3 wird ab dem Palermo ebenfalls unterstützt. AMD64 war bis Mitte 2005 dem Athlon 64 vorbehalten. Zu diesem Zeitpunkt sah sich AMD durch Intels Celeron mit EM64T unter Druck gesetzt, auch im unteren Preissegment CPUs mit 64bit-Unterstützung anzubieten. Deshalb werden seit Juli 2005 zusätzlich auch Sempron-CPUs mit aktivierten AMD64 verkauft.

AMD nutzt für seine neue Prozessorfamilie andere Benchmarks für die QuantiSpeed-Angaben (nämlich die des Celerons) als für den Athlon XP bzw. Athlon 64. Deshalb ist beispielsweise ein AMD Athlon XP 2500+ höher getaktet als ein Sempron 2500+.

Zusätzlich sind die Quantispeed-Angaben zwischen den Sockel A-Semprons und den Sockel 754-Semprons nicht vergleichbar, da die unterschiedliche Architektur dies verhindert. Aufgrund der K8-Architektur sind die Sockel 754-Semprons deutlich schneller.

Im April 2005 stellte AMD die Fertigung des Sempron für den Sockel A ein und produzierte seither nur noch Semprons für den Sockel 754 und Sockel 939. Seit Mai 2006 ist der Sempron zudem auch für den neuen Sockel AM2 verfügbar.

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Source : Wikipedia