ADSL

3.384615384621 (1625)
Geschrieben von goldorak 28/04/2009 @ 12:20

Tags : adsl, internet, high-tech

Neueste Nachrichten
Billiger und schneller als das Telekom-VDSL Mit passiver ... - Computerwoche
Soll dagegen im Kupfernetz ein ADSL-Anschluss mit 16 Mbit/s realisiert werden, darf die Leitung lediglich zwischen 1 und 1,5 km lang sein. Bei VDSL müssen die Leitungen noch kürzer sein (lediglich mehrere hundert Meter), was die hohe Zahl der...
6RD: Schnelle IPv6-Einführung über IPv4-Netze - Heise Newsticker
Das Münchner Unternehmen bietet seit 2003 all seinen ADSL-Kunden IPv6 an. Im März 2008 startete Free mit der komplett auf IPv6 aufgesetzten "Telesite" zudem eine einfache Möglichkeit, mit der Anbieter Inhalte über IPv6 an Free-Kunden bringen können....
Kabel BW kündigt 100-MBit/s-Internet an - funkschau
Kabel BW sieht sich gegenüber dabei gegenüber den DSL-Anbietern im Vorteil, denn die maximale Download-Bandbreite des herkömmlichen ADSL (Asymmetrical DSL) liegt bei höchstens 16 MBit/s. Selbst die neue DSL-Variante VDSL (Very High Bitrate DSL) kommt...
Der ALL0279 verfügt über ein integriertes Breitbandmodem mit einer ... - Telecom Handel
Laut Hersteller erreicht das auf der ADSL2+-Technologie basierende Modem eine maximale Brutto-Download-Geschwindigkeit von 24 Mbit, kann aber auch für die langsamere ADSL-Technologie verwendet werden. Neben einem integrierten Vierfach-10/100-...
Silver: Expand kombiniert ADSL und mobiles Breitband mit ... - PR-Inside.com (Pressemitteilung)
Das hochgerüstete Paket Silver:Expand umfasst eine 4096/786 KBit/s schnelle Silver:ADSL-Standleitung mit Flat-Rate, mobiles Breitbandinternet Silver:Mobile samt 3 GB Datentransfervolumen auf Fair-Use-Basis. Somit entstehen keine zusätzlichen Kosten für...
Swisscom stoppt VDSL-Ausbau in grössten Schweizer Städten - Fokus ... - Swissinfo
Damit liegt die Aufrüstung des Kupferkabelnetzes mit der Weiterentwicklung der veralteten ADSL-Technik in den grossen Schweizer Städten auf Eis, die die Swisscom ab Ende 2006 mit Nachdruck vorangetrieben hatte. Denn seit vergangenem Jahr richtet die...
RTR: Serentschy plädiert für Glasfaser-Ausbau - ORF.at
45 Prozent der Haushalte mit Internet-Anschluss haben ADSL, 29 Prozent Kabelbreitband und 27 Prozent einen mobilen Anschluss. Bei Letzteren verzeichnete die RTR gegenüber 2006 naturgemäß das stärkste Wachstum. "Damals hat der mobile Internet-Zugang mit...
El Corte Inglés vertreibt in Spanien satellitengestützten Eutelsat ... - Dailynet (Pressemitteilung)
Tooway ist der erste satellitengestützte Breitband-Internetdienst in Spanien, der Geschwindigkeiten von 2 Mbit/s im Downlink und 384 kbit/s im Uplink zu Preisen vergleichbar mit ADSL anbietet. Mit seinem sehr günstigen Preis-/Leistungsverhältnis bringt...
Zurich Financial Services optimiert globale Zusammenarbeit mit ... - Pressrelations (Pressemitteilung)
Dazu gehören weltweit 123 Millionen Mobilfunkkunden und 13 Millionen Breitband-Internet (ADSL)-Kunden in Europa. Orange ist der drittgrößte Mobilfunkanbieter und der größte Dienstleister für Breitband-Internet in Europa und mit der Marke Orange...

ADSL Server System

ADSL Server System ist der Projekt- und spätere Anwendungsname für ein Datenverarbeitungssystem der Deutschen Telekom AG und besteht aus mehreren Teilanwendungen.

Der ADSL-SV-Server beinhaltet die IT-Unterstützung für die vertrieblichen Prozesse der Bereitstellung (Order und PreOrder) aller ADSL-basierten Produkte der Deutschen Telekom. Dazu zählen die bekannten Consumer-Produkte der T-DSL-Familie sowie die Produkte des Business-Segmentes (CompanyConnect, IntraSelect).

Der ADSL-NI-Server bildet die Infrastruktur des xDSL-Zugangsnetzes ab und unterstützt die Prozesse im betrieblichen Umfeld. Dazu gehören das Erfassen und Ändern der DSLAM-Infrastruktur (LineCards) und die Funktionen zur Portvergabe sowie Auskunftsfunktionen zu Beschaltungsdetails.

Der ATM-NI-Server dokumentiert die Infrastruktur des ATM-Backbones - der Second Mile. Dieser Netzabschnitt verbindet die kundennahen DSLAMs (ca. 22.000, Stand: Anfang 2009) mit den Übergangspunkten in das IP-Netz, den BB-RAR (Broadband Remote Access Router).

Die ADSL-FM-DB ist das Herzstück der T-DSL Diagnose und Entstörung. Neben dem Überblick über vielfältige Statusinformationen zum Kundenanschluss werden in diesem System auch aktuelle Netzmeldungen (Traps) korreliert und durch Diagnosefunktionen unterstützt. Eine Betroffenheitsanalyse ermöglicht das Erkennen der Auswirkungen von Großstörungen und Wartungsarbeiten.

Die DB2-Abfrage ermöglicht das Erkennen von Passwort-Fehlversuchen und Passwort-Sperren des jeweiligen DSL-Nutzers anhand der T-Online-Nummer.

ASS2NMS ist eine benutzerlose Plattform zu Kommunikation zwischen den prozessabbildenden IT-Systemen des ASS und den Netzmanagementsystemen der xDSL-Technik.

Die Teilanwendungen des ADSL Server Systems haben alle eine webbasierte Oberfläche auf Basis der Microsoft ASP-/ASP.NET-Technologie. Die Datenhaltung des Gesamtsystems stützt sich auf mehrere fachlich getrennte Datenbanksysteme auf Basis von MS SQL 2003 und Oracle 10.

ADSL Server System hat ungefähr 20.000 telekom-interne Nutzer, die auf etwa 1 TeraByte Datenbestand zurückgreifen und rund 1.000.000 Transaktionen pro Tag ausführen.

Zum Seitenanfang



Very High Speed ADSL

Very High Speed ADSL (VADSL) ist eine veraltete Bezeichnung einer DSL-Variante, bevor VDSL offiziell als Bezeichnung 1995 eingeführt wurde. VADSL entspricht also im Wesentlichen VDSL, wobei VDSL allerdings auch einen symmetrischen Übertragungsmodus enthält.

Zum Seitenanfang



Bluewin

Bluewin war eine Servicemarke der Swisscom AG, dem derzeit grössten Schweizer Internetprovider und Telekommunikationsunternehmen. Von 1998 bis 2000 wurde das Portal gemeinsam mit der Telefongesellschaft tesion, einer ehemaligen Tochtergesellschaft der EnBW betrieben, so dass die Dienste zeitweise auch für Benutzer in Baden-Württemberg verfügbar waren. Seit der Einführung der neuen Corporate Identity der Swisscom im Jahr 2008 wird das Internet-Geschäft wieder unter dem Brand Swisscom geführt, Bluewin lebt nur noch in einigen Produktbezeichnungen weiter.

Bluewin betreibt ein Portal. Dieses Portal ist gemäss einer Studie der AG für Werbemedienforschung WEMF nach google.ch und dem SBB-Fahrplan die drittbeliebteste Schweizer Website. Auch Hosting-Services inkl. einem einfach zu bedienenden Content-Management-System für Privatkunden werden von Bluewin angeboten.

Der Bluewinchat ist einer der grössten Schweizer Chats, mit einem Java-Applet oder mittels IRC auf bwirc1zhb.bluewin.ch erreichbar.

Bis März 2005 war Bluewin mit seinem Dienst Bluemail auch ein Freemail-Anbieter, inzwischen ist der Dienst aber nur noch als Teil eines Internet-Zugangs-Abos in Verbindung mit einem Festnetzanschluss kostenlos. Es gibt verschiedene Service-Packages: Light (nur gratis für Swisscom-Kunden, sonst gebührenpflichtig), Classic (gratis mit ADSL, sonst gebührenpflichtig,) und Gold (gebührenpflichtig, wird für Neukunden nicht mehr angeboten).

Von 1998 bis 2000 konnten die Dienste von the blue window auch von Internet-Nutzern in Baden-Württemberg verwendet werden. Hierzu gehörten die Einwahl über ISDN und eigener Webspace für die Gestaltung eigener Homepages mit eigener .de-Domain. Nach Beendigung der Zusammenarbeit zwischen EnBW und Swisscom wurde der deutsche Kundenstamm zuerst durch die Schlund + Partner GmbH (heute 1&1 Internet AG), später dann von der Strato AG übernommen.

Per 1. März 2005 bildet Bluewin keine eigenständige Aktiengesellschaft mehr, sondern wurde zur reinen Servicemarke für Internetdienstleistungen der Swisscom Fixnet AG. Im selben Jahr wurde der VoIP-Dienst «Bluewin Phone» für ADSL-Kunden lanciert. Zudem wurde für Wenignutzer «ADSL 150» mit zeitbasierter Abrechnung, als Ersatz für den bisherigen Dial-Up-Dienst lanciert; bei unveränderten Konditionen wurde 2006 die Downstream Geschwindigkeit verdoppelt («ADSL 300»).

Am 1. November 2006 wurde das über das Telefonnetz laufende Fernsehangebot «Bluewin TV» für ADSL-Kunden lanciert, zudem wurde gleichzeitig das Angebot «Bluewin Phone» angepasst. Damit wurde Swisscom zum «Triple-Play»-Anbieter.

«Bluewin Phone» wurde 2007 erneut überarbeitet, als Abo werden nun kostenlose Telefongespräche ins Schweizer Festnetz Bestandteil des Angebots. Auf technischer Seite werden ab dem 13. März die Downstream-Geschwindigkeiten bestehender ADSL-Abos erhöht, aus «ADSL 2000» wurde «ADSL 3500», aus «ADSL 3500» wurde «ADSL 5000». Am 1. Juli wurde «VDSL 15 000» als erstes reines VDSL-Abo lanciert, wobei mit der ab August geplanten Umstellung auf VDSL, die Unterscheidung zwischen ADSL und VDSL zugunsten der Bezeichnung «DSL» aufgegeben wurde. Zudem wird «Bluewin TV» neu nur noch über VDSL angeboten.

Per 1. Januar 2008 wird "Bluewin Phone" nicht mehr angeboten. Bestehende Kunden können den Dienst jedoch weiterhin nutzen.

Zum Seitenanfang



Asymmetric Digital Subscriber Line

Breitbandanschlusseinheit (Splitter)

Mit Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL, engl. „asymmetrischer, digitaler Teilnehmer-Anschluss“) wird die zur Zeit häufigste Anschlusstechnik von Breitbandanschlüssen für Konsumenten bezeichnet. Sie wurde auf Basis der DSL-Technik mit der Maßgabe entwickelt, über die vorhandene Telefonanschlussleitung zu funktionieren, ohne die Telefonie über den Festnetzanschluss zu beeinträchtigen, und gleichzeitig den meist asymmetrischen (ungleichen) Datenratenbedürfnissen der Privatkunden nach höherer Empfangs- als Sendedatenrate nachzukommen.

ADSL kann an Anschlussleitungen von analogen (POTS) und digitalen (ISDN) Telefonanschlüssen eingesetzt werden oder als entbündelter Datenanschluss (entbündeltes DSL).

Bei POTS/ISDN-Anschlussleitungen gibt es Frequenzbereiche, welche für die Telefonie nicht genutzt werden und daher brachliegen. Diese höheren Frequenzbereiche werden für ADSL verwendet. Grundsätzlich erhöht sich die Leitungsdämpfung mit steigender Entfernung zur Vermittlungsstelle, was die verfügbaren Datenraten und die Abdeckung mit ADSL geographisch begrenzt. Outdoor-DSLAMs bieten hier eine Abhilfe, finden jedoch wegen der höheren Kosten pro Port zumindest bei ADSL wenig Verbreitung.

Funktionsprinzipien der ADSL-Technik sind Frequenzmultiplexverfahren, Fourier-Transformation und Discrete Multitone Transmission (DMT); ein ADSL-Modem enthält als wesentliche Bestandteile einen schnellen Analog-Digital-Wandler und einen digitalen Signalprozessor zur Berechnung der Fourier-Transformationen für die einzelnen Frequenzen.

Damit sich die beiden Nutzungsarten der Telefonleitung nicht stören, werden die beiden Frequenzbereiche sowohl beim Teilnehmer als auch im Hauptverteiler durch eine Frequenzweiche, den sogenannten Splitter, getrennt. Grundsätzlich wird durch die ADSL-Nutzung kein Sprachkanal belegt, so dass man – anders als bei einem Internetzugang mittels herkömmlichem Telefonmodem – auch an einem Analoganschluss gleichzeitig surfen und mittels klassischer Festnetztelefonie telefonieren kann.

Die Datenübertragung beim in Deutschland eingesetzten ADSL-over-ISDN läuft in 4,3125 kHz breiten Bändern mit einer Symbolrate von je 4 kbaud im Bereich von 138-275 kHz für den Upstream und 275-1104 kHz für den Downstream. Wegen der schlechten Leitungsqualität – schließlich waren die Telefonleitungen nicht für die Übertragung von Signalen mit einer Bandbreite von etwa 1 MHz vorgesehen – wird die Leitung vom Endgerät zur Vermittlungsstelle „ausgemessen“ und einzelne Bänder gegebenenfalls ausgeblendet, falls die Dämpfung zu groß ist oder Reflexionen auftreten.

Mit der im zunehmenden Maß von den ADSL-Anbietern eingesetzten ADSL2+ Norm geht eine Ausdehnung des verwendeten Frequenzbereichs nach oben bis 2,2 MHz einher, was bei kurzen Anschlussleitungen deutlich höhere Datenraten ermöglicht: generell bis zu 25 MBit/s in Empfangsrichtung und bis zu 3,5 MBit/s in Senderichtung; in Deutschland wird mittels der datenratenschwachen ADSL-over-ISDN-Schaltung jedoch lediglich bis zu 16 MBit/s in Empfangs- und bis zu 1 MBit/s in Senderichtung angeboten.

Normalerweise wird ADSL an Analoganschlüssen und reinen Datenanschlüssen nach den ADSL-over-POTS-Normen geschaltet während an ISDN-Anschlüssen ADSL-over-ISDN eingesetzt wird. Diese Normen unterscheiden sich kaum; einzig die Signalisierung sowie die verwendeten Frequenzbänder sind unterschiedlich.

Die bis jetzt (2008) im deutschen Festnetz installierte ADSL-Gerätetechnik benutzt jedoch als weltweite Besonderheit ADSL-over-ISDN an sämtlichen ADSL-Anschlüssen, was den Vorteil hat, dass nur ein anstelle von zwei technischen Standards durch die ADSL-Anbieter unterstützt werden muss, und der Teilnehmer ohne Wechsel der installierten ADSL-Technik zwischen Analoganschluss, ISDN-Anschluss und reinem Datenanschluss wechseln kann.

Als nachteilige Folge ist dadurch aber die ADSL-Verfügbarkeit an langen Anschlussleitungen gegenüber ADSL-over-POTS durch das Aussparen des dämpfungsärmsten und reichweitenstärksten ADSL-over-POTS-Frequenzbereichs von 26-138 kHz deutlich eingeschränkt und die mögliche maximale Datenrate an allen ADSL-Anschlüssen ist dadurch deutlich verringert. Neuere ADSL-Varianten wie etwa das besonders reichweitenstarke und von France Telecom seit Frühjahr 2006 landesweit eingesetzte Reach-Extended-ADSL2 (ITU G.992.3 Annex L), das die durch eine Vermittlungsstelle versorgbare Fläche gegenüber ADSL-over-POTS/Annex A nochmals um ca. 40 % vergrößert oder ITU G.992.5 ADSL2+ Annex M mit drastisch auf 3,5 MBit/s erhöhter Sende-Datenrate stehen zudem für ADSL-over-ISDN gar nicht zur Verfügung.

Beim Aufbau der ADSL-Verbindung verständigen sich das ADSL-Modem auf Teilnehmerseite und der DSLAM im Central Office zunächst auf die verwendete ADSL-Norm (s.u.) und handeln anschließend die Verbindungsparameter der ADSL-Verbindung aus: die Übertragungskapazität der einzelnen DMT-Frequenzträger der Kupferdoppelader wird ausgemessen, die Downstream- sowie Upstream-Übertragungsrate wird entsprechend den Vorgaben des für den Anschluss konfigurierten DSLAM-Profils ausgehandelt und auf die einzelnen Träger verteilt. Nach Fertigstellung der Verbindungsaushandlung bleibt die DSL-Verbindung bis zum Abbruch der DSL-Verbindung synchronisiert (i.e. verbunden).

Bei der Aushandlung der Übertragungsraten wird die ratenadaptive (engl. rate adaptive) Aushandlung (auch Rate Adaptive Mode, RAM) von der fixen bzw. festen Aushandlung unterschieden.

Bei der fixen Aushandlung gibt der DSLAM die (Upstream/Downstream-)Übertragungsrate fest vor. Kann aufgrund der momentanen Leitungsausmessung (beispielsweise auch aufgrund von zeitweiligen Störeinflüssen) die vorgegebene Übertragungsrate nicht erreicht werden, schlägt der DSL-Verbindungsaufbau fehl.

Bei der ratenadaptiven Aushandlung wird dagegen vom DSLAM nur die jeweils maximale Übertragungsrate (oder ein Datenratenkorridor) vorgegeben; gelingt die Verbindungsaushandlung nicht mit der vom DSLAM vorgegebenen maximalen Übertragungsrate, wird ersatzweise die Verbindung mit der höchstmöglichen Übertragungsrate, die die derzeitigen Leitungsbedingungen ermöglichen (innerhalb des Datenratenkorridors), synchronisiert. D.h. die beim Verbindungsaufbau ausgehandelte Übertragungsrate passt sich den Leitungsbedingungen an – derart konfigurierte ADSL-Anschlüsse sind also ratenadaptiv geschaltet.

Wegen der für den sicheren Betrieb von ADSL-Anschlüssen mit fixer Ratenschaltung notwendigen hohen Störabstands-Sicherheitsmarge kann in der Regel an diesen Anschlüssen nur eine deutlich niedrigere Datenrate zur Verfügung gestellt werden als diejenige, die bei adaptiver Aushandlung der Datenrate möglich wäre. Wegen dieses Nachteils setzen sowohl national als auch international die meisten ADSL-Anbieter bereits seit mehreren Jahren die ratenadaptive Schaltung ein.

In Deutschland findet die fixe Ratenschaltung beinahe ausschließlich noch bei technisch durch die Deutsche Telekom realisierten DSL-Anschlüssen bis 6 MBit/s (T-DSL, T-DSL-Resale, Bitstromzugang) Verwendung, soll nach derzeitigen Planungen der Telekom aber Ende 2009 durch die ratenadaptive Schaltung aller ADSL-Anschlüsse abgelöst werden.

Während bei der fixen Aushandlung die Störabstands-Sicherheitsmarge in der Regel so hoch ist, dass so gut wie alle auf dem Markt befindlichen ADSL-Modems und -Router einen störungsfreien Betrieb gewährleisten, hat bei der ratenadaptiven Schaltung im technischen Grenzbereich die Qualität des verwendeten Modems an eher längeren Anschlussleitungen einen deutlichen Einfluss auf die erzielbare Datenrate und die Leitungsstabilität der ADSL-Verbindung.

Für einen Verbindungsaufbau ins Internet werden weitere Protokolle verwendet wie die PPP-basierten: PPPoE (zum Beispiel in Deutschland und der Schweiz; an den auf T-DSL-Technik der Telekom basierenden DSL-Anschlüssen (auch T-DSL-Resale) können mehrere PPPoE-Verbindungen zu unterschiedlichen Internetzugangsanbietern gleichzeitig bestehen), PPP over ATM in Kombination mit PPTP (zum Beispiel in Österreich, Frankreich und Italien) oder MPoA (in Deutschland für geroutete Subnetze, in Spanien für statische IP-Adresse).

Zwecks besserer Fehlerkorrektur der ADSL-Verbindung wird von einigen Anbietern (etwa bei T-DSL der Telekom) Interleaving eingesetzt. Das bedeutet, dass die Pakete nicht in ihrer originalen Reihenfolge gesendet werden, sondern in einer vertauschten Reihenfolge. Das erhöht die Latenz der Verbindung da z. B. nach dem Paket 10 nicht das Paket 11 kommt, sondern erst das Paket 7 und das Paket 13. Falls die Leitungsbedingungen es zulassen, kann bei diesen Anbietern zum Teil mittels meist aufpreispflichtiger Option (Fastpath bei T-DSL) das Interleaving abgeschaltet werden.

Zum Seitenanfang



Digital Subscriber Line

DSL-Modem (NTBBA) der ersten Generation, Hersteller: Siemens

Digital Subscriber Line (engl. für Digitaler Teilnehmeranschluss), kurz DSL, bezeichnet eine Reihe von Übertragungsstandards der Bitübertragungsschicht, mit der Daten mit hohen Übertragungsraten (bis zu 500 Mbit/s) über einfache Kupferleitungen wie die Teilnehmeranschlussleitung gesendet und empfangen werden können. Das ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber Telefonmodems- (bis zu 56 kbit/s) und ISDN-Verbindungen (mit zwei gebündelten Kanälen 128 kbit/s).

Der Standard dient zur Kommunikation zwischen DSL-Modem und DSLAM, um in der Regel einen Breitband-Internetzugang über einen Internet-Zugangsserver zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt DSL die Verbindungsparameter wie Frequenz und Downstream- sowie Upstream-Übertragungsrate aus. Die tatsächliche Internet-Übertragungsrate hängt allerdings vom Internet-Zugangsserver ab.

Die eigentliche Verbindung wird über beliebige Protokolle der weiteren Schichten hergestellt. Als Sicherungsschicht ist Ethernet oder ATM, als Vermittlungsschicht IP üblich. Über diese Verbindung wird der Internet-Zugangsserver des Providers (BRAS) erreicht, der einen Internetzugang über authentifizierte Verbindungen (z.B. mittels PPPoE) ermöglicht.

DSL wird in der Industrie auch auf eigenen Kabeln unabhängig vom Telefon benutzt, im Folgenden wird jedoch meist von der DSL-Anbindung über Telefonleitungen gesprochen.

An der verlegten Teilnehmeranschlussleitung muss für DSL meist nichts geändert werden, denn die für den Massenmarkt eingesetzten DSL-Verfahren nutzen auf der bereits verlegten Kupfer-Doppelader des Telefonnetzes ein Frequenzband, das oberhalb des für analoge Sprachtelefonie/ISDN genutzten Frequenzbereiches liegt.

DSL unterscheidet sich von einer herkömmlichen Internetverbindung über analoge Telefonanschlüsse (POTS) oder ISDN dadurch, dass für die Datenübertragung ein weitaus größerer Frequenzbereich genutzt wird, was eine vielfach höhere Geschwindigkeit ermöglicht; die Reichweite des Signals ist durch dieses große Frequenzband jedoch stark eingeschränkt, so dass bereits in der Ortsvermittlungsstelle das Signal weiterverarbeitet ((de)moduliert) werden muss.

Bei den üblicherweise für die Privatkunden-Vermarktung vorgesehenen DSL-Varianten wie ADSL wird der für die Festnetztelefonie verwendete Frequenzbereich ausgespart, womit DSL parallel zum normalen Telefon genutzt werden kann. Fax, analoges Telefon oder ISDN stehen auch während des DSL-Betriebs zur Verfügung. Dadurch ergeben sich neue Anwendungen, denn der Internet-Zugang ist nun wie bei einer Standleitung stets verfügbar.

Zwischen dem DSL-Modem des Kunden und der nur wenige Kilometer entfernten Vermittlungsstelle wird das analoge DSL-Signal über die Telefonleitung übertragen. Der DSL-Multiplexer DSLAM wandelt (demoduliert) das analoge Signal in ein digitales Signal, bzw. wandelt in der Gegenrichtung ein digitales Signal in ein analoges um. Das digitale Signal wird über eine breitbandige Glasfaseranbindung vom DSLAM zu einem Konzentrator (DSL-AC, BB-PoP) und von dort in den Backbone des Providers übertragen.

Durch hohe Kapazität der Backbone-Anbindung kann die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) besser ausgenutzt werden als bei analoger oder ISDN-Datenübertragung, da die Daten nicht mehr über das herkömmliche Telefonnetz übermittelt werden müssen. Bei DSL wirken verbesserte Modulationsverfahren und die Nutzung einer größeren Bandbreite (Details unten).

Während ISDN in erster Linie für die Telefonie mit mehreren Nutzkanälen über dieselbe Amtsleitung genutzt wird, in zweiter Linie aber auch zur gleichzeitigen Telefonie bei bestehender Schmalband-Internetverbindung, ist ADSL (Asymmetrisches DSL: hohe Datenrate in Richtung Nutzer, niedrige Datenrate in Richtung Internet) die erste Technik, die Netzbetreiber für den schnellen Internetzugang von Privatkunden installiert haben.

ISDN hat somit im Privatkundenbereich einen Konkurrenten durch DSL erhalten, denn mit ADSL kann auch in Verbindung mit einem analogen Festnetzanschluss - wie bei ISDN - gleichzeitig über denselben Teilnehmeranschluss das Internet genutzt und telefoniert werden, wobei die Internetverbindung wesentlich schneller als bei einem schmalbandigen ISDN-Internetzugang ist.

SDSL (symmetrisches DSL, gleiche DSL-Datenrate in Sende und Empfangsrichtung (umgangssprachlich meist Upstream und Downstream)) kommt hauptsächlich für Geschäftskunden zum Einsatz, die auch zum Daten-Versenden eine schnelle Verbindung benötigen, wird aber von der QSC-Tochter Q-DSL home auch für Privatkunden vermarktet. SDSL eignet sich aufgrund seiner hohen Reichweite auch zur Versorgung von Kunden mit langen Anschlussleitungen, die mittels des in Deutschland verwendeten reichweitenschwachen ADSL-over-ISDN nicht oder nur unzureichend versorgt werden können.

Seit Mitte/Ende 2006 versuchen die meisten Anbieter in Deutschland, Kunden mit sogenannten Triple-Play-Komplettanschlusspaketen stärker an sich zu binden. Dabei wird die Teilnehmeranschlussleitung zur Übertragung von drei Diensten genutzt, typischerweise Telefonie (häufig mittels DSL-Telefonie über entbündeltes DSL), Internet-Zugang und Video/Fernsehen (siehe auch VDSL, ADSL2+ und Bitstromzugang). Dem – bei voller Ausnutzung aller Dienste – günstigen Preis steht gegebenenfalls mangelnde Flexibilität gegenüber, speziell wenn einzeln verfügbare Angebote dadurch vom Markt gedrängt werden.

Die klassischen Festnetzanbieter migrieren zunehmend ihre leitungsvermittelten Dienste hin auf eine Next Generation Network-Plattform, wobei der Netzanschluss von einem Festnetzanschluss mit gebündeltem DSL-Anschluss zu einem kostengünstiger realisierbaren entbündelten Datenanschluss umgewandelt wird, womit die örtliche Vermittlungstechnik abgebaut werden kann und deren Standorte zu reinen DSLAM-Standorten umfunktioniert werden.

Ursprünglich wurde unter dem Begriff Digital Subscriber Line die Übertragungstechnik für den Basisanschluss von ISDN verstanden.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre wurden digitale Signalprozessoren mit sehr hoher Rechenleistung verfügbar, welche neue – heute als DSL bekannte – Verfahren ermöglichten. Diese Technik war damals noch sehr teuer.

Das erste DSL-Verfahren, das mit diesen Bausteinen entwickelt wurde, war HDSL. Normungsorganisationen in Amerika (ANSI) und Europa (ETSI) begannen damals sofort damit, diese Technik zu standardisieren, um sie in großem Maßstab für Standleitungen einzusetzen. Es gab wichtige Randbedingungen: Es sollten die bereits für Telefonie verlegten Kupfer-Doppeladern verwendet werden, es sollten in den USA eine Bitrate von 1,544 Mbit/s (T1), in Europa 2,048 Mbit/s (E1) erreicht werden, es sollte eine Reichweite von 3 bis 4 km erzielt werden. HDSL wurde inzwischen weitgehend von SHDSL abgelöst, welches nur ein Aderpaar (eine Doppelader) benötigt und weniger Strom verbraucht, aber nicht an die Reichweite von HDSL (mit Signalregeneratoren) heranreicht.

In den 1990er Jahren wurden weitere DSL-Verfahren entwickelt, so etwa ADSL. Gleichzeitig stieg die Internet-Nutzung stark an. Der Ausbau der Netze konnte kaum den wachsenden Datenraten-Bedarf decken. Deshalb sollten die Netze im Hintergrund (Backbones) ausgebaut und so den Endnutzern höhere Übertragungsgeschwindigkeiten geboten werden. ADSL wurde als Technik für schnelles Internet ausgewählt. Weltweit wurde ADSL von vielen Netzbetreibern im Telefonnetz zugelassen.

In Deutschland wurde die Bezeichnung DSL zunächst als Synonym für einen breitbandigen Internetzugang über ADSL bekannt, sodass inzwischen auch andere breitbandige Internetzugänge (zum Beispiel über das Fernsehkabelnetz oder Satellit) als „DSL“ vermarktet werden. In Österreich und der Schweiz gibt es dagegen klare Abgrenzungen; so wird in diesen Ländern der Begriff ADSL verwendet und gilt nicht als Synonym für andere breitbandige Internetdienste. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch für andere Anwendungen als den Internetzugang konzipiert. Ursprünglich verwendet für Standleitungen, die keine hohe Stückzahl haben, waren Internetzugänge die erste Massenanwendung. Besonders Video-Anwendungen sollen künftig über fortgeschrittene DSL-Techniken mit hoher Datenübertragungsrate neue Märkte erschließen.

Seit Ende 2005 neu auf dem Markt ist ADSL2+. Bei diesem Standard werden derzeit 25 Mbit/s angeboten. In Japan wird eine weitere, bisher nicht genormte Variante von ADSL2+ eingesetzt, die das Empfangsspektrum auf 3,7 MHz erweitert und Datenraten bis zu 50 Mbit/s ermöglicht. (Stand: März 2007).

Seit Ende 2006 wird auf verschiedenen Märkten (etwa Schweiz, Deutschland) VDSL/VDSL2 angeboten, mit dem Datenraten von bis zu 100Mbit/s realisiert werden können. Um alle Teilnehmer mit hohen Datenraten versorgen zu können, wird dazu zunächst in den großen Ballungsräumen ein hybrides Zugangsnetz aufgebaut, wobei die Glasfaser-Anbindung vom Hauptverteiler- zum Kabelverzweiger-Standort in Kundennähe vorgelagert wird (FTTN).

Im September 2007 hatten 18 Millionen Haushalte einen DSL-Anschluss, während eine Million Kabel-Internet-Anschlüsse bestanden, womit der DSL-Marktanteil am Breitbandmarkt ca. 95 % betrug. Bei ca. 37 Millionen Festnetzanschlüssen in Deutschland war damit an jedem zweiten Telefonanschluss DSL abonniert. Bis Ende des Jahres 2010 soll die Anzahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland auf über 21 Millionen ansteigen. Die Deutsche Telekom hatte im September 2007 laut Quartalsbericht 11,6 Millionen T-DSL-Anschlüsse geschaltet, wovon 3,5 Millionen auf T-DSL-Resale entfielen. Die Deutsche Telekom realisierte damit etwa zwei Drittel der DSL- und Breitband-Anschlüsse in Deutschland. Zum Jahresende 2007 betrug die Zahl an Breitband-Anschlüssen 19,1 Millionen, wovon 18,2 Millionen auf einen DSL-Anschluss entfallen.

Gemessen an der absoluten Zahl der DSL-Anschlüsse liegt Deutschland knapp vor Frankreich an der Spitze der europäischen Staaten. Bezogen auf die Anzahl der DSL-Anschlüsse pro Einwohner erreicht Deutschland im Vergleich der 30 OECD-Staaten Mitte 2007 Platz 8 (202 DSL-Anschlüsse je 1.000 Einwohner). Da in Deutschland alternative Breitband-Zugänge wie Kabel-Internet bisher nur einen unbedeutenden Marktanteil haben, erreicht Deutschland im technologieneutralen OECD-Ranking der Breitband-Zugänge pro Einwohner damit lediglich Platz 17 im unteren Mittelfeld.

Auch in der Schweiz (Platz 3 des OECD-Breitband-Rankings) und in Österreich (Platz 18) ist DSL der am häufigsten genutzte Breitbandzugang. In beiden Ländern nimmt aber auch der Breitbandzugang per Kabel-Internet eine starke Position am Markt ein, so dass jeweils etwa zwei Drittel der Zugänge auf DSL entfallen.

Weltweit gibt es im Mai 2007 200 Millionen DSL-Kunden. Die größten Anteile verteilen sich wie folgt: China 43 Mio., USA 27 Mio., Deutschland 15 Mio., Frankreich 14 Mio., Japan 14 Mio., UK 11 Mio. Am globalen Breitbandmarkt hält DSL einen Marktanteil von 65 Prozent.

Da weder europaweit noch in Deutschland DSL und drahtgebundene Alternativen flächendeckend verfügbar sind, steigt das Interesse an alternativen Zugangsarten, z. B. Internetzugang über Satellit, per Wi-Fi oder mittels Mobilfunk-Paketdatendiensten (HSDPA, UMTS, EDGE).

Laut der Deutschen Telekom können inzwischen rund 93 Prozent der Teilnehmeranschlüsse mit Telekom-DSL versorgt werden. Diese Angaben der Deutschen Telekom zum Erschließungsgrad stoßen regelmäßig auf Kritik, denn die hohe Zahl wird erreicht, weil alle Anschlüsse in den Anschlussbereichen der mit DSLAMs ausgebauten Teilnehmervermittlungsstellen als versorgt gelten. Unberücksichtigt bleiben dabei jedoch die Anschlüsse in den ausgebauten Anschlussbereichen, die wegen ungeeigneter Anschlussleitungen (Dämpfung, Crosstalk, Multiplexer, Glasfaser) kein Telekom-DSL erhalten können.

Der umstrittene Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums kann einen ersten groben Eindruck über die Verfügbarkeit von DSL vermitteln. Einen deutschlandweiten sog. Schmalbandatlas der den Bedarf abbildet, hat die Interessengemeinschaft kein-DSL.de im April 2008 vorgestellt. Durch Eintrag des Breitbandbedarfs und des Bandbreitenwunsches von DSL- und Breitbandinteressenten soll der bedarfsgerechte Ausbau unterstützt werden. Detaillierte Angaben der Telekom-DSL-Verfügbarkeit für eine größere Zahl insbesondere kleiner und mittlerer Ortsnetze basierend auf dem Zugangsnetz und der individuellen Leitungsführung der Telekom gibt es auf den Seiten einer Breitbandinitiative.

Der nach der Wende großflächige Ausbau Ostdeutschlands mit passiver Glasfaser (OPAL) beeinträchtigt die Installation von DSL. In einigen Ballungsräumen wie Berlin (zum Beispiel Berlin-Pankow), Leipzig, Magdeburg und anderen werden inzwischen Outdoor-DSLAMs zur Versorgung installiert, andernorts werden parallel neue Kupferleitungen gelegt.

Zum Jahreswechsel 2006/2007 waren in Deutschland etwa 59 % der ländlichen Anschlussbereiche mit einer Bevölkerungsdichte von weniger als 100 Einw. / km² mit DSLAMs erschlossen, womit Deutschland EU-weit auf Platz 15 lag.

Außerhalb der Kernstädte, besonders aber im ländlichen Raum gibt es zudem einen hohen Anteil langer Anschlussleitungen, weshalb die in Deutschland exklusiv verwendete reichweitenschwache ADSL-over-ISDN-Schaltung sowohl eine qualitativ (höhere Datenraten) als auch quantitativ (Bereitstellung an mehr Anschlüssen) bessere DSL-Versorgung der Teilnehmer außerhalb der Ballungsräume behindert. Technologien für eine kostengünstige großflächige und rasche Beseitigung der dadurch verursachten DSL-Versorgungslücken stünden mit ADSL-over-POTS/RE-ADSL2 und SDSL-Techniken zur Verfügung - auch im Zuge der Umstellung auf NGN-Anschlüsse.

Die Deutsche Telekom, in diesen Regionen meist einziger Breitband-Anbieter, setzt zudem in diesen Gebieten bei längeren Anschlussleitungen ausschließlich die veraltete fixe Ratenschaltung ein, wodurch für mehrere Millionen Haushalte nur Anschlüsse mit Datenraten von weniger als 1 MBit erhältlich sind, die den heutigen Anforderungen an einen Breitbandzugang nicht genügen.

Zur Versorgung der Reichweitenopfer setzte die Deutsche Telekom in den letzten Jahren auf eine graduelle Ausweitung der Reichweite ihrer schmalbandigen ADSL-over-ISDN-Variante mit fixen Datenraten von 384 kbit/s im Downstream und 64 kbit/s im Upstream (sog. DSL Light oder Dorf-DSL); zum anderen werden auch hier Outdoor-DSLAMs eingesetzt, die zwar höhere Geschwindigkeiten ermöglichen, aber aufgrund der hohen Investitionskosten nur installiert werden, wenn mehrere hundert Teilnehmer erschlossen werden können und der Backhaul kostengünstig realisierbar ist. Getestet wurden 2007 von der Deutschen Telekom sogenannte ADSL-Extender. Dabei handelt es sich um mittels G.SHDSL an die Vermittlungsstellen angebundene Micro-DSLAMs, die bis zu 8 Haushalte mit ADSL versorgen können. . Ihr Einsatz bleibt vorerst jedoch auf das ungarische TAL-Netz der Deutschen Telekom beschränkt.

Seit 2006 gibt es in Deutschland staatliche Förderung für den Ausbau von Breitbandinfrastrukturen. Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein eine Breitbandrichtlinie verabschiedet und stellt im Rahmen des Schleswig-Holstein Fonds 3 Millionen Euro zwischen 2006 und 2009 bereit. Eine gemeinsame Förderung durch den Bund und die Bundesländer steht bevor. Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Juli 2007 eine Handreichung zum europarechtskonformen Fördermitteleinsatz zur Verfügung gestellt, um Gemeinden den Zugang zu Finanzmitteln für die Unterstützung von Infrastrukturmaßnahmen zu erleichtern. Fördergelder, die ab 2008 gezielt in die Entwicklung einer Breitbandinfrastruktur gesteckt werden können, sollen auch vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und den Bundesländern zur Verfügung gestellt werden. Derzeit befindet sich das Vorhaben hinsichtlich der Länder-Kofinanzierung in der Diskussion; die bisher genannten Fördersummen stoßen als zu gering auf Kritik . Angesichts der umstrittenen Forderung der Deutschen Telekom, sich den Ausbau durch Kommunen bezuschussen zu lassen, können diese Finanzmittel einen Ausbau unterstützen. Auch Telekomwettbewerber werden in solchen Regionen eher aktiv, wenn Unterstützungleistungen beim Ausbau zur Verfügung stehen (beispielhaft wilhelm.tel in Alveslohe).

In Österreich können laut Unternehmensangaben derzeit 97 % der Haushalte von Telekom Austria mit DSL versorgt werden.

Weltweit einmalig ist in der Schweiz eine Breitbandverbindung mit 600 kbit/s downstream und 100 kbit/s upstream ab 2008 als Service public für alle Bürger festgelegt. Den Auftrag für die Grundversorgung hat der Schweizer Universaldienst-Konzessionär im Telekommunikationsbereich Swisscom (Schweiz) AG erhalten, welcher bereits Ende 2003 98 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit DSL versorgen konnte. Bei den restlichen zwei Prozent will Swisscom zur Implementierung des Breitbandzugangs neben einem weiteren DSL-Ausbau und Mobilfunk auch auf einen Internetzugang über Satellit zurückgreifen.

Der Begriff DSL-Tarif hat sich zunehmend für die Kosten von DSL-Angeboten der Internet Service Provider (ISP) eingebürgert, da die Provider mehr und mehr dazu übergegangen sind, ihre Produkte als Komplettangebote (auch DSL-Pakete) anzubieten. Genau betrachtet bezeichnet der Tarif jedoch die möglichen Formen DSL-Zeittarif, DSL-Volumentarif und DSL-Flatrate. Die DSL-Flatrate etabliert sich wegen ihrer uneingeschränkten Nutzungsmöglichkeit und des mittlerweile stark gefallenen Festpreises immer mehr als Standard.

Die Kosten für den DSL-Anschluss sind strenggenommen bei einem DSL-Tarif noch nicht berücksichtigt. Die Kosten für die Teilnehmeranschlussleitung sind bei DSL-Angeboten, die einen herkömmlichen leitungsvermittelten Festnetzanschluss als Voraussetzung haben, in die Telefonanschlussgrundgebühr eingepreist, bei reinen Datenanschlüssen dagegen in den Preis für den DSL-Anschluss.

Zunehmend werden Komplettangebote bestehend aus Telefonanschluss, DSL-Anschluss und Flatrates sowohl für Festnetz-Telefonie und den DSL-Zugang angeboten.

Welches Tarifmodell ein Provider anbietet, hängt wesentlich davon ab, zu welchen Konditionen er Vorprodukte einkaufen bzw. selbst anbieten kann.

Die Deutsche Telekom als etablierter Betreiber der deutschen Teilnehmeranschlussleitungen ist verpflichtet, diese Leitungen auch anderen Anbietern per Entbündelung zugänglich zu machen. Das erfolgt zur Zeit entweder mittels Kollokation und Miete der kompletten oder teilweisen (Line-Sharing) Anschlussleitung oder aber mit dem Angebotsbündel aus Telekom-DSL- oder T-DSL-Resale-Anschluss sowie wahlweise T-DSL-ZISP, ISP-Gate, T-OC-DSL zur Anbindung an das Netz des Anbieters, das sukzessive durch den Bitstromzugang ersetzt wird.

Etwa entsprechend einem Telefonanschluss muss eine monatliche Pauschale für die Leitung vom Kunden über den DSLAM in der Vermittlungsstelle bis zum Breitband-PoP gezahlt werden. Je nach Angebot ist diese Leitungsmiete in das DSL-Angebot eingepreist oder muss separat beauftragt und bezahlt werden. Der Preis, den Kunden (Telekom-DSL-Anschlussgrundgebühr) oder die Anbieter (entweder Anschlussleitungsmiete, Line-Sharing-Miete oder T-DSL-Resale- bzw Bitstream-Anschlussmiete) dafür an die Telekom zahlen müssen, unterliegt in Deutschland weitgehend der Regulierung durch die Bundesnetzagentur.

Bei bestimmten Bandbreiten bieten manche Provider die sogenannte Fast Path-Option an. Diese Option verringert die Ping-Zeiten (Latenz) auf Kosten der Fehlerkorrektur um einen merklichen Anteil.

Als DSL-Zugang (oder auch DSL-Tarif im engeren Sinn) wird in der Regel die Bereitstellung von Infrastruktur auf Anbieterseite (Backbone ab Breitband-PoP etc.) sowie der benötigten Ressourcen (IP-Adressen, Datenvolumen, Support etc.) bezeichnet. Der Anbieter eines DSL-Zugangs muss nicht gleichzeitig Anbieter des DSL-Anschlusses sein.

DSL-Modem und eventuell ein Router werden bei einigen Anbietern ohne Aufpreis zur Verfügung gestellt (v. a. bei SDSL-Leitungen), bei anderen Anbietern muss der Kunde diese Geräte selbst bereitstellen.

Es gibt einige Faktoren, die die Reichweite beziehungsweise Datenübertragungsrate der Kupferleitung beeinträchtigen. Vor allem sind Leitungslänge und Durchmesser der Kupferadern entscheidend. Die in Deutschland verlegten Kupferadern haben einen Durchmesser zwischen 0,25 und 0,8 mm, je nach Länge der Leitung. Für lange Leitungen, das heißt Leitungen von 6 km Länge und mehr, werden meist die dickeren Kupferadern verwendet.

Zu den Störfaktoren gehört besonders das Übersprechen (Crosstalk). Um zu verhindern, dass durch Übersprechen benachbarte Doppeladern in einem Kabelbaum von einer DSL-Übertragung beeinträchtigt werden, werden in der Regel nicht alle Doppeladern eines Kabelbaums mit DSL-Anschlüssen beschaltet. Mit einer neuen Interference Cancellation-Technik (IFC) sollen zukünftig in Echtzeit Übersprechstörungen analysiert und durch gezielte Kompensationssignale ausgeglichen werden, mit DSM-Servern soll Crosstalk durch optimierte, aufeinander abgestimmte DSL-Signalisierung in benachbarten Adern minimiert werden.

Generell gilt: Je weiter ein Teilnehmer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, desto niedriger ist die maximal erzielbare Datenübertragungsrate. Bedingung für die Verfügbarkeit von DSL ist eine geringe Dämpfung der Teilnehmeranschlussleitung (gemessen in dB) – je niedriger diese ist, desto höher die maximale Datenübertragungsrate.

Die Leitungsdämpfung stellt die Minderung der übertragenen Energie eines Signals im Verlauf einer Übertragungsstrecke dar und ist somit ein entscheidender Wert für DSL. Je länger die Leitung, desto geringer sind die mit DSL-Verfahren realisierbaren Datenraten.

Wird eine DSL-Leitung mit echter ratenadaptiver Schaltung (RAM) im technischen Grenzbereich betrieben, kann die theoretisch mögliche Leitungskapazität weitestgehend genutzt werden. Je nach Leitungsbedingungen kann das, insbesondere bei Verwendung von DSL-Modems minderer Qualität, jedoch auch zu Problemen bei der Benutzung führen (z. B. hohe Reaktionszeiten durch Bitfehler, instabile Verbindungen und Verbindungsabbrüche). Der Anbieter kann in diesem Fall die max. Sync-Datenrate am DSL-Port manuell begrenzen; bei einigen DSL-Modems kann das auch benutzerseitig konfiguriert werden. Dieses Schaltverfahren ist mittlerweile bei den meisten DSL-Netzbetreibern in Deutschland mit Ausnahme der Deutschen Telekom und von Arcor üblich.

Um einen störungsfreien Betrieb auch bei problematischen Leitungsbedingungen und mit weniger ausgereiften DSL-Modems sicherzustellen, begrenzen Anbieter wie die Deutsche Telekom und Arcor die an einem Anschluss buchbaren Datenraten von vornherein durch sogenannte Dämpfungsgrenzen.

Die DSL-Anbieter berechnen die Leitungsdämpfung mittels der in der Kontes-Orka-Leitungsdatenbank eingetragenen Leitungsführung der Anschlussleitung. Für ADSL wird die Dämpfung auf eine Basisfrequenz von 300 kHz bezogen berechnet, für die Entertain-Anschlüsse von T-Home 1 MHz und für die SDSL-Dämpfungsberechnung 150 kHz.

Als grober Richtwert einer durchschnittlichen Anschlussleitung kann eine ADSL-Dämpfung von 10 dB/km angenommen werden.

Die von den DSL-Modems messtechnisch ermittelten Dämpfungswerte sind ungenau und können deutlich abweichen. Die Deutsche Telekom betrachtet diese daher für ihre DSL-Schaltungen grundsätzlich als bedeutungslos.

Einige DSL-Netzbetreiber verwenden abweichende Berechnungsformeln für die Dämpfung; so berichten etwa Arcor-Kunden, die ihren Anschluss von T-DSL zu Arcor-Vollanschluss-DSL migrieren, regelmäßig, dass Arcor ihnen einen ADSL-Dämpfungswert mitteilt, der um fünf bis zehn Prozent höher ist als derjenige, den sie zuvor bei der Deutschen Telekom erfahren haben.

Folgende Übersicht stellt die bei den genannten DSL-Netzbetreibern erreichbaren Downstream-Datenraten von asymmetrischen DSL-Anschlüssen für Privatkunden näherungsweise und unverbindlich dar.

Bei den Datenratenangaben ist zu beachten, dass die angegebenen Werte bei der nach oben offenen ratenadaptiven Schaltung im technischen Grenzbereich grobe Abschätzungen der max. möglichen Datenraten bei optimalen Leitungsbedingungen sind, die gegebenenfalls bei schlechten Leitungsbedingungen (z.B. durch Übersprechen) oder bei Nutzung von DSL-Modems oder DSLAM-Chipsätzen minderer Qualität deutlich nach unten abweichen können. Das gilt weniger ausgeprägt auch für die ratenadaptive Schaltung mit konservativen max. Sync-Datenraten von Arcor und der Telekom; bei der Telekom wird nur bei Anschlussdatenraten über 6 MBit ratenadaptiv geschaltet.

Anders verhält es sich bei den DSL-Datenraten der Telekom bis zu 6016 kbit/s, die noch mittels fixer Ratenschaltung realisiert werden. Die bei den Dämpfungsgrenzen dieser Anschlüsse eingeplanten Datenratenreserven sind so hoch, dass die hier genannte Datenrate garantiert wird.

Bei Anbietern mit eigener Technik in der Vermittlungsstelle (wie etwa Arcor) ist anders als bei der Telekom bei vorhandenen Störabstands-Leitungsreserven auch die von der rechnerischen Dämpfung abweichende Hochschaltung zu einem höheren DSLAM-Datenraten-Sync-Profil möglich (Risikoschaltung). Die Angaben der Datenraten der DSLAM-Sync-Profile bei Arcor und der Telekom sind Nettowerte - am DSLAM ist brutto ein etwas höherer Wert konfiguriert.

Dazu können, je nach technischer Realisierung, weitere Komponenten, wie RADIUS-Server für die Benutzeranmeldung und Benutzerverwaltung und das Billing (Verbrauchsdatenspeicherung zum Zwecke der Rechnungserstellung) kommen.

Zum Seitenanfang



Universal Asymmetric Digital Subscriber Line

Universal Asymmetric Digital Subscriber Line (UADSL) ist eine US-amerikanische vereinfachte langsame DSL-Variante, die ohne Splitter auskommt.

Der Standard wurde von einer Arbeitsgruppe führender Industrie- und Telekommunikationsunternehmen, der Universal ADSL Working Group, auf Basis der ITU-Norm T1.413 als einfache, billige DSL-Variante entwickelt. Als G.lite wurde die Entwicklung im ITU-Standard G.992.2 standardisiert. Diese Technologie hat sich international wegen ihrer (letztendlich dann auch Kosten-)Nachteile nicht durchgesetzt.

UADSL ist eine ausschließlich in den USA angebotene ADSL-Variante, die ohne Splitter auskommt, um den Installationsaufwand zu verringern und die Kosten zu senken. Im Vergleich mit ADSL werden statt 256 Trägerfrequenzen hierbei nur 128 verwendet. Unter Idealbedingungen, die im tatsächlichen Einsatz jedoch normalerweise nicht erreicht werden, liefert UADSL eine Datenübertragungsrate für Downloads von 1,5 Megabit pro Sekunde. Aufgrund der hohen Fehlerrate garantieren die Anbieter nur eine Übertragungsrate von 64 Kilobit pro Sekunde.

Bei Datenübertragung wurden gleichzeitige Telefonverbindungen gestört, sodass oft dennoch ein Splitter eingesetzt wurde und damit ein erheblicher Teil des geplanten Kostenvorteiles zunichte war. Es kamen ADSL-Modems zum Einsatz, die ein Hochpassfilter enthielten und in ihren Telefonsteckdosen ein Tiefpassfilter eingebaut hatten. Auch wurden Geräte auf den Markt gebracht, die ein Tiefpassfilter als "Knubbel" in das Anschlusskabel für das Telefon integrierten. Das bedeutete aber nur, das der eingesetzte Splitter kein zusätzliches eigenständiges Gerät ist wie bei ADSL, sondern sein Innenleben im ADSL-Modem integriert ist.

Während heute dieselben ADSL-Modems in den verschiedensten Ländern funktionieren, und sich nur die Splitter von Land zu Land unterscheiden, ist bei UADSL wegen des integrierten Splitters für jedes Land eine eigene Gerätevariante des ADSL-Modems erforderlich. UADSL kann daher nicht die Stückzahlen erreichen wie ADSL und damit auch nicht die mit der Massenfertigung verbundenen Kostenvorteile.

Ein weiterer Nachteil ergibt sich durch den integrierten Splitter im ADSL-Modem. Fällt das Modem durch einen technischen Defekt aus, ist auch der Betrieb des Telefons nicht mehr möglich.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia